Wellerthal

Ortsteil der Stadt Selb im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge From Wikipedia, the free encyclopedia

Wellerthal ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Wellerthal liegt in der Gemarkung Silberbach.[3]

Schnelle Fakten Große Kreisstadt Selb ...
Wellerthal
Große Kreisstadt Selb
Koordinaten: 50° 8′ N, 12° 9′ O
Höhe: 480 m ü. NHN
Einwohner: 3 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95100
Vorwahl: 09235
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Geographie

Die Einöde liegt an der Eger und ist allseits von Wald umgeben; im Norden ist es die Selber Forst und im Süden die Kaiserhammer Forst-Ost. Das gesamte Gebiet des dortigen Egertales steht unter Naturschutz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Blumenthal (0,7 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2178 (1,3 km nördlich).[4]

Geschichte

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kaufte der sächsische Handelsmann Johann Christoph Weller die beutnerschen Hütten- und Hammerwerke in Arzberg und verlegte sie wegen der besseren Lage im Jahr 1689 ins Egertal. Er betrieb einen Hochofen, zwei Blechhammer und ein Zinnhaus.[5] Es kamen ein Herrenhaus und Wohnhäuser für die Arbeiter hinzu, außerdem eine Mühle, eine Schneidsäge, ein Brauhaus und ein Gasthaus.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Wellerthal dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Wellerthal dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein[8] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Silberbach zugewiesen. Nach mehrfachen Besitzerwechsel verfiel das Hammerwerk; 1853 kaufte es der Staat auf und ließ das Gebiet aufforsten.[6]

Am 1. Januar 1978 wurde Wellerthal im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.[9]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 40527172717151063
Häuser[10] 233231
Quelle [8][11][12][13][14][15][16][17][18][1]
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Religion

Wellerthal ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.[17]

Literatur

  • Dieter Arzberger: Wellerthal : Glanz und Verfall eines ungewöhnlichen Hammerwerkes (= Selber Hefte. Band 11). 2., erweiterte Auflage. Selb 2005, ISBN 978-3-927313-47-7.
  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 762 f.

Fußnoten

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