Walter Beil

deutscher Kapellmeister From Wikipedia, the free encyclopedia

Walter Friedrich Beil (* 4. Dezember 1894 in Dresden[1]; † 11. Dezember 1948 ebenda[2]) war ein deutscher Kapellmeister.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Schuhmachermeisters Franz Alfred Beil und dessen Ehefrau Amalie Theresie Beil geborene Lehmann. Nach dem Schulbesuch schlug er eine künstlerische und eine militärische Laufbahn ein. Vor dem Ersten Weltkrieg war er Dirigent der Hauskapelle im Tanzpalast „Blumensäle“ in Dresden[3] und nach dem Krieg Sergeant beim Reichswehr-Pionier-Bataillon Nr. 12 in Dresden. Nach Fortsetzung seiner künstlerischen Ausbildung wurde er Kapellmeister in seiner Heimatstadt Dresden. Nachdem Beil zunächst Leiter der Standartenkapelle 5 der NSDAP mit Spielmannszug war, wurde er Dirigent der 1929 gegründeten SA-Kapelle und Führer des Musikzuges der Standarte 100, mit denen er durch ausgezeichnete Streich- und Blasmusik in Sachsen bekannt wurde. Daneben war er auch als privater Musikerzieher für die Instrumente Klavier, Trompete und Violine tätig und trat als Solist an der Violine und Trompete „mit vorzüglichen Darbietungen“ auf.[4]

Beim Reichssender Leipzig hatte er mehrere Auftritte.[5] Zum umfangreichen Repertoire der Hörfunkaufnahmen gehörten Sachsenmarsch der NSDAP, Sturmmarsch, Grenzvolk hält Wacht, Marsch über das neue Sachsenlied und Wenn die Fahnen und Standarten.[6]

1920 heiratete er in Dresden Helene Martha geborene Hahnewald. Zum 1. November 1929 war er der NSDAP beigetreten (Mitglieds-Nr. 170.142). Daneben wurde er auch Mitglied der SA und stieg mindestens bis zum Obersturmbannführer auf.

1948 starb er in Dresden an Lungen-TBC und Rippenfellentzündung im Alter von 54 Jahren. Seine Urne wurde auf dem St.-Pauli-Friedhof beigesetzt.[7]

Literatur

  • Ehrenabend für die Kapelle Beil. In: Dresdner Neueste Nachrichten vom 15. November 1934, S. 4.
  • Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. PDF auf CD-ROM. Kiel 2004, S. 396. (2. Edition, Kiel 2009; archive.org).
  • Archiv-Inventar Deutsche Musik 1933–1945. (Auskopplung aus dem Handbuch). PDF auf CD-ROM, Kiel 2004. (2. Edition, Kiel 2009).

Einzelnachweise

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