Victor Noir

französischer Journalist und Sozialist From Wikipedia, the free encyclopedia

Victor Noir (eigentlich Yvan Salmon;[1] * 27. Juli 1848 in Attigny, Vogesen; † 11. Januar 1870 in Paris) war ein französischer Journalist und Sozialist. Noir wurde wegen der Umstände seines Todes – er wurde von Prinz Pierre Napoleon Bonaparte, einem Neffen Napoleon Bonapartes, erschossen – und der daraus folgenden politischen Konsequenzen bekannt.

Fotoporträt von Victor Noir

Tod

Der verstorbene Noir, mit tödlicher Schusswunde

Zu dem tödlichen Aufeinandertreffen mit dem Prinzen kam es, als er als Sekundant des Zeitungsherausgebers Paschal Grousset (beide arbeiteten für La Marseillaise) die Bedingungen für ein Duell mit Bonaparte aushandeln sollte, nachdem Grousset eine Schmähschrift gegen Napoleon Bonaparte veröffentlicht und der Prinz ihn deshalb als Verräter bezeichnet hatte. Dabei kam es zu einem Streit, in dessen Folge Bonaparte den Revolver zog und Noir erschoss.

Darstellung der Beisetzung

Rund 200.000[1] Menschen nahmen an der Beisetzung in Neuilly-sur-Seine teil. Der Chansonnier Paul Avenel besang den Leichenzug im Lied Les funérailles de Victor Noir.[1] Der Freispruch Prinz Bonapartes löste einen Sturm öffentlicher Entrüstung gegen die bereits unbeliebte Monarchie aus, der in mehrere gewaltsame Demonstrationen mündete.

Noirs Gruft auf dem Friedhof Père-Lachaise mit der von Jules Dalou geschaffenen Statue (2017)

1891 wurde der Leichnam Victor Noirs auf den Friedhof Père-Lachaise in Paris umgebettet. Das Grabmal mit einer Statue des Bildhauers Jules Dalou wurde wegen der deutlich sichtbaren Schwellung im Lendenbereich zu einem Symbol der Fruchtbarkeit.

Literatur

Commons: Victor Noir – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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