Weichenwasserlos

Stadtteil von Scheßlitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Weichenwasserlos ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.[2] Die Gemarkung Weichenwasserlos hat eine Fläche von 5,423 km². Sie ist in 715 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7585,13 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Roßdach.[4]

Schnelle Fakten Stadt Scheßlitz ...
Weichenwasserlos
Koordinaten: 50° 1′ N, 11° 5′ O
Höhe: 359 m ü. NHN
Einwohner: 73 (30. März 2022)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
Dorfkern
Dorfkern
Schließen

Name

Eine Deutung des ungewöhnlichen Namens bezieht sich auf den geologischen Standort (zur weichen Wasserlöse), eine andere auf den althochdeutschen Begriff losi, losa, der eine auf Nutzung gründende Abgabe oder Steuer bezeichnet.

Geschichte

Pfarrkirche St. Martin
Altar in St. Martin

In den Jahren 802 bis 804 wurden die Güter von „Wazerlosung“ erstmals dem Kloster Fulda übergeben. Weichenwasserlos wird als Urpfarrei im Bamberger Land angesehen. Im Jahr 1180 ist ein eigener Pfarrer urkundlich belegt. Die heutige Pfarrkirche wurde um das Jahr 1400 erbaut und zuletzt 1702/03 erweitert und umgebaut.

Weichenwasserlos war eine eigenständige Gemeinde, zu der außerdem das Dorf Roßdach gehörte.[5] Am 1. Mai 1978 wurde diese Gemeinde in die Stadt Scheßlitz eingegliedert.[6]

Pfarrkirche St. Martin

Die auf einer Erhöhung am Rand der Straße zwischen Stübig und Weichenwasserlos errichtete Kirche[7] gilt als Urpfarrei und bestand schon um das Jahr 800. Die heutige Pfarrkirche entstand in drei Bauperioden zwischen den Jahren 1400 und 1702/1703. Zuletzt wurden durch den Bamberger Baumeister Bonaventura Rauscher Schiff und Chor erhöht und der Turm neu gebaut. Die Deckengemälde stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Ausstattung geht auf das Jahr 1721 zurück. Der Hochaltar ist ein gemeinsames Werk von Schreiner Martin Walter und Bildhauer Leonhard Gollwitzer aus Bamberg, der auch die übrigen Plastiken schuf. Der klassizistische Tabernakel stammt von Georg Hoffmann, das Ölbergrelief aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts von Wilhelm Wurzer.

Vereine

  • Soldaten- und Kameradschaftsverein Weichenwasserlos e. V.
Commons: Weichenwasserlos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI