Wechseldusche

Abwechselndes Duschen mit warmem und kaltem Wasser From Wikipedia, the free encyclopedia

Unter einer Wechseldusche versteht man das mehrfach abwechselnde Duschen mit warmem und kaltem Wasser, eine Art vereinfachte Hydrotherapie nach Kneipp.

Wirkung

Wechselduschen werden häufig eine belebende Wirkung nachgesagt. Nachweisbar ist, dass Gefäße trainiert werden, sich schnell zu erweitern und wieder zusammenzuziehen,[1] wodurch man gerade im Winter nicht so schnell friert (Abhärtung).[2][3] Weitere Aussagen sind, dass die Durchblutung der Haut gesteigert und sie straffer werde. Niedriger Blutdruck werde erhöht.[4][5][6] Das Immunsystem werde ähnlich wie bei der Sauna gestärkt. Wechselduschen sollen daher Erkältungskrankheiten vorbeugen.[7]

Eine Studie mit 20 älteren Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis COPD kam zu dem Ergebnis, dass bei dieser Erkrankung tatsächlich ein gewisser Abhärtungseffekt in der Gestalt einer erhöhten Anzahl von Lymphozyten im Blut eintritt.[8] Zudem gibt es Hinweise, dass Wechselduschen dem Erholungsprozess von Sportlern nach dem Training dienlich sind.[9] Wechselduschen werden dennoch in der Medizin kaum noch therapeutisch angewendet und sind heute eher dem Wellness-Bereich zuzuordnen. Gelegentlich finden sie gegen Hypotonie[10] oder in der Altenpflege Anwendung.[11] Einzelne sportmedizinische Studien sprechen für eine positive Wirkung der Wechselduschen auf die Erholung von Laufsportlern,[12] Radsportlern[13] oder Fußballspielern[14] sowie gegen Muskelkater.[15]

Geschichte

Wechselbäder wurden im Römischen Reich (in Thermen), sowie in China und Japan praktiziert.[16] Mit Pfarrer Sebastian Kneipp aus Bad Wörishofen erlebte es im 19. Jahrhundert eine Renaissance.[17]

Siehe auch

Einzelnachweise

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