Viking Lady

Schiff, Baujahr 2009 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Viking Lady ist ein norwegischer Versorger, der im Rahmen des Fellowship-Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu Versuchszwecken in mehreren Projektschritten mit einer Brennstoffzelle und Akkumulatoren ausgestattet wurde und von Eidesvik Offshore eingesetzt wird.[2]

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Viking Lady
Schiffsdaten
Flagge Norwegen Norwegen
Schiffstyp Versorger
Rufzeichen LAWZ[1]
Heimathafen Haugesund
Eigner Eidesvik Shipping[1]
Bauwerft Torlak Denizcilik ve Sanayi Ticaret (Istanbul, Türkei)
West Contractors (Ølensvåg, Norwegen)[1]
Kiellegung 6. Juli 2007
Stapellauf 10. August 2008
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 92,2 m (Lüa)
84,8 m (Lpp)
Breite 21 m
Seitenhöhe 9,6 m
Tiefgang (max.) 7,62 m
Vermessung 6.111 BRZ / 1.834 NRZ
Maschinenanlage
Maschine dieselelektrisch
Rolls-Royce Azimuth Thrusters AZP 100 FP, je 2.300 kW[1]
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 4.600 kW (6.254 PS)
Energie­versorgung Dieselmotor (Wärtsilä 6R32DF), je 2.010 kW[1]
1× Brennstoffzelle, 320 kW
Generator­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 8.360 kW (11.366 PS)
Propeller 2× 4-Blatt-Festpropeller
Sonstiges
Klassifizierungen DNV
Registrier­nummern IMO-Nr. 9409675
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Allgemeines

Das 2009 an Eidesvik Shipping abgelieferte Schiff verfügt über einen Gasmotor nach dem dieselelektrischen Prinzip. Die Motoren arbeiten wie die Brennstoffzelle mit Flüssigerdgas LNG (liquefied natural gas) und emittieren kein Schwefeldioxid, keinen Ruß, rund 85 % weniger NOx und etwa 20 % weniger CO2. Ein Teil der elektrischen Energie wurde zwischenzeitlich mit einer Brennstoffzelleneinheit erzeugt. Die Viking Lady gilt in der Fachwelt als erstes kommerzielles Seeschiff bei dem eine Brennstoffzelle eingesetzt wurde. Diese diente vor allem zur Speisung des elektrischen Bordnetzes und vermied damit vor allem auch in Häfen Belastungen durch Lärm und Abgase, diese Aufgabe wird nun von einem Batteriespeicher von 350 kWh mit einer Leistung von 900 kW übernommen.

Entwicklungsphasen

Die erste Phase lief von 2003 bis 2005, kostete 20 Mio. Norwegische Kronen und diente zur Untersuchung der Technologie mit Einbeziehung der am Weltmarkt verfügbaren Aggregate von schiffstauglichen Brennstoffzellen. Voraussetzung war, dass die Brennstoffzelle mit Erdgas betrieben werden kann.[2]

In der zweiten Phase von 2007 bis 2012 (93,5 Mio. NOK) wurden die ausgewählten Komponenten getestet und das Zusammenspiel simuliert. Die Brennstoffzelle mit 320 kW von der MTU Onsite Energy wurde in das Schiffsmaschinensystem integriert. Zuerst in der Planung und Konstruktion, 2009 wurde die Anlage eingebaut und im Dezember 2009 erprobt. Zusätzlich wurden die Pufferakkumulatoren erweitert. Die Maschinenanlage ist eine Hybridanlage, bestehend aus vier Dual-Fuel-Dieselmotoren mit je 2000 kW und einer Brennstoffzelle mit 320 kW.

In der dritten Phase ab 2013 sollten die Praxisdaten mit Messeinrichtungen dokumentiert und Normen und Regeln für hybride Energiesysteme erarbeitet werden.[2]
Im Juni 2018 scheint der Wasserstoffteil nicht mehr vorhanden gewesen zu sein.[3]

Einsatzfälle der Brennstoffzelle

  • Insel-Modus, wo das Schiff (das elektrische Bordnetz) von Brennstoffzelle und Batterie allein betrieben wird
  • Unterstützungs-Modus bei schwerem Wetter, in dem die Batterie verwendet wird, um häufige Lastschwankungen an den Gasmotoren zu reduzieren
  • Dynamic Positioning Modus, in dem die Batterie mit einer Lade-/Entlade-Strategie als Stromredundanz verwendet wird, um die Motoren im effizienten Bereich betreiben zu können und häufige Lastschwankungen zu reduzieren.[4]

Einzelnachweise

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