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Wellenwiderstand vs. Wellenimpedanz

Ich plädiere dafür, den Artikel Wellenwiderstand nach Wellenimpedanz zu verschieben; analoge Aktion für Wellenwiderstand des Vakuums. Gründe:

  • Beide Begriffe sind im Gebrauch, aber "Impedanz" ist präziser. "Widerstand" lässt Nicht-Experten automatisch an Ohmschen Widerstand denken.
  • IEC und IEV empfehlen (oder erlauben) ausschließlich Begriff "Impedanz" (auch im Englischen und weiteren Sprachen) - siehe

Gruß von der Wassermaus (Diskussion) 17:44, 27. Jan. 2025 (CET)

Und Wellenwiderstand dann als BKL, die nach Wellenimpedanz und Strömungswiderstand#Wellenwiderstand verweist?
Mit kommt vor, dass "Widerstand" merklich häufiger verwendet wird: mein Gerthsen von 2015 vewendet nur Wellenwiderstand nicht Wellenimpedanz. Scholar findet "Wellenwiderstand" (selbst ohne Schiff, Schall und Arterie) fünfmal häufiger als "Wellenimpedanz"; bei der PTB wird auch nur 'Wellenwiderstand' verwendet (23:0). Aber ich wäre einverstanden mit der Verschiebung + BKL (und wenn man es hier macht, dann natürlich auch für's Vakuum). --Qcomp (Diskussion) 18:24, 27. Jan. 2025 (CET)
Ich habe mal Google ngram viewer bemüht. "Wellenimpedanz" ist dabei deutlich unterrepräsentiert. Allerdings überwiegt Impedanz auch noch ggü. Wellenwiderstand seit ca. 1955. Elektrische Impedanz enthält ebenfalls schon einen Hinweis auf die Benutzung für den Wellenwiderstand.
Generell ist Impedanz ein komplexwertiger Widerstand. Aus dem Bauch heraus bin ich mit nicht sicher, ob die Zusammenlegung unter Impedanz der Natur des Begriffs gerechter wird oder, Impedanz zu einer BKS zu machen und auf die beiden Anwendungsgebiete Wellenlehre (auch elektromagnetisch) und Wechselstromtechnik zu verweisen. Insgesamt scheint mir der Begriff eher polymorph. --AlturandD 18:59, 27. Jan. 2025 (CET)
Ich sehe da eine Hierarchie: i) Impedanz ist eine Teilmenge von Widerstand (Spezialfall komplexer Widerstand) ii) Wellenimpedanz ist eine Teilmenge von Impedanz (Spezialfall Welle). Eine BKS ist aber nur angebracht, wenn ein Wort gleichrangig für zwei unterschiedliche Dinge verwendet wird. Daher halte ich eine BKS für "Impedanz" nicht angebracht, sehr wohl aber für "Wellenwiderstand" (gleichrangig für elektromagnetische Wellen und Wasser).
Noch eine Anmerkung: Im Artikel "Wellenwiderstand" steht als erster Satz: "Der Wellenwiderstand, auch die Wellenimpedanz oder die Impedanz, ist..." Das ist irreführend; "Impedanz" ist bestenfalls eine Abkürzung von Wellenimpedanz aber keine Synonym.
Fazit: ich schließe mich dem Vorschlag von Qcomp (und damit auch von Wassermaus an): zwei Artikel verschieben nach "Wellenimpedanz" bzw."Wellenimpedanz des Vakuums" und BKS "Wellenwiderstand" mit Verweis auf "Wellenimpedanz", "Wellenimpedanz des Vakuums" und "Strömungswiderstand#Wellenwiderstand". -- Reilinger (Diskussion) 20:04, 27. Jan. 2025 (CET)
Bislang sind wir dem Prinzip gefolgt, als Lemma die am weitesten verbreitete Bezeichnung zu verwenden, selbst wenn sie fachlich mehrdeutig ist. Bei der nur marginalen Nutzung von Wellenimpedanz halte ich nur wenig von diesem Vorschlag.
@Reilinger - an welcher Stelle siehst Du eine "Impedanz", die nichts mit Schwingungen zu tun hat, also keine wesentlichen Überschneidungen bis Kongruenz zu Wellenwiderstand hätte? Die Beschreibung unter Strömungswiderstand#Wellenwiderstand ist jedenfalls eher substanzlos und unbelegt. --AlturandD 20:26, 27. Jan. 2025 (CET)
Ich zitiere aus dem Artikel "Elektrische Impedanz" ("Impedanz" ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel). Da steht ganz vorne in der Einleitung.
BEGINN ZITAT: Die elektrische Impedanz ist eine physikalische Rechengröße zur Beschreibung
* des Verhaltens eines Bauelementes oder Gerätes (allgemein gesagt eines passiven linearen Zweipols) beim Anliegen eines elektrischen Wechselstroms (siehe auch komplexe Wechselstromrechnung),
* der elektromagnetischen Wellenausbreitung in einer Leitung oder einem Medium (siehe auch Wellenimpedanz). Bei der Wellenausbreitung ist kein konkretes Bauelement an diesem Widerstand beteiligt, weder ein Wirk- noch ein Blindwiderstand. ENDE ZITAT
Das sieht mir nach Teilmenge aus (Wellenimpedanz aka Wellenwiderstand als Teilmenge von Impedanz) -- Reilinger (Diskussion) 20:57, 27. Jan. 2025 (CET)
Ich kenne Impedanz als Synonym für Wellenwiderstand, Wellenimpedanz ist mir nicht geläufig. An Impedanz gibt es als akustische und elektrische. Die Impedanz ist immer eine komplexe Rechengröße für die lineare Näherung, und das Zitat finde ich dazu passend.
Ich wäre für die Beibehaltung von Wellenwiderstand, auch weil es dem Laien zugänglicher ist als das abstraktere (Wellen)Impedanz. Fachleute wissen sowieso, was Impedanz ist.
An Wellenwiderstand in der Strömungsphysik habe ich bei Prandtl "Strömungslehre" und bei Eckelmann "Einführung in die Strömungsmesstechnik" gefunden, dass der Widerstand durch die erzeugte (Oberflächen)Welle vom Schiff so genannt wird. --M.J. (Diskussion) 22:42, 27. Jan. 2025 (CET)
Danke @M.J. fürs raussuchen. Deckt sich eine der von Dir gefundenen Definitionen aus der Strömungslehre mit der im Artikel, der -lax formuliert - den Strömungswiderstand bei Überschallgeschwindigkeit als Wellenwiderstand bezeichnet? --AlturandD 16:09, 28. Jan. 2025 (CET)
Gestern hatte ich an der Stelle den Wellenwiderstand im Prandtl überlesen, jetzt habe ich ihn aber gefunden. Es geht um Strömungen mit oder nahe Überschallgeschwindigkeit. Allerdings ist der gemeinte Anteil nicht der Druckunterschied vorne und hinten – der tritt ja immer auf. Gemeint ist "daß zu dem bisherigen Widerstand [...] noch ein Wellenwiderstand hinzukommt, der der erzeugten Schallenergie entspricht." --M.J. (Diskussion) 19:41, 28. Jan. 2025 (CET)
Ich habe es in Strömungswiderstand#Wellenwiderstand angepasst. Es wäre schön, wenn jemand eine aktuelle Quelle hat. Nach Google Books steht ähnliches auch in der Auflage von 2017, allerdings ohne "Leseprobe". --M.J. (Diskussion) 20:37, 28. Jan. 2025 (CET)
Im allgemein sprachlichen Wörterbuch DWDS findet sich Wellenwiderstand nur in historischen Textkopora, während Wellenimpedanz nur in Gegenwartskorpora mit freiem Zugang gefunden wird. In dem "Brockhaus abc Physik" (von 1971) und im "Lexikon der Physik" (von 1998/2000) gibt es kein Stichwort "Wellenimpedanz" aber das Stichwort "Wellenwiderstand", wobei im Brockhaus zwei Bedeutungen angeführt werden: 1. die Impedanz bei Doppellleitungen und 2. ein Verweis auf Strömungswiderstand.
Ich plädiere wegen der beim DWDS gefundenen Entwicklung und wegen der doppelten Bedeutung von Wellenwiderstand für den Vorschlag von @Wassermaus. --ArchibaldWagner (Diskussion) 11:43, 15. Feb. 2025 (CET)
Und dann in Wellenwiderstand einen BKH mit Hinweis auf Wellenimpedanz? --AlturandD 13:01, 15. Feb. 2025 (CET)
Ich sehe hier eine BKS ausgeführt als BKL I wie oben von @Qcomp erwähnt. Ob hier die "Wellenimpedanz" eine viel stärker zu wichtende Hauptbedeutung ist, also evtl. eine BKL III angebracht wäre, glaube ich eher nicht. --ArchibaldWagner (Diskussion) 15:51, 15. Feb. 2025 (CET)

Köhler-Theorie

Das ist noch eine recht ruppige Übersetzung des englischen Artikels - mit unklarer Relevanz und Rezeption. Immerhin scheint die Originalarbeit rund 1300 mal zitiert worden zu sein - so etwa 13 mal im Jahr und google ngram viewer sieht seit 2010 steigende Erwähnungen. Sollte vielleicht auch zu Köhler-Gleichung verschoben werden. --AlturandD 16:46, 7. Feb. 2025 (CET)

Nachdem ich den Abschnitt zur Kurve sprachlich bearbeitet habe, brauche ich mal Hilfe bei einer Frage zur Verständlichkeit: In der Erläuterung der Köhler-Kurve wird das Gedankenexperiment beschrieben, dass ein Tröpfchen einer bestimmten Stoffmenge, Größe und Übersättigung unbegrenzt weiterwüchse, solange die Übersättigung (bzgl. des Wasser-Partialdrucks) fortbesteht (im Original: "aufrecht erhalten wird"). Da würde mich interessieren, wie diese Bedingung im Kontext des Gedankenexperiment praktisch zu bewerten ist, denn: mit zunehmender Tröpfchengröße verändert sich doch unvermeidlich der Partialdruck im Tröpfchen sowohl aufgrund der sich verändernden Krümmung (Kelvin-Effekt) als auch aufgrund der abnehmenden Konzentration des gelösten Stoffs (Raoultschen Gesetz).
Hier wäre vielleicht ein praktisch bedeutsamerer Vorgang zur Erläuterung der Kurve sinvoll, oder was denkt Ihr? --AlturandD 11:24, 8. Feb. 2025 (CET)

Zur Relevanz: Sämtliche Klima- und Wettermodelle verwenden Parametrisierungen basierend auf der Köhler Theorie zur Berechnung der Wolkenbildung.

Zum Abschnitt Köhlerkurve: Dieser Text kann durchaus noch verbessert werden. Hier ein Vorschlag zur besseren Erläuterung (gerne verbessern, kürzen, etc):
"Die obige/nebenstehende Abbildung zeigt Köhlerkurven für drei verschieden große Mengen von im Tropfen gelöstem Natriumchlorid. Die Kurve mit Dp=0,05 um kann dabei wie folgt gelesen werden. Ein NaCl Partikel gelangt in die Atmosphäre, zum Beispiel durch Meeresgischt. Im trockenen Zustand besitzt er das Volumen einer Kugel mit 50 nm Durchmesser. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel durch Ansteigen das Luftpaketes, nimmt der Partikel Wasser auf. Bei RH=100% erreicht er dadurch einen Durchmesser von ca. 300 nm im Gleichgewicht. Bei einer Übersättigung von 0,3 % (RH = 100,3 %) errecht die Köhlerkurve ihr Maximum. Sie wird als kritische Übersättigung (Scrit) bezeichnet und der Partikel erreicht hier seinen kritischen Durchmesser (Dcrit). Wächst der Tropfen weiter, so sinkt sein Dampfdruck wieder als Resultat des Zusammenspiels von Raoult und Kelvin Effekt (Köhlerkurve sinkt). Ab dieser Grösse ist somit die kritische Übersättigung stets höher als der Dampfdruck sodass weiter Wasser kondensiert, solange die Übersättigung fortbesteht. Der Partikel wächst zu einem Wolkentropfen an, er wird „aktiviert“. In der Praxis kann die Übersättigung nicht endlos fortbestehen, da nicht endlos Wasserdampf zum wachsen lassen der aktivierten Partikel zur Verfügung steht, sodass auch die Tropfen nicht endlos weiterwachsen. Dadurch erreichen Wolkentropfen eine typische Größe von 10 - 20 Mikrometern und die Feuchtigkeit nähert sich 100 % an. Hauptziel der Köhlerkurve ist es, die kritische Übersättigung zu bestimmen. Die kritische Übersättigung ist ein wichtiger Kennwert, um zu beschreiben, wie gut sich ein Partikel als Wolkenkondensationskeim eignet." Gruß Sabina Mayer 11:43, 14. Feb. 2025 (CET)

Feuerwand-Paradoxon

Übersetzung von en:Firewall (physics). Die Einleitung geht mir zu sehr in medias res (vgl. WP:Allgemeinverständlichkeit) – beim englischen Artikel habe ich diesen Eindruck nicht so stark, weil dort en:Black hole complementarity und en:Fuzzball (string theory) verlinkt sind – Artikel, die bei uns fehlen. „Komplementarität“ (schwarzer Löcher) habe ich vorläufig auf Komplementaritätsprinzip verlinkt, könnte mir aber auch den philosophischen Artikel Komplementarität als Linkziel vorstellen (solange wir kein Pendant zu en:Black hole complementarity haben), und das Wort Firewall habe ich (in der Einleitung) wegen des Lemmas fast durchgängig in Feuerwand umgewandelt. Was daran ein Paradoxon sein soll, müsste in der Einleitung auch (ansatzweise) erklärt werden, bevor man „Lösung des Paradoxons“ schreibt. --Olaf Studt (Diskussion) 19:51, 7. Feb. 2025 (CET)

Leider ist die Übersetzung dieses Artikels ziemlich wörtlich geraten. Satzbau und Wendungen erinnern doch sehr stark an den Stil englischsprachiger Populärwissenschaft. Das ist kein Grund den Artikel zu löschen. Aber mich zumindest irritieren Formulierungen wie "Einige Wissenschaftler haben jedoch Verwirrung darüber geäußert (...)"
Teilweise leidet das Verständnis unter der Wörtlichkeit der Übersetzung. Beispiel: "Für ein altes Schwarzes Loch, das den halben Punkt der Verdampfung überschritten hat, (...)" Was hier mit dem halben Punkt der Verdampfung gemeint ist, kann ich nur deshalb erraten, weil mir das ganze Thema halbwegs vertraut bin. Das englische Original formuliert erheblich verständlicher: "For an old black hole that has crossed the half-way point of evaporation (...)". Die Überschrift "Das Motivationsparadox" sagt nicht nicht wirklich das, was im Original mit "The Motivating Paradox" gemeint hat. Der letzte Abschnitt "Merkmale und Feststellung" besteht praktisch durchgehend aus solchen, aus wörtlicher Übersetzung resultierenden Stilblüten. Es fängt schon mit der Überschrift an. Was ist in diesem Zusammenhang eine "Feststellung"? Im Original lese ich "Characteristics and detection" - Aha, es geht also um "Merkmale und Beobachtung" der Feuerwand. Im weiteren Text wird ein Aspekt als "theoretisch unklar" charakterisiert. Mir ist praktisch unklar, wie etwas theoretisch unklar sein kann. Ich rate, dass das Attribut "unbekannt" gemeint ist. Kann es sein, dass hier eine automatisierte Übersetzung vorliegt?
Im Grunde müsste der Artikel komplett Satz für Satz auf die Stilwaage gelegt und größtenteils umformuliert werden. ---<)kmk(>- (Diskussion) 20:06, 7. Feb. 2025 (CET)

@Kardamomkern: Der Artikel wurde zuerst wegen dr vielen Einzelnachweis-Fehler mit einem Qualitätssicherungs-Baustein versehen. Ich habe schon hier und da dran rumgewerkelt, das genügt vielleicht als Beispiel, um weiterzumachen. --Olaf Studt (Diskussion) 20:42, 7. Feb. 2025 (CET)

Erste Quantisierung

Unvollständig und ohne Belege. --128.176.164.125 16:00, 22. Apr. 2025 (CEST)

Da wäre ich eher für Löschen, als einen zu Quantisierung (Physik) komplett redundanten Teilartikel beizubehalten. --Bleckneuhaus (Diskussion) 17:31, 22. Apr. 2025 (CEST)
Die Darstellung ähnelt stark dem zweiten Kapitel ("Freie Schrödingergleichung") des Lehrbuchs von Torsten Fließbach (Quantenmechanik. 6. Auflage). Insgesamt fällt auf, dass Quantisierung (Physik), Erste Quantisierung und Zweite Quantisierung nicht gut aufeinander abgestimmt sind.--Kallichore (Diskussion) 18:12, 22. Apr. 2025 (CEST)
Ich habe den Inhalt des Artikels erste Quantisierung in den Artikel Quantisierung (Physik) übertragen und den Artikel "erste Quantisierung" in einen redirect geändert. --B wik (Diskussion) 09:37, 20. Aug. 2025 (CEST)

Wissensvermittlung am Beispiel der Diffusion

Espresso robusta hatte den Artikel kürzlich hervorragend überarbeitet und ausgebaut. Dabei war die fachsprachliche Einführung in der Einleitung nach und nach recht umfangreich geraten. Ich hatte das Gefühl, dass dies Laien abschrecken könnte, sich überhaupt weiter darauf einzulassen.

Beim Versuch, die Einstiegshürde zu senken, fiel mir auf, wie umfangreich das Thema ist und welche grundlegende Rolle die Diffusion in vielen technischen Prozessen ebenso wie für das biologische Leben an sich spielt.

Insofern mag dieser Artikel vielleicht als Musterfall für Fragen nach dem didaktischen Aufbau von Artikel zu ähnlich grundlegenden und umfangreichen Thematiken dienen:

  1. Wie beschreibt man ein Phänomen mit solch vielen Facetten und Ausprägungen in der Einleitung ohne dabei unzulässig zu vereinfachen, zugleich aber auch nicht übermäßig auf andere wissenschaftliche Konzepte und Begriffe zurückzugreifen, die für den Laien möglicherweise ebensowenig verständlich sind, wie das Lemma an sich?
  2. Wie baut man den Artikel auf, um zugleich alle Spielarten der Diffusion abzudecken, den interessierten Leser aber auch nicht zu verlieren, indem man ihn mit der Masse an Informationen überfordert?

Da wir uns ja zugleich an ein Fachpublikum wie auch an jüngere Leser richten wollen, tut sich da bei wissenschaftliche Themen ein gewisses Dilemma auf. Im Grunde bräuchte es zwei grundlegend unterschiedlich geschrieben Artikel, um beides zu leisten. Dies wäre theoretisch denkbar, ist aber bislang völlig unüblich.

Eine denkbare Alternative wäre es, innerhalb des Artikels bestimmte Abschnitte laienfreundlich und andere Abschnitte fachsprachlich zu formulieren. Indem diese Differenzierung auch in den Artikelüberschriften vorgenommen wird, wäre es dem Leser möglich, sich auf die Lektüre derjenigen Abschnitte zu beschränken, die zu seiner Vorbildung passen.

Experimentieren könnte man mit der Gliederung des Artikels.

  • Die laienfreundlichen Abschnitte könnten an den Anfang der Artikels gestellt werden. Erfahrungsgemäß führen die in diesen Abschnitten notwendigen Vereinfachungen bei den Fachkollegen allerdings zu dem nachvollziehbaren Impuls, Richtigstellungen und Differenzierungen vorzunehmen, die den Artikel nach und nach wiederum schwer verdaulich für den Laien machen. Verhindern ließe sich dies z.B.:
    • indem die vereinfachenden Darstellungen explizit als solche gekennzeichnet werden (z.B. in Form eines entsprechenden "auskommentierten" Hinweises, der nur im Quelltext sichtbar ist).
    • indem die Aufteilung zwischen "Einführung für den Laien" und "Inhalte für Personen mit Vorbildung" in der Struktur des Artikels deutlich gemacht wird. Die Gliederung könnte im ersten Abschnitt nach der Einleitung beispielsweise so erläutert werden: "Die folgenden Abschnitte dienen zur Einführung in das Thema und enthalten einige Vereinfachungen als Zugeständnis an die Verständlichkeit der komplexen Materie. Wissenschaftlich-fachliche Inhalte finden sich weiter unten in den Abschnitten: . . . hierauf können Sprungziele zu den entsprechenden Abschnitten als Liste aufgeführt werden, ggfls. mit kurzen Erläuterungen . . .
  • Abschnitte "in einfacher Sprache" können sich mit "fachlichen" Abschnitten abwechseln. Die Abschnittsüberschriften müssten dann deutlich erkennen lassen, an welche Zielgruppe sich der entsprechende Abschnitt richtet. Dies ergibt eine 'kreativ aufgelockerte' Artikelstruktur, die aber auch verwirren kann. Den zukünftigen Bearbeitern des Artikels müsste die vorgesehene Aufteilung ebenfalls per Kommentar im Quelltext oder auf der Diskussionsseite erläutert werden, um nicht in nachfolgenden Bearbeitungen wieder durcheinandergeworfen zu werden. Eine solche Gliederung hatte ich Espresso robusta bereits einmal auf der Diskussionsseite vorgeschlagen.

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen und ob sich jemand findet, der den Artikel Diffusion einmal didaktisch aufarbeiten wollte. Meine fachliche Vorbildung reicht dafür leider nicht aus.

liebe Grüße, kai kemmann Verweis=Benutzer_Diskussion:KaiKemmannVerbessern statt löschen 16:38, 14. Mai 2025 (CEST)

Ich werf Dir mal ein paar unsortierte Punkte hin:
  • Bzgl. Facettenreichtum wuerde ich priorisieren und ggf. Dinge weglassen (oder auslagern). Klar ist das cool, dass biologische Systeme zum Naehrstofftransport auf kleinen Skalen Diffusion und erst auf groesseren Skalen gepumpte Blutkreislaeufe verwenden. Finde ich persoenlich interessanter als Ueberlegungen zum Tauwasserschutz von Gebaeuden. Aber zum Verstaendnis von Diffusion ist beides nicht notwendig.
  • Ich denke, dass man aus dem Problem "richtig vs. verstaendlich" viel Druck herausnehmen kann, wenn man nicht versucht sich dauernd zu rechtfertigen. Einfach schreiben "ist so" und dann ggf. spaeter in spezialisierten Abschnitten nochmal aufgreifen. Aktuelles Beispiel: In der Einleitung von Negative Temperatur wird behauptet, dass die waermer ist als positive Temperaturen. Die Erklaerung fuer diese ueberraschende Aussage kommt erst spaeter im Abschnitt "Thermodynamik". Und der setzt dann auch kompromisslos voraus, dass die Leser Thermodynamik kennen.
    • Anmerkung dazu: Ich habe testweise im Diffusionsartikel nach dem Wort "Entropie" gesucht und bin positiv ueberrascht, dass er nur 1x unter "Transportdiffusion" und dann erst relativ spaet im Abschnitt "Physikaliche Grundlagen" auftaucht (und die Verwendung unter Transportdiffusion ist ziemlich fragwuerdig). Ich finde das ein gutes Zeichen fuer die Artikelstruktur.
  • Gerade bei Physikthemen ist es der Normalfall, dass es leichter und schwerer zu verstehende Abschnitte gibt. Zum Teil wird das auch fuer die jeweiligen Leser individuell sein, was schwer und leicht verstaendlich ist. Ich bin bei Euch, dass die Ueberschriften der Abschnitte oder zumindest die ersten Worte schon klar machen sollten, welches Vorwissen ggf. vorausgesetzt wird. Wenn das dem Leser schnell klar wird, dann muss man das nicht extra fuer Autoren kommentieren. In der Softwareentwicklung sind solche Arten von Kommentaren ein Anti-Pattern, weil sie nicht mit dem tatsaechlichen Inhalt der Abschnitte aktualisiert werden und irgendwann nur noch gut gemeinter Unfug sind.
  • Von einer "kreativ aufgelockertern Struktur" mit abwechselnd leichteren und schweren Abschnitten als Ziel der Strukturierung halte ich gar nichts (hast Du auch so nicht vorgeschlagen). Ich denke Prio 1 ist, dass die Folge der Abschnitte insgesamt sinnvoll ist. Nachrangig finde ich dann eine Strukturierung mit allgemeinverstaendlichen Abschnitten eher vorne und spezialisierteren eher hinten sinnvoll. Beispiel: In Maxwell-Boltzmann-Verteilung stand ich vor der Frage, wo der Abschnitt "Herleitung" hinkommt. Mit dem ueblichen Schul- und Vorlesungsschaden, den man als Physiker mitbringt, ist der erste Reflex "direkt nach der Einleitung". Aber wenn der Abschnitt ganz am Schluss kommt, dann ist die Artikelstruktur immernoch sinnvoll (siehe mein 2. Punkt "ist so"). Darum ist die Herleitung, deren Verstaendnis ein Physikstudium voraussetzt, jetzt am Ende.
--Timo 00:18, 15. Mai 2025 (CEST)
Welchen Zusammenhang siehst Du denn zwischen der Erwähnung der Entropie und der Artikelstruktur?
Und warum hast Du die Entropie nun ganz herausgenommen? Es ist doch durchaus hilfreich, die Auswirkung eines Diffusionsvorgangs auf die Entropie zu thematisieren, denke ich.
nette Grüße, kai kemmann Verweis=Benutzer_Diskussion:KaiKemmannVerbessern statt löschen 01:12, 16. Mai 2025 (CEST)
Gemein habe ich, dass der Zusammenhang zur Entropie schoen in einem Abschnitt ("Wahrscheinlichkeit und Entropie") strukturiert ist, und nicht quer durch den Artikel irgendwelche Zufallsreferenzen verstreut sind. "Die Gesamtentropie nimmt dabei nicht ab" kann man trivialerweise hinter jeden makro-physikalischen Prozess schreiben, aehnlich wie "die Gesamtenergie bleibt erhalten" (da gibt es lustigerweise Ausnahmen). Das macht aber den Artikel Erdbeben nicht besser. Und den Abschnitt "Abgrenzung und Begriffe"/"Transportdiffusion" in meinen Augen auch nicht. --Timo 11:25, 17. Mai 2025 (CEST)

Autler-Townes-Effekt

Wer vor der Lektüre des Artikels nicht weiß, um was es geht, weiß es nach der Lektüre immer noch nicht. Hauptkritik ist, dass ich ja allergisch gegen Formelzeichen, die nicht eingeführt werden, bin. Hier haben wir gleich mehrere: . Okay, was sich hinter den letzten drei davon verbirgt, kann jeder Physiker erraten (Lachsmiley), und dass irgendein ungestörter Hamiltonoperator ist, verstehen wir auch. Und wir wissen auch, dass irgendein Mischungswinkel sein wird, der irgendwelche Zustände und mischt. Aber sonst? Um was für ein System handelt es sich hier, also wie ist der ungestörte Hamiltonian überhaupt definiert? Und die Zustände und sind nun was? Wenn ich raten müsste, die Energieeigenzustände von Atom und Photon? Und wenn ich weiter raten müsste, dann gilt , aus dem ich die Definition von heraus kriege, wenn ich korrekt erraten habe? --Blaues-Monsterle (Diskussion) 15:41, 13. Dez. 2025 (CET)

Deinem ersten Satz stimme ich restlos zu, die anschließenden einzelnen Kritikpunkte sind auch alle zutreffend. Ich finde sie allerdings nicht so aufregend schlimm, dass nicht kanonisches Einfügen der fehlenden Info den Anruf der Qualitätssicherung hätte ersetzen können. Ich fange mal an (ohne selbst darin Experte zu sein, übrigens, aber wenn was schiefgeht, sollen die nachlässigen Expertten das doch richtigstellen). --Bleckneuhaus (Diskussion) 17:34, 13. Dez. 2025 (CET)

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