Volker Liebig

deutscher Geophysiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Volker Liebig (* 3. September 1956 in Lübbecke) ist ein deutscher Geophysiker und Honorarprofessor am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart.[1]

Volker Liebig (2018)

Leben

Von 1979 bis 1986 studierte Volker Liebig am Institut für Geophysik der Ludwig-Maximilians-Universität München, und er promovierte dort auch mit einer Arbeit zur Magnetotellurik in der Antarktis. 1984/85 nahm er an der GANOVEX-IV-Antarktis-Expedition teil, seit 1986 arbeitet er in der Raumfahrtindustrie.[2]

Von 1993 bis 2004 arbeitete er in verschiedenen Leitungspositionen für die Deutsche Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA), die 1997 mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) verschmolzen wurde.[3]

Im Jahr 2000 ernannte ihn der Senat des DLR zum Programmdirektor des deutschen Raumfahrtprogramms. Während seiner Zeit beim DLR vertrat er Deutschland als Delegierter in vielen internationalen Gremien.[4]

Seit 2002 lehrt er an der Universität Stuttgart, seit 2010 als Honorarprofessor.[5]

Von 2004 bis 2016 war er Direktor der Erdbeobachtungsprogramme der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und Leiter des Europäischen Weltraumforschungsinstituts (ESRIN) der ESA in Frascati bei Rom.[6]

Während seiner Zeit bei der ESA wurde das Raumsegment des europäischen Umweltbeobachtungssystems Copernicus mit den Sentinel-Satelliten aufgebaut.[7]

Seit seinem Abschied von der ESA beschäftigt er sich mit künstlerischer Fotografie.[8]

Ehrungen

  • 1985 wurde der Liebigsporn nach ihm benannt, ein Felssporn in der Ostantarktis.[9]
  • 2010 wurde er von der Universität Stuttgart zum Honorarprofessor ernannt.[10]
  • 2018 verlieh ihm die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt die Eugen-Sänger-Medaille für seine Verdienste um die weltraumgestützte Erderkundung, Meteorologie und Klimaforschung und den Aufbau der Sentinel-Satellitenserie.[11][12]
Commons: Volker Liebig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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