Vincent Glander

deutscher Theaterschauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Vincent Glander (* 1980 in München) ist ein deutscher Schauspieler und Sänger.

Vincent Glander (2024). Foto: Joel Heyd

Leben

Glander absolvierte sein Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Erstengagement 2006/07 am Theater Biel Solothurn. Von der Spielzeit 2007/08 bis Ende der Spielzeit 2011/12 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Wien. Er wirkte dort in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen mit. Autoren waren unter anderem Ewald Palmetshofer, Philipp Löhle, Anja Hilling und Dennis Kelly. Er arbeitete dort mit Regisseuren wie Felicitas Brucker, Nora Schlocker und Antonio Latella zusammen.[1][2]

Von der Spielzeit 2012/13 bis zur Spielzeit 2015/16 war er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt am Main. Er arbeitete dort unter anderem mit den Regisseuren Stefan Pucher, René Pollesch, Jürgen Kruse, Johanna Wehner und Sebastian Hartmann. Unter dem Titel Wut und Gedanke erarbeitete er mit Christian Franke an der Goethe-Universität Frankfurt/M. einen Theaterabend über Theodor W. Adorno und die Studentenrevolte. Zuletzt spielte er in Frankfurt in Kafkas Amerika (Insz.: Philipp Preuss) und „Clockwork Orange“ (Insz.: Christopher Rüping).

Von der Spielzeit 2016/17 bis zur Spielzeit 2018/19 war er festes Ensemblemitglied am Theater Basel und spielte dort u. a. in Im Turm zu Basel von Theresia Walser, „Caligula“ von Albert Camus (Insz.: Antonio Latella), Der Revisor von Lukas Linder, Das Ende von Eddy nach dem Roman von Édouard Louis, Kaspar Hauser und Söhne von Olga Bach (Insz.: Ersan Mondtag) sowie als Jim Boy in Paul Abrahams Operette Die Blume von Hawaii.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist er festes Ensemblemitglied am Residenztheater München[3].

Vincent Glander arbeitet als Sprecher beim Hörfunk, u. a. beim Hessischen Rundfunk und beim Schweizer Rundfunk SRF.

Im Februar 2021 outete er sich im Rahmen der Initiative #actout im SZ-Magazin mit 184 anderen lesbischen, schwulen, bisexuellen, queeren, nicht-binären und trans* Schauspielern.[4]

Theater (Auswahl)

Theater Biel-Solothurn

  • 2006: Frühlings Erwachen (als Melchior). Von Frank Wedekind. Inszenierung: Ariane Gaffron
  • 2006: Kränk (als Ernk). Von Martin Heckmanns. Inszenierung: Ariane Gaffron
  • 2006: Maria Stuart (als Mortimer). Von Friedrich Schiller. Inszenierung: Hans J. Ammann
  • 2007: Mittsommernachts-Sex-Komödie (als Maxwell). Nach Woody Allen. Inszenierung: Barbara Grimm

Schauspielhaus Wien

Schauspiel Frankfurt

Theater Basel

Residenztheater München

  • 2019: Sommergäste (als Schalimow, Jakow Petrowitsch, Schriftsteller). Von Maxim Gorki. Inszenierung: Joe Hill-Gibbins[8][9][10][11][12][13]
  • 2019: Kassandra/Prometheus. Recht auf Welt (als Chor/Psychiater/Hermes). Von Kevin Rittberger. Inszenierung: Peter Kastenmüller
  • 2019: Die drei Musketiere (als Aramis/Bazin). Nach Alexandre Dumas der Ältere in einer Bearbeitung von Antonio Latella und Federico Bellini. Inszenierung: Antonio Latella (Übernahme der Inszenierung des Theaters Basel)
  • 2020: Das Ende von Eddy (als Eddy). Von Édouard Louis. Inszenierung: Thiemo Strutzenberger (Übernahme vom Theater Basel)
  • 2020: Einer gegen alle (als Girgl). Frei nach dem Roman von Oskar Maria Graf in einer Bearbeitung von Alexander Eisenach. Inszenierung: Alexander Eisenach
  • 2020: Dantons Tod (als Herman, Präsident des Revolutionstribunals/Ein Lyoner). Nach Georg Büchner. Inszenierung: Sebastian Baumgarten[14][15][16]
  • 2020: Tagebuch eines geschlossenen Theaters #16: Die drei Musketiere im Lockdown light
  • 2020: Autor*innen-Spezial – Tagebuch eines geschlossenen Theaters, Staffel 2, # 28: «Kirche» von Guillermo Calderón. Mit Christian Erdt & Vincent Glander. Inszenierung: Daniela Kranz
  • 2021: Graf Öderland (als Der Vater/Ein Boy/Der Innenminister). Nach Max Frisch. Inszenierung: Stefan Bachmann (Übernahme der Inszenierung vom Theater Basel)[17]
  • 2021: Tagebuch eines geschlossenen Theaters # 36 und # 88 und # 172 (mit Elias Eilinghoff)
  • 2021: Ein Mittag in Quarantäne geprägt von texthermeneutischen Misserfolgen. Mit Vincent Glander und Judith Bohle. Inszenierung: Jos Diegel
  • 2021: Es waren ihrer sechs (als Willi Graf u. a.). Eine Hommage an den Münchner Widerstand "Die Weiße Rose". Frei nach dem Roman von Alfred Neumann in einer Bearbeitung von Tomasz Śpiewak. Inszenierung: Michał Borczuch
  • 2021: Cyrano de Bergerac (als Christian – Einsamkeit B). nach Edmond Rostand in einer Bearbeitung für zwei Einsamkeiten von Federico Bellini und Antonio Latella[18][19]
  • 2022: Der Drang (als Fritz, jung, Bruder von Hilde). Von Franz Xaver Kroetz. Inszenierung: Lydia Steier
  • 2022: Warten auf Platonow (als Linker Mittelfinger). Nach Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Thom Luz[20]
  • 2022: Der Schiffbruch der Fregatte Medusa (Ensemble). Von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard. Inszenierung: Alexander Eisenach
  • 2022: Das Vermächtnis – The Inheritance (als Junger Mann / Junger Henry / Dealer / Pförtner 2). Von Matthew López – frei nach dem Roman «Howards End» von E. M. Forster. Inszenierung: Philipp Stölzl
  • 2023: Götz von Berlichingen (als Bischof von Bamberg) . Nach Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Alexander Eisenach[21][22][23]
  • 2023: Peer Gynt (als Der Bräutigam / Troll / Kari, Häuslersfrau / Master Cotton / Ein Fellache mit einer Königsmumie / Ein Bootsmann / Ein Amtmann). Nach Henrik Ibsen. Inszenierung: Sebastian Baumgarten[24]
  • 2023: Jetzt oder Nie – Ein Liederabend von Florian Paul und Max Rothbart. Inszenierung und Text: Max Rothbart – Musikalische Leitung: Florian Paul[25]
  • 2023: Resi liest – Das Märchen meines Lebens. Von Hans Christian Andersen. Mit Vincent Glander und Florian Jahr. Inszenierung: Daniela Kranz
  • 2024: Sternstunden der Menschheit. Nach Stefan Zweig in einer Fassung von Thom Luz. In Kooperation mit den Salzburger Festspielen. Inszenierung: Thom Luz[26]
  • 2024: Mosi – The Bavarian Dream (als Vater / der Mann im Rampenlicht / Butler). Von Alexander Eisenach. Inszenierung: Alexander Eisenach[27][28][29][30][31]
  • 2025: Sankt Falstaff (als #5 / Das Mundwerk / Franz). Von Ewald Palmetshofer frei nach «King Henry IV» von William Shakespeare (Uraufführung / Auftragswerk). Inszenierung: Alexander Eisenach[32]
  • 2025: Im Dickicht der Stadt - Eine transdisziplinären Expedition in die urbane Wildnis der Stadt München. Inszenierung: Max Grünewald und Alexander Eisenach (In Kooperation mit der Climate School der LMU München)
  • 2025: Cabaret (als Conférencier). Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb nach dem Stück «Ich bin eine Kamera» von John Van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood. Inszenierung: Claus Guth[33][34]
  • 2026: Munich Machine (als Bertolt Brecht / Kardinal / Otto / Bavaria / Donna Summer). Von Albert Ostermaier. Inszenierung: Ersan Mondtag[35][36][37]

Theater an der Wien

  • 2023: Candide - A Comic Operetta (als Voltaire/Erzähler). Szenische Aufführung der Concert Version. Musik von Leonard Bernstein. Buch von Hugh Wheeler nach Voltaire. Gesangstexte von Richard Wilbur. Musikalische Leitung: Marin Alsop. Inszenierung: Lydia Steier[38]

Filmographie (Auswahl)

  • 2020: Der Pfad (als Pierre). Regie: Tobias Wiemann (Kinofilm)
  • 2021: Yellow is the Sky (als Markus). Regie: Laura Kansy (Kinofilm)[39]
  • 2021: I Care - The Perfect Society (als Jan). Regie: Michael Mews (Kurzspielfilm für die Hochschule für Fernsehen und Film München)
  • 2021: Ein Mittag in Quarantäne geprägt von texthermeneutischen Misserfolgen (als Polizist). Regie: Jos Diegel (Kurzfilm)

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 2009: Nominierung als bester Nachwuchsschauspieler (Theater heute)
  • 2021: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit Graf Öderland (Theater Basel/Residenztheater München)
  • 2022: Nominierung für den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e.V. für herausragende künstlerische Leistung
  • 2023: Nominierung für den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e.V. für herausragende künstlerische Leistung
  • 2024: Nominierung für den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e.V. für herausragende künstlerische Leistung
  • 2025: Nominierung für den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e.V. für herausragende künstlerische Leistung

Einzelnachweise

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