Waldemar Kampf
deutscher Historiker und Literaturhistoriker, Gregorovius-Kenner
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben
Waldemar Kampf wurde als Sohn von Emilie Kampf, geborene Kubbeteit, und des Kaufmanns Gustav Kampf, in Preußen geboren. An der Albertus-Universität Königsberg und der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin studierte er Geschichte, Literaturgeschichte und Kunstgeschichte. Nach dem Staatsexamen 1939 schrieb er seine Doktorarbeit bei Walther Ziesemer. 1941 wurde er zum Dr. phil. promoviert.[3] In der Nachkriegszeit in Deutschland war er von 1946 bis 1948 Dozent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und von 1949 bis 1962 Gymnasiallehrer. 1962 wechselte er als Dozent an die neue Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die ihn 1968 zum Professor ernannte.[4] 1964 schrieb er einen umfangreichen Artikel über Georg Friedrich I. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach), der nach 1578 Ordnung in die verworrenen Verhältnisse des Herzogtums Preußen gebracht hatte.[5] Dem Leben und Werk von Ferdinand Gregorovius verschrieben, sah Kampf sein Opus magnum in einer historisch-kritischen Edition von dessen erhaltener Korrespondenz. Das Vorhaben misslang.[1] Er war evangelisch, blieb ledig und lebte zuletzt in Freiburg im Breisgau.[6]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Markgraf Georg Friedrich von Ansbach-Bayreuth. In: Neue Deutsche Biographie. 1964.
- Ferdinand Gregorovius. In: Neue Deutsche Biographie. 1966.
- Ferdinand Gregorovius und die Politik seiner Zeit. In: Preußenland. Band 19, 1981.
- Politische Probleme im Werk Heinrich Jakobs. In: A. J. Hofmann (Hrsg.): Hansjakob und der badische Kulturkampf. 1981.
- als Hrsg.: Ferdinand Gregorovius, Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. 3 Bände. 1953–1957 (mit ausführlichem Nachwort); 3. Auflage 1978 (auch in italienischer Sprache erschienen).
- als Hrsg.: Ferdinand Gregorovius, Historische Skizzen aus Korsika. Ausgewählt und eingeleitet von Waldemar Kampf. 1954.