Warthebruch
Landschaft in Polen, Sumpf- und Moorlandschaft in der ehemals brandenburgischen Neumark
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Das Warthebruch (polnisch Błota nadwarciańskie) ist eine von der Warthe durchflossene Bruchlandschaft in der ehemals brandenburgischen Neumark, die heute in der polnischen Woiwodschaft Lebus liegt.

Geschichte

Preußens König Friedrich II. beauftragte Franz Balthasar Schönberg von Brenkenhoff mit der Trockenlegung und Urbarmachung der Region zwischen Küstrin und Landsberg an der Warthe. Die Trockenlegung fand 1763 bis 1767 analog zu der Trockenlegung des Netzebruches und ähnlich dem des Oderbruches statt. Hierdurch wurden dem preußischen Staat 95.201 Morgen urbares Land geschaffen.[1]
Nach der Urbarmachung neu gegründete Kolonistendörfer:
- Ceylon[2]
- Charleston
- Cocceji (um 1771, heute: Krzyszczyna)[3]
- Cocceji–Neuwalde (1774, heute: Krzyszczynka)[3]
- Coccejj–Neudorf (1774)[3]
- Gerlachsthal (um 1771)[3]
- Hampshire
- Hanmerecke[3]
- Jamaika
- Landsberger Holländer (heute: Chwałowice)[3]
- Lossow (1774)[3]
- Maryland
- Neu Amerika
- Philadelphia
- Raumerswalde (um 1771, heute: Roszkowice)[3]
- Schützensorge[2]
- Sumatra
Deichhauptmann
- 1774: Spaldung
- 1810: Carl August Senff[4]
- 1858: Emanuel Schmolling
Siehe auch
- Ernst Henseler, Maler des Warthebruchs
- Nationalpark Warthemündung
Literatur
- Erich Neuhaus: Die Fridericianische Kolonisation im Warthe- und Netzebruch, Landsberg an der Warthe, 1906.
- Otto Kaplick: Das Warthebruch, eine deutsche Kulturlandschaft im Osten, Holzner-Verlag, Würzburg, 1956.
- Zbigniew Czarnuch, Eckart Böhringer, Piotr Chara: Das Warthebruch – die Geschichte der Bändigung eines Flusses. Deutsch-Polnischer Verein Educatio Pro Europa Viadrina 2015.
- Ältere Literatur
- Friedrich Heinrich Stubenrauch: Nachricht von der Verwaltung und Urbarmachung der Warthebrücher, Verlag C. Spener, Berlin 1787 (Digitalisat).