Voraumund
Voraumund war bis 1908 eine Gemeinde im Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover
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Voraumund war bis 1908 eine Gemeinde im Kreis Blumenthal der preußischen Provinz Hannover. Das ehemalige Gemeindegebiet gehört heute zu Bremen und liegt im Stadtteil Vegesack des Stadtbezirks Bremen-Nord.
Voraumund Stadt Bremen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 11′ N, 8° 38′ O |
| Fläche: | 30,8 ha[1] |
| Eingemeindung: | 1. April 1908 |
| Eingemeindet nach: | Aumund |
| Postleitzahl: | 28757 |
| Vorwahl: | 0421 |
Geographie
Die 31 Hektar große Gemeinde Voraumund lag zwischen Vegesack, Aumund und Schönebeck beiderseits der Bahnstrecke von Vegesack nach Farge und südöstlich der heutigen Borchshöher Straße. Zu Voraumund gehörte auch die Ansiedlung Bröcken, an die heute noch die Straße Bröken erinnert.[1] Das ehemalige Gemeindegebiet entspricht weitgehend der heutigen Bremer Gemarkung VR 175. Da die heutigen Ortsteilgrenzen nicht mehr den alten Gemeindegrenzen folgen, liegt das ehemalige Gemeindegebiet heute in den Ortsteilen Vegesack und Schönebeck des Stadtteils Vegesack.[2]
Geschichte
Voraumund, der Name bezog sich auf die Lage südöstlich von Aumund, gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kurfürstentum Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Vegesack im Departement der Wesermündung.[3] 1814 kam Voraumund zum Königreich Hannover und gehörte dort zunächst zum Gericht Lesum-Schönebeck, dann ab 1852 zum Amt Lesum und ab 1859 zum Amt Blumenthal. 1867 fiel die Gemeinde Voraumund mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Blumenthal.
Am 1. April 1908 wurde Voraumund in die Gemeinde Aumund eingegliedert, die seit 1932 zum Landkreis Osterholz gehörte.[4] Aumund wiederum wechselte am 1. November 1939 von Preußen in das Land Bremen und wurde in die Stadt Bremen eingemeindet.[5]