Wiesbachtalbahn
Nebenbahn der hessischen Ludwigsbahn
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Die Wiesbachtalbahn von Armsheim über Bornheim und Flonheim nach Wendelsheim war eine Nebenbahn der Hessischen Ludwigsbahn. Ihre Bezeichnung leitet sich vom Wiesbach ab.
| Wiesbachtalbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 3562 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | 273d (Armsheim – Wendelsheim 1946) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 9,3 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte
Die Strecke diente hauptsächlich dazu, aus den dortigen Sandsteinbrüchen den Flonheimer Sandstein für die eigenen Eisenbahnbauwerke wie die Kaiserbrücke oder den Mainzer Hauptbahnhof abzutransportieren. Mit dem Kreuzungsbahnhof der beiden Strecken Bingen–Alzey–Worms und Mainz–Alzey in Armsheim konnten die wichtigsten Städte in Rheinhessen erschlossen werden. Die Strecke wurde am 31. Dezember 1871 eröffnet, konnte jedoch erst am 1. Juli 1895 komplett bis Wendelsheim befahren werden.
Um der Strecke eine etwas größere Bedeutung zu geben, war beabsichtigt, sie über Siefersheim nach Wöllstein an die Bahnstrecke Sprendlingen–Fürfeld anzuschließen. Dies erfolgte letztendlich aber nicht.
Am 10. Februar 1914 wurden „mit Eintritt der Dunkelheit“ auf der Strecke neue „Doppellichtvorsignale“ in Betrieb genommen, die dem heute noch gebräuchlichen Modell des Formsignals entsprachen.[1]
Zum 15. Februar 1953[2], und erneut 1967[3] wurde der Bahnhof Flonheim zu einer Haltestelle herabgestuft, 1956 der Vereinfachte Nebenbahndienst eingeführt. Zugleitbahnhof war der Bahnhof Armsheim.[4]
Einstellung
Der Personenverkehr wurde am 25. September 1966 eingestellt und zugleich der Haltepunkt Uffhofen aufgegeben.[5] Der Güterverkehr endete zum 1. Januar 1995. Im Endbahnhof Wendelsheim gab es eine Laderampe für militärische Zwecke, die auch gelegentlich von den Bundeswehr- und US-Stützpunkten im Raum Mörsfeld/Kriegsfeld/Gerbach genutzt wurde. Die Strecke war zwar strategisch nicht bedeutend, dennoch trug die militärische Nutzung zum Erhalt der Trasse bei, da auch immer wieder NATO-Mittel in die Modernisierung des Oberbaus flossen.
Die Anbindung an die Rheinhessenbahn (bei km 1,1) wurde getrennt. Die Gleise im Bereich des Bahnübergangs L 408 (bei km 2,85) wurden entfernt. Ab dem Bahnübergang der L 407 (bei Geistermühle / Haltepunkt Uffhofen) wurden die Gleise bis zum Streckenende entfernt, hier entstand ein Radweg. Innerhalb von Wendelsheim wurden Teile der Trasse überbaut. Die ehemalige Trasse im Bereich der Gemeinde Bornheim wird am 11. Dezember 2025 versteigert. Die Trasse im Bereich der Gemeinde Flonheim wurde bereits verkauft.[6]
Siehe auch
Weblinks
- Informationen zur Wiesbachtalbahn und weiteren Bahnen in Rheinhessen
- Fotos von Infrastruktur und Betrieb ( vom 2. September 2017 im Internet Archive)