Weiler am See
Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen
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Weiler am See ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Weiler am See liegt in der Gemarkung Banzenweiler.[3]
Weiler am See Stadt Feuchtwangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 11′ N, 10° 19′ O |
| Höhe: | 453 m ü. NHN |
| Einwohner: | 14 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91555 |
| Vorwahl: | 09852 |
Geografie
Der Weiler liegt am Ransbach, einem rechten Zufluss der Sulzach, in einer flachhügeligen Ebene, die aus Grünland und Ackerflächen besteht. 0,75 km südwestlich liegt das Waldgebiet Rothbergholz auf einer Erhebung der Sulzachrandhöhen, einem Abschnitt der Frankenhöhe. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterransbach (0,9 km westlich) bzw. die Bundesstraße 25 kreuzend am Krebshof und der Unterrothmühle vorbei zur Staatsstraße 1066 bei Feuchtwangen (1,1 km südöstlich).[4]
Geschichte
Am 19. Mai 1293 hatte das Feuchtwanger Stift seine Weinberge bei Ahausen am Main für 20 Pfund Heller an das Kloster Seligenporten verkauft. Vom Erlös wurde auf dem Gelände von Weiler (fundus Wiler civitati Fuhtwang adjacens) ein Weiher angelegt, der am 15. Oktober 1376 mit den drei dortigen Gütern an den Nürnberger Burggrafen Friedrich V. für 1150 Pfund Heller verkauft wurde. Im Jahre 1700 gab es dort drei Halbhöfe. Um 1720 ging der Weiher ein.[5]
Weiler am See lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus 3 Anwesen mit 4 Mannschaften (1 Halbhof mit doppelter Mannschaft, 2 Halbhöfe). Die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen.[6] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 5 Untertansfamilien.[7][8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Weiler am See dem Steuerdistrikt Breitenau und der Ruralgemeinde Banzenweiler zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Weiler am See am 1. Juli 1971 nach Feuchtwangen eingemeindet.[9]
Baudenkmal
- Steinkreuz, mittelalterlich; ca. 200 m östlich der Ortschaft, westlich an der Bundesstraße 25[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Weiler am See. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 128 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Weyler am See. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 385 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 138.
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 377 (Digitalisat).
Weblinks
- Weiler am See. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 1. August 2023.
- Weiler a.See in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Weiler a.See in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Weiler a.See im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 23. November 2021.