Vossajazz

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Vossa Jazz (oder auch Vossajazz genannt) ist ein dreitägiges Internationales Jazzfestival in Voss, Norwegen, 75 km nordöstlich von Bergen. Es findet jährlich in der Woche vor Ostern statt.[1] Über 5.000 Konzertbesucher kommen in die 14.000 Einwohner umfassende Kleinstadt.[2]

Geschichte

Gegründet wurde Vossajazz am 19. Dezember 1973.[3] Seit 2007 ist Trude Storheim Festival-Leiterin.[4]

Im alten Kinosaal von Voss entstand 1980 das Album Just The Way You Are aus einer Live-Session von Rune Gustafsson und Niels-Henning Ørsted Pedersen.

Strukturen

Das dreitägige Festival wird in der Durchführung von rund 260 Freiwilligen getragen. 2014 waren das rund 40 Veranstaltungen, die teils über die Kleinstadt verteilt stattfanden. Die größten Konzerte fanden ihren Ort im „Vossasalen“, die etwas kleineren im „Festsalen“ oder im Pentagon Nightclub. Mit guter Planung kann man ein Drittel der sich überschneidenden Konzerte wahrnehmen.[2]

Vossa Jazz ist nicht puristisch, sondern bringt neben Jazzcombos auch Folk und Weltmusik auf die Bühnen. Darüber hinaus gibt es ein Badnajazz für die Kinder, Ekstremjazz (Open-Air-Konzert in großer Höhe über NN),[2] Eldrejazz und UNGjaJAZZja!.

Der Anspruch, ein internationales Festival zu sein, wird über einige Haupt-Acts eingelöst. Beim Festival 2014 waren das zum Beispiel Bill Frisell's Beautiful Dreamers Trio und Jaga Jazzist,[2] 2011 waren es Tomasz Stańko, Terje Rypdal und Dave Holland.[5] Der Schwerpunkt liegt indes auf skandinavischen und insbesondere norwegischen Musikern.

Medeski, Martin and Wood + Nels Cline beim Vossajazz 2014.

Vossa Jazz nimmt teil am alle zwei Jahre stattfindenden landesweiten Nachwuchswettbewerb Jazzintro. Junge und noch nicht etablierte Combos aus ganz Norwegen dürfen sich bewerben. Eine Jury wählt acht Bands aus den eingesandten Bewerbern aus, zwei davon treten beim Vossa Jazz auf. Nur eine der beiden bekommt nach Entscheid einer Jury einen der begehrten Auftritte auf dem Moldejazz Festival des gleichen Jahres.[2]

Eine Besonderheit ist, dass seit 1983 jährlich eine bestellte, neu geschaffene Lang-Komposition (von norwegischen Tonsetzern) hier zur Uraufführung kommt. Sie gilt als prestigereich in Norwegen.[2] Der staatliche norwegische Rundfunk schneidet mit und sendet das Konzert später landesweit.

Auftragskompositionen des Festivals

Vossajazz-Preis

Seit 1988 hat das Festival bekannte Jazzmusiker aus Westnorwegen mit einem Preis ausgezeichnet.[17]

  • 1988: Olav Dale, Voss
  • 1989: Ole Thomsen, Bergen
  • 1990: Knut Kristiansen, Bergen
  • 1991: Per Jørgensen, Bergen
  • 1992: Dag Arnesen, Bergen
  • 1993: Ole Hamre, Bergen
  • 1994: Gabriel Fliflet, Bergen
  • 1995: Harald Dahlstrøm, Bergen
  • 1996: Terje Isungset, Bergen
  • 1997: Frank Jakobsen, Bergen
  • 1998: Sigurd Ulveseth, Bergen
  • 1999: Helge Lilletvedt, Bergen
  • 2000: Ivar Kolve, Voss
  • 2001: Stein Inge Brækhus, Bergen
  • 2002: Thomas T. Dahl, Bergen
  • 2003: Kåre Opheim, Voss
  • 2004: Magne Thormodsæter, Bergen
  • 2005: Berit Opheim, Voss
  • 2006: Yngve Moe, Sotra
  • 2007: Snorre Bjerck, Florø
  • 2008: Mads Berven, Bergen
  • 2009: Kjetil Møster, Bergen
  • 2010: Stein Urheim, Bergen
  • 2011: Mari Kvien Brunvoll, Molde
  • 2012: Sigrid Moldestad, Breim in Gloppen
  • 2013: Tore Brunborg, Voss
  • 2014: Sigbjørn Apeland, Sveio
  • 2015: Thea Hjelmeland, Sunnfjord
  • 2016: Øyvind Skarbø, Stranda in Sunnmøre
  • 2017: Hans Petter Gundersen, Bergen
  • 2018: Benedicte Maurseth, Eidfjord
  • 2019: Anders Bitustøyl

Vossajazz Records

Verschiedene Live-Mitschnitte vom Festival wurden auf dem eigenen Plattenlabel, Vossa Jazz Records, veröffentlicht.[18]

  • 1996: Fliflet/Hamre Energiforsyning, Moro post mortem, live (VJ 18962)
  • 1998: Berit Opheim, Bjørn Kjellemyr, Einar Mjølsnes, Sigbjørn Apeland und Per Jørgensen, Fryd (VJ 980042)
  • 2001: Kari Bremnes and Lars Klevstrand, Tid Å Hausta Inn (VJ 980052)
  • 2003: Tore Brunborg, Gravity (VJ 03006-2)
  • 2004: Electro Ompaniet, Toskedalen (VJ 04007-2)
  • 2004: Svein Folkvord, Across (VJ 04008)
  • 2005: Electro Ompaniet, Electromecanibalism (VJ 04007-3)
  • 2006: Terje Isungset und Didier Petit, Live at Vossajazz (VJ 060112)
  • 2006: Sonic Stories mit Kari Nergaard Bleivik und Rune Mandelid, Feels like night (VJ 060102)
  • 2006: Sub Trio mit John Pål Inderberg, Stein Inge Brækhus und Svein Folkvord, Subtrio (VJ 060122)
  • 2010: Badnajazz 10 year anniversary album: Eg È Liten Eg, Men Eg Vaoga Meg(VJ100132)
Commons: Vossajazz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

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