Wadel
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
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Wadel (oberfränkisch: Woddl oder Wodl[2]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Wadel liegt in der Gemarkung Oberdornlach.[4]
Wadel Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 11° 23′ O |
| Höhe: | 410 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Die Einöde liegt in Hanglage auf halber Höhe eines Hochplateaus (ca. 500 m ü. NHN) des Obermainischen Hügellandes, das sich von Nordwesten bis Osten erstreckt. Es entspringt dort der Wadelbach, ein linker Zufluss des Zentbaches. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,5 km südöstlich), die nach Danndorf (1 km südwestlich) bzw. nach Oberdornlach verläuft (0,9 km östlich).[5]
Geschichte
Wadel war ursprünglich ein Flurname. 1530 wurde „Wodeln“ im Urbar der Herren von Kindsberg erwähnt. Dem Flurnamen liegt das Substantiv wadel (mhd. für Wedel) zugrunde. Im übertragenen Sinne wurde damit auch Schrotholz bezeichnet.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Wadel zur Realgemeinde Oberdornlach Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherr des Hofes war das Rittergut Oberdornlach.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Wadel dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberdornlach und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Oberdornlach zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1974 wurde Wadel im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria Magdalena (Kirchleus) gepfarrt.[7][17]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Wadel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 950 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 172.
Weblinks
- Wadel in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Wadel in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 9. August 2020.
- Wadel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 9. August 2020.