Villa Musica

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Die Villa Musica Rheinland-Pfalz ist eine 1986 gegründete Stiftung der Landesregierung Rheinland-Pfalz mit Beteiligung des Südwestrundfunks. Ihr Stiftungszweck ist die Förderung junger Musiker und die Veranstaltung von Konzerten. Ihr Stammsitz ist die Villa Musica auf der Bastion Alexander in Mainz. Villa Musica verfügt über eine eigene Akademie für Kammermusik im Kurfürstlichen Schloss Engers in Neuwied.

Gründung1986
SitzMainz ()
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Villa Musica Rheinland-Pfalz
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Rechtsform rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Gründung 1986
Stifter Rheinland-Pfalz
Sitz Mainz ()
Zweck Förderung junger Musiker und die Veranstaltung von Konzerten
Vorsitz Jürgen Hardeck (Vorstand),
Kai Gniffke (Kuratorium)
Geschäftsführung Ervis Gega (Künstlerische Leiterin)
Website www.villamusica.de
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Sitz der Villa Musica in Mainz

Geschichte

Stifter waren die Landesregierung von Rheinland-Pfalz und der damalige Südwestfunk. 1992 erhielt die Stiftung eine neue Struktur mit verwaltendem Vorstand, einem Kuratorium als Aufsichtsorgan, einer hauptamtlichen Geschäftsführung und einer Künstlerischen Leitung. Seit 2019 ist das Kuratorium nur noch beratendes Gremium. Die geschäftsführenden Aufgaben werden seit 2023 von zwei Verwaltungsleitern in den Dienststellen Villa Musica Mainz und Schloss Engers wahrgenommen.

Seit 1992 wurde kontinuierlich der jeweilige Staatssekretär für Kultur zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dies waren bislang Joachim Hofmann-Göttig (1992–2001 und 2006–2010), Roland Härtel (2001–2006), Walter Schumacher (2010–2016), Salvatore Barbaro (2016–2019) und Staatssekretär Denis Alt (2019–2021). 2021 wurde Jürgen Hardeck zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Künstlerische Leiterin ist seit 2024 Ervis Gega.

In ihrer fast 40-jährigen Geschichte hat die Villa Musica mehr als 5000 Konzerte veranstaltet und mehr als 2000 junge Musikerinnen und Musiker durch eine Zusatzausbildung im Bereich Kammermusik gefördert, aber auch durch Projekte mit Gesang, im Kammerorchester (Camerata Villa Musica), in Neuer Musik und Barockmusik.

Arbeitsweise der Stiftung

Hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker im letzten Drittel ihres Studiums werden durch ein Probespiel ausgewählt. Drei Jahre lang erhalten sie die Gelegenheit, an Kammermusikprojekten in Schloss Engers teilzunehmen, wo sie mit internationalen Dozentinnen und Dozenten gemeinsam proben und anschließend in Konzerten auftreten. Durch diese intensive Förderung des Spitzennachwuchses zählt Villa Musica zu den weltweit renommiertesten Institutionen für Kammermusik.

Die Stiftung veranstaltet jährlich zwischen 120 und 140 Konzerten, die zum überwiegenden Teil aus den Kammermusik-Projekten hervorgehen. Zentral sind ihre eigenen Reihen in der Villa Musica in Mainz und weiteren Spielstätten der Landeshauptstadt, in Schloss Engers (Neuwied), in der Villa Ludwigshöhe (Edenkoben) und in Trier. Daneben arbeitet die Stiftung mit mehr als 40 Mitveranstaltern in ganz Rheinland-Pfalz zusammen. Die Spielstätten reichen von berühmten Burgen wie Burg Trifels in Annweiler oder der Marksburg am Rhein über barocke Schlösser und Kirchen bis hin zu Theatern (Hüttenhaus Herdorf) oder modernen Museumsbauten (Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen). Ehemalige Landsynagogen in Meisenheim, Ahrweiler, Niederzissen, Laufersweiler, Schwaich und anderen Orten sowie die Neue Synagoge Mainz werden in der Reihe „Musik in der Synagoge“ bespielt. Auftritte in den Landesvertretungen Berlin und Brüssel gehören ebenso zum jährlichen Programm wie Kooperationen auf europäischer Ebene.

Die Akademie für Kammermusik im Barockschloss Engers (erbaut um 1760) ist das Ausbildungszentrum der Stiftung, wo auch das Festival RheinVokal und der Verein Freunde der Villa Musica e. V. Neben dem Mitgründer SWR kooperiert die Stiftung mit zahlreichen Landesinstitutionen wie der GDKE – Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz, dem Landesmuseum Mainz oder dem Kultursommer Rheinland-Pfalz.

2014 erhielt Villa Musica den Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung.

Träger

Die Träger sind die Landesregierung des Landes Rheinland-Pfalz und der Südwestrundfunk als Nachfolger des Südwestfunks.

Kuratorium:[1]

Vorstand:[1]

  • Jürgen Hardeck, Kulturstaatssekretär (Vorsitzender)
  • Petra Spielmann, Arp Museum Bahnhof Rolandseck (stellv. Vorsitzende)
  • Felix Hertel, SWR
  • Dorothée Rhiemeier, Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration
  • Florian Rau, Ministerium der Finanzen

Einzelnachweise

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