Villa Noelle
Wohngebäude in Berlin-Grunewald
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Die Villa Noelle (auch Winkler Straße 10 oder Haus Nölle[1]) ist ein Baudenkmal im Berliner Ortsteil Grunewald im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.[2]


Geschichte
Die Villa wurde 1901–1902 von Hermann Solfs und Franz Wichards für den Stahlbau-Unternehmer und Kommerzienrat Ernst Noelle errichtet.[3] Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde sie ab 1936 in ein Mehrfamilienhaus umgebaut.[4][5] Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Gebäude weitgehend unbeschädigt. In den 1970er-Jahren erfolgte eine aufwendige Sanierung, danach jedoch jahrzehntelanger Leerstand.[4] Ab etwa 2010 stand das Gebäude leer, war verwildert und wurde im Volksmund als Geistervilla bekannt.[6][7] Nach einem Besitzerwechsel 2022 begann eine denkmalgerechte Sanierung.[8]
Architektur
Die Villa Noelle ist ein zweigeschossiger Putzbau im Stil des späten Historismus mit Renaissance-Elementen. Werksteinfassaden, geschweifte Giebel, Erker und Dachaufbauten bestimmen das repräsentative Erscheinungsbild.[3] Alle Ansichten sind gleichwertig gestaltet. Das historische Maschinenhaus auf dem Grundstück ist im Schweizerhausstil gehalten.[3] Die Innenstruktur wurde mehrfach verändert, soll jedoch im Zuge der aktuellen Sanierung[9] weitgehend rekonstruiert werden.
Denkmalschutz
Die Villa Noelle steht seit 1979 unter Denkmalschutz. Sie ist in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin unter der Objekt-Dokumentationsnummer 09046592 registriert.[3] Die Adresse lautet Winkler Straße 10, 14193 Berlin-Grunewald. Die Villa liegt direkt neben der Villa Maren und grenzt an den Dianasee.[10]
Literatur
- Topographie Wilmersdorf/Grunewald. Berlin 1993, S. 149–150.
- Egon H. Hessling: Die Villenkolonie Grunewald. Berlin 1903.
- Berlin und seine Bauten. Band IV C, AIV zu Berlin, 1975.
- Blätter für Architektur und Kunsthandwerk. 15. Jahrgang 1902.