Welse (Delme)

Nebenfluss der Delme in Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Welse ist ein linksseitiger Nebenfluss der Delme südwestlich von Bremen. Sie fließt im niedersächsischen Landkreis Oldenburg.

Schnelle Fakten
Welse
Mündung der Immer Bäke (von rechts) in die Welse (von links kommend)

Mündung der Immer Bäke (von rechts) in die Welse (von links kommend)

Daten
Lage Gemeinde Ganderkesee, Landkreis Oldenburg, Niedersachsen
Flusssystem Weser
Abfluss über Delme Ochtum Weser Nordsee
Quellhöhe 30 m
Mündung bei Donneresch in die Delme
53° 4′ 3″ N,  38′ 48″ O
Mündungshöhe 5,5 m
Höhenunterschied 24,5 m
Sohlgefälle 1,5 
Länge 16 km
Rechte Nebenflüsse Immer Bäke, Dummbäke
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Verlauf

Die Quelle des etwa 16 km langen Baches befindet sich bei der Welsburg nördlich des Stühe in der Gemeinde Dötlingen. Längere Zuflüsse unweit der Quelle sind Immer Bäke und Nutteler Nebenzug. Die Welse fließt dann in nördlicher Richtung östlich von Falkenburg und westlich und nördlich von Ganderkesee. Sie unterquert die A 28 und durchquert Delmenhorst von West nach Ost. Bei Donneresch mündet sie linksseitig in die Delme.

Die Welse bei der Elmeloher Wassermühle (rechts der Mühlenumfluter)

Bereits in den 90er Jahren entstand bei der Elmeloher Wassermühle eine Fischtreppe, um Lachsen und Meerforellen eine Aufstiegshilfe des Sohlensprungs (Höhenunterschied des Grundes) von rund 2 Meter zu bieten. 2011 wurde der Mühlenumfluter neu gestaltet. Auf einer Länge von 65 Metern befinden sich jetzt kaskadenartig angeordnete Becken, die von den Fischen leichter überwunden werden können.

Namensgeber

Die Welse ist Namensgeber für die in der Nähe der Quelle gelegene Welsburg, eine spätmittelalterliche, ehemalige oldenburgische Niederungsburg. Sie hat zwischen 1350 und 1480 bestanden und wurde etwa im Jahr 1480 zerstört.[1][2][3]

Blick auf die Reste der Welsburg

Die Welse-Delme-Weser e. V. Kanu-Abteilung ist ebenfalls nach ihr benannt.[4]

Literatur

  • Hans-Wilhelm Heine: Die Welsburg bei Dötlingen, Ldkr. Oldenburg In: Mamoun Fansa, Frank Both, Henning Haßmann (Herausgeber): Archäologie|Land|Niedersachsen. 400.000 Jahre Geschichte. Landesmuseum für Natur und Mensch, Oldenburg 2004. Seite 577–578.

Einzelnachweise

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