Vigdis Nipperdey
deutsche Politikerin und Juristin, Vorsitzende des Hochschulrates der TU München
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Vigdis Nipperdey (geb. Henze;[1] * 1944 in Brandenburg)[2] ist eine deutsche Kommunalpolitikerin und Juristin. Sie war von 2001 bis 2006 Vorsitzende des Hochschulrates der Technischen Universität München.
Leben und Wirken
Sie absolvierte ihr Abitur in Heidelberg.[3] Nach dem Jurastudium in Heidelberg, Tübingen und Berlin als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes war sie Rechtsreferendarin in Berlin und München.[2]
1971 trat sie in Berlin der CDU bei und arbeitete als Assistentin der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus für den Untersuchungsausschuss „Freie Universität Berlin“. In München war sie Mitglied im Schulpolitischen Arbeitskreis der CSU. Sie wurde 1993 stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende und gehörte dem Kreisvorstand Bad Tölz-Wolfratshausen der Frauen-Union an.[4] Später wurde sie zum Mitglied des Bezirksvorstandes der Frauen Union Oberbayern der CSU gewählt. Nipperdey ist Mitglied im Landesvorstand des Arbeitskreises Hochschule und Kultur der CSU sowie Vorsitzende des Arbeitskreises Hochschule und Kultur des Bezirks Oberbayern der CSU.
Seit 1978 ist sie Mitglied des Gemeinderats der Gemeinde Icking, zuerst für die Junge Union, dann für die CSU, seit 1990 für die Ickinger Initiative.[3] Bei der Kommunalwahl 2020 war sie Spitzenkandidatin der Ickinger Initiative.[5]
1990 wurde sie in die Bayerische Akademie Ländlicher Raum gewählt.[6]
Von 1994 bis 2000 war sie Geschäftsführerin des neu gegründeten „Forum Ebenhausen“ bei der Stiftung Wissenschaft und Politik.[7] Nach dem Umzug der Stiftung von Ebenhausen nach Berlin im Jahre 2000 war sie mehrere Jahre Vorstandsmitglied des „Forums Ebenhausen“.
1998 wurde sie Mitglied des Hochschulrates der TU München und zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.[8] Von 2001 bis 2006 war sie Vorsitzende dieses Gremiums.[9]
Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Außenpolitik in München,[10] Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Nexus Instituts für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH Berlin[11] und Mitglied des Inner Wheel Clubs München.[12]
Vigdis Nipperdey war ab 1969 mit dem Historiker Thomas Nipperdey (1927–1992) verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.[1]
Auszeichnungen
- 2000: Bundesverdienstkreuz am Bande[7]
- 2008: Bayerischer Verdienstorden[13]
- 2018: Ehrensenatorin der Technischen Universität München für ihr Eintreten für den „Einfluss der Universitäten in der Hochschulpolitik“[9]
- 2025: Kommunale Verdienstmedaille in Silber[6]
- 2025: Bayerischer Verfassungsorden für „ihr jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik, der Bildung und der Wissenschaft“[14]