Vryheidsfront Plus

Partei in Südafrika From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Vryheidsfront Plus (deutsch „Freiheitsfront Plus“; englischer Name Freedom Front Plus (FF+); kurz VF+) ist eine konservative südafrikanische Partei, deren Ziel es ist, die Interessen der Buren zu vertreten. Sie unterstützt die Schaffung eines Volkstaats.

Schnelle Fakten
Vryheidsfront Plus
Partei­vorsitzender Pieter Groenewald
General­sekretär Kol Piet Uys
Gründung 1994
(als Vryheidsfront)
2003
(als Vryheidsfront Plus)
Hauptsitz Centurion,
Gauteng,
Sudafrika Südafrika
Ausrichtung Burischer Nationalismus,
Konservatismus,
Christdemokratie,
Wirtschaftsliberalismus,
Volkstaat
Farbe(n) Orange, Grün
Jugendorganisation VF+-Jeug
Sitze Nationalversammlung
6 / 400 (1,5 %)
(2024)
Sitze National Council of Provinces
3 / 90 (3,3 %)
(2024)
Sitze Provinzversammlungen
9 / 487 (1,8 %)
(2024)
Internationale Verbindungen Unrepresented Nations and Peoples Organization
Website www.vfplus.org.za
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Die Vryheidsfront Plus vertritt die Afrikaaner auch in der Unrepresented Nations and Peoples Organization.

Geschichte

Vryheidsfront

Ursprünglich als Vryheidsfront am 1. März 1994 gegründet, erhielt die Partei bei der Parlamentswahl von 1994 unter der Führung von General Constand Viljoen 2,2 Prozent aller Stimmen; bei der Wahl 1999 fiel ihr Ergebnis auf 0,8 Prozent.

Vryheidsfront Plus

2003, kurz vor der Wahl 2004, entschieden die Konserwatiewe Party, die Afrikaner Eenheidsbeweging und die Vryheidsfront, zusammen unter dem Namen Vryheidsfront Plus zur Wahl anzutreten. Wesentlich an der Gründung beteiligt und auch der erste Vorsitzende der Partei war der ehemalige südafrikanische General Constand Viljoen. Seit 2004 hat die Partei vier Sitze im südafrikanischen Parlament. Pieter Mulder war Vizeminister für Land- und Forstwirtschaft im Kabinett Zuma I. Bei den landesweiten Kommunalwahlen 2016 erreichte die VF+ 0,76 % der Stimmen.[1] Bei den Wahlen in Südafrika 2019 erreichte die Vryheidsfront Plus mit 2,4 % und zehn Sitzen ihr bisher bestes Wahlergebnis auf nationaler Ebene. Außerdem ist sie seither in allen südafrikanischen Provinzversammlungen außer in KwaZulu-Natal vertreten.

Bei den Wahlen 2024 erzielte die VF+ nur noch 1,4 % der Stimmen und kam somit in der Nationalversammlung auf sechs Sitze. Nach dem erstmaligen Verlust der absoluten Mehrheit des ANC gab die VF+ am 20. Juni bekannt, in die Regierung der Nationalen Einheit unter Cyril Ramaphosa einzutreten.[2][3] Seit dem 3. Juli 2024 amtiert Pieter Groenewald als Minister für Strafvollzug im Kabinett Ramaphosa III.[4]

Programmatik

Die VF+ ist eine rechtsgerichtete, ökonomisch und sozial konservative Partei, die im Wesentlichen die Interessen der Buren vertritt. Sie forderte ursprünglich die Bildung eines Volkstaats, eine Art homeland für die Buren innerhalb Südafrikas. Diese Forderung ist bei den Wahlen seit 2004 in den Hintergrund getreten und wird nicht mehr explizit formuliert, ist allerdings nicht aufgegeben worden.[5][6] Politischer Hauptgegner ist der African National Congress (ANC), dem Korruption, Günstlingswirtschaft und wirtschaftliche Inkompetenz vorgeworfen wird. Unter der ANC-Herrschaft habe es einen jahrzehntelangen wirtschaftlichen Niedergang gegeben. Der ANC sei auch verantwortlich für die exorbitante Kriminalität in Südafrika.[7] Politischer Hauptkonkurrent ist allerdings die Democratic Alliance, die von der Mehrheit der weißen Bevölkerung Südafrikas gewählt wird.[8]

Vorsitzende

Weitere Informationen Vorsitzender, Beginn der Amtszeit ...
Vorsitzender Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Constand Viljoen (1984)Constand Viljoen1. März 199426. Juni 2001
Pieter Mulder (2013)Pieter Mulder26. Juni 200112. November 2016
Pieter GroenewaldPieter Groenewald12. November 2016[9]
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Wahlergebnisse

Im Folgenden sind die Stimmen- und Mandatsanteile bei Wahlen zur Nationalversammlung aufgeführt.

Weitere Informationen Jahr, Wahl ...
JahrWahlStimmenanteilSitze
1994Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 19942,2 %
9/400
1999Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 19990,8 %
3/400
2004Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 20040,9 %
4/400
2009Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 20090,8 %
4/400
2014Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 20140,9 %
4/400
2019Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 20192,4 %
10/400
2024Sudafrika Wahl zur Nationalversammlung 20241,4 %
6/400
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Einzelnachweise

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