Weißenhaid

Dorf in Oberfranken, Gemeindeteil von Bad Weißenstadt From Wikipedia, the free encyclopedia

Weißenhaid ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Weißenhaid liegt in der Gemarkung Voitsumra.[3]

Schnelle Fakten Stadt Bad Weißenstadt ...
Weißenhaid
Koordinaten: 50° 5′ N, 11° 51′ O
Höhe: 636 m ü. NHN
Einwohner: 96 (31. Dez. 2020)[1]
Postleitzahl: 95163
Vorwahl: 09253
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Geographie

Das Dorf bildet mit Zechenhaus und Schönlind im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt nördlich des Weißenstadter Forst-Süd am Fuße des Schneeberges (1051 m ü. NHN). Durch den Ort fließt der Zinnbach. Die Kreisstraße WUN 1/BT 13 zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 303 bei der Höhenklinik Bischofsgrün (4 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2180 bei Bad Weißenstadt (2,2 km nordwestlich). Die Kreisstraße WUN 2 nach Voitsumra zur St 2180 (1,5 km nördlich). Ein Anliegerweg führt zur Weißenhaider Mühle (0,4 km südwestlich). Unmittelbar südlich von Weißenhaid liegt das ehemalige Zinnerzbergwerk, das als Geotop ausgezeichnet ist.[4]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1317 als „Wizzenheyde“ erstmals urkundlich erwähnt: Berthold von Henneberg gaben u. a. diesen Ort als Reichsafterlehen an die Herren von Hirschberg weiter. 1408 war „Wizzenhaide“ in den Händen der Burggrafschaft Nürnberg. In deren Rechtsnachfolge gelangte es an Brandenburg-Kulmbach. Es lag im Fraischbezirk des Sechsamtes Weißenstadt. 1499 bestand Weißenhaid aus zwei Höfen und zwei Halbhöfen. Außerdem gab es ein sehr ertragreiches Zinnbergwerk und zwei Hammerwerke. 1676 bestand der Ort aus sechs Halbhöfen und einem Hirtenhaus.[5]

Von 1797 bis 1810 unterstand Weißenhaid dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Voitsumra[7] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Voitsumra zugeordnet. 1836 brannte bei einem Großband das halbe Dorf ab.[5] Am 1. Januar 1978 wurde Weißenhaid im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weißenstadt eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002020
Einwohner  *1231941691561421561449811210896
Häuser[9] 272627282831
Quelle [7][10][11][12][13][14][15][16][17][18][1]
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* 
inklusive Zechenhaus

Religion

Weißenhaid ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Bad Weißenstadt) gepfarrt.[16]

Literatur

Fußnoten

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