Waldhermes
Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Waldhermes ist ein Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach.[2] Waldhermes liegt in der Gemarkung Grünlas.[3]
Waldhermes Markt Grafengehaig | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 12′ N, 11° 38′ O |
| Höhe: | 576 m ü. NHN |
| Einwohner: | 10 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95356 |
| Vorwahl: | 09255 |
Geografie
Der Weiler liegt im Tal des Kleinen Rehbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Grünlas (0,7 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße KU 13 (0,9 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1340 als „Waldhermanns das Dorf“ erstmals urkundlich erwähnt, als das Spital Kupferberg im Ort grundherrliche Ansprüche erhielt. Im 16. Jahrhundert ist auch die Rede von guttenbergischen Gütern in „Walthermans“, deren Zehnt dem Hochstift Bamberg zustand. 1609 bestand der Ort aus einer Mühle und einem Gut, die zu diesem Zeitpunkt Wolf von Guttenberg gehörten.[5] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Waldhermes aus vier Anwesen (1 Halbhof, 1 Mühle, 1 Drahthammer, 1 Tropfhaus). Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Das Burggericht Guttenberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.[6]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Waldhermes dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Eppenreuth und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Grünlas zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Waldhermes am 1. Januar 1972 nach Grafengehaig eingegliedert.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 5: Wohnhaus, sogenanntes Schulmeisterhäuslein
Einwohnerentwicklung
Religion
Waldhermes ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist bis heute nach Zum Heiligen Geist (Grafengehaig) gepfarrt.[6][17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Waldhermes. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 85 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 742 f.
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Stadtsteinach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 20). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453135242, S. 115.
Weblinks
- Waldhermes in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. Januar 2025.
- Waldhermes in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. Januar 2025.
- Waldhermes im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. Januar 2025.