Werner Drake
deutscher Aufnahmeleiter und Filmproduktionsleiter
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Werner Heinrich Drake (* 16. Juli 1912 in Berlin-Lichterfelde; † 6. Dezember 1979 in München) war ein deutscher Aufnahmeleiter und Filmproduktionsleiter.
Leben und Wirken
Der Sohn des Lademeisters Heinrich Drake und dessen Frau Bertha, geb. Binschus,[1] besuchte eine Oberrealschule bis zur Primareife und machte anschließend eine Ausbildung zum Kaufmann. In den frühen 1930er Jahren kam Werner Drake, der bereits seit Februar 1932 NSDAP- und SA-Mitglied war, zunächst als Regieassistent zum Film und arbeitete sich alsbald zum Aufnahmeleiter hoch.[2] In dieser Funktion betreute er von 1936 bis 1967 eine Fülle von Unterhaltungsfilmen, darunter populäre Produktionen wie Das Veilchen vom Potsdamer Platz, Madame Bovary, Tango Notturno, Die fromme Lüge, Aufruhr in Damaskus, Zentrale Rio, Auf Wiedersehn, Franziska und zuletzt die Schauergeschichte Die Schlangengrube und das Pendel. Nach 1945 war er als Produktionsleiter an mehreren deutschen Filmklassikern beteiligt, darunter Berliner Ballade, Canaris und Bernhard Wickis Die Brücke. Gegen Ende seiner Karriere arbeitete er vor allem für das Serienfernsehen.
Werner Drake war von 1937 bis zu deren Tod 1959 mit Hildegard Borchardt[3] und von 1962 bis zu seinem Tod mit Emma Spengler verheiratet. Zuletzt im oberbayerischen Heldenstein ansässig, starb er 1979 in der Chirurgischen Klinik der Universität München.[4]
Filmografie
als Produktionsleiter
- 1948: Berliner Ballade
- 1949: 0 Uhr 15 Zimmer 9
- 1949: Martina
- 1950: Herrliche Zeiten
- 1951: K – Das Haus des Schweigens
- 1952: Postlagernd Turteltaube
- 1953: Fanfaren der Ehe
- 1954: Canaris
- 1959: Die Brücke
- 1962: Das schwarz-weiß-rote Himmelbett
- 1966: Kommissar Freytag (Fernsehserie)
- 1967: Die fünfte Kolonne (Fernsehserie)