Wikipedia:Review/Geschichte
From Wikipedia, the free encyclopedia
Auf dieser Seite sollen Artikel, die sich im weiten Sinne auf Geschichte beziehen, eingestellt werden. Bitte beachte auch die Hinweise auf Wikipedia:Review sowie den Kritik-Knigge.

Hilfsmittel: Richtlinien • Ratschläge zum Schreibstil • Empfehlungen zum Aussehen.
Artikel werden aus dem Review entfernt, wenn sie entweder für die lesenswerten oder exzellenten Artikel kandidieren, wenn offensichtlich nicht mehr an ihnen gearbeitet wird (ungefähre Richtlinie: 14 Tage seit dem letzten Diskussionsbeitrag) oder wenn der Einsteller/Autor dies wünscht. Die Reviews mittels Ausschneiden und Einfügen bitte auf den Diskussionsseiten der Artikel archivieren.
Kosmographie des Aethicus
Die sogenannte Kosmographie des Aethicus ist ein im 7. oder 8. Jahrhundert entstandenes mittellateinisches Werk, das vorgibt, auf einer antiken, griechischen Vorlage zu beruhen, welche von einem aus Istrien stammenden, heidnischen Philosophen skythischer Herkunft namens Aethicus verfasst worden sein soll. Der Text behauptet ferner, der Kirchenvater Hieronymus (348/349–420) habe diese Vorlage kommentiert, paraphrasiert und teilweise übersetzt sowie unter dem Titel Incipit liber Ethico translato philosophico, edito oraculo Hieronymo presbytero, dilatum ex Chosmografia, id est mundi scriptura veröffentlicht. --Ἥ 08:52, 5. Nov. 2025 (CET)
- Hallo, ich bin ein bisschen durch den Anfang des Artikels gegangen und habe Wikilinks gespendet und ein paar andere Kleinigkeiten bearbeitet.
- Eine Frage: Ist im „baierischen Istrien“ hier als Zitat gedacht? Istrien war zu diesem Zeitpunkt ja tatsächlich teilweise bairisch. --JPF just another user 18:56, 22. Dez. 2025 (CET)
- Ja, es handelt sich um eine Aussage bei Hillkowitz. Beide Regionen können nämlich, so Hillkowitz, als (H)istrien bezeichnet werden, womit eine Namensgleichheit gegeben wäre. --𓊝 02:10, 23. Dez. 2025 (CET)
Busboykott von Montgomery
Der Busboykott von Montgomery war eine Protestaktion der Bürgerrechtsbewegung in der US-amerikanischen Stadt Montgomery gegen die Rassentrennung auf Bussen. Er währte 381 Tage, vom 5. Dezember 1955 bis hin zum 20. Dezember 1956.
Ich habe diesen Artikel über eines der wichtigsten Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung in den letzten Monaten überarbeitet. Ziel ist eine KALP-Kandidatur. In Zukunft plane ich, mich etwas mehr mit der Bürgerrechtsbewegung auseinanderzusetzen. Es gibt auf der deutschsprachigen Wikipedia überraschend viele Rotlinks, selbst zu solchen Artikeln wie Letter from a Birmingham Jail oder Birmingham Campaign. Die US-amerikanische Nachkriegszeit ist eben eine unserer Schwachstellen. Die Rotlinks in diesem Artikel werde ich vermutlich in nächster Zeit abarbeiten.--IER (Diskussion) 09:05, 27. Jan. 2026 (CET)
- Hi, ist ein schöner Artikel geworden, finde ich, der schon auf seine Auszeichnung wartet. Schön, dass Du diese von Dir gefundene historische Lücke in der Wikipedia füllen möchtest! Ich kenne die Fachliteratur zu dem Thema nicht, weiß also nicht ob etwas wichtiges fehlt. Die Sprache gefällt mir gut, ebenso die Struktur/Überschriften. Ein paar Anmerkungen/Überlegungen habe ich noch dazu:
- • Für meinen Geschmack ist der Hintergrund etwas zu lang, besonders der 1. Absatz, er fast ausschließlich vom 19. Jahrhundert erzählt; aus meiner Sicht würde da einfach Thematisierung des US-Südens als segregationist und Jim-Crow-Laws reichen.
- • Bilder: Das Bild von Gandhi finde ich nicht so passend. Klar, dass er als großer Einfluss gesehen wird für die Bürgerrechtsbewegung/MLK/gewaltlosen Widerstand, aber mit dem Thema der Busboykotte ist er für mich zu weit weg. Laut Artikel zu Rosa Parks ist sie auf dem Bild zu sehen, wo Lyndon B. Johnson den Voting Rights Act unterschreibt. Theoretisch wären mehr zeitgenössische Bilder schön, aber ich vermute (von dem, was ich bei schneller Suche gefunden habe), da gibt es überall Copyright-Probleme.?
- • "Die weiße Stadtverwaltung" wäre gut umzuformulieren, etwa "die ausschließlich mit weißen Mitarbeitern besetzte Stadtverwaltung" oder so
- • "nach Gayle": Ich kenne die Abkürzung von X v Y-Urteilen als "X" oder "Y" nicht, ist das üblich?
- • ein paar Begriffe, die deutschen Leser:innen nicht unbedingt ein Begriff sind, würde ich ein bisschen mehr erklären, wie Du es auch bei anderen machst, ich meine v. a. Scottsboro boys und Smith v. Allwright (1944), v.a. letzeren, weil es keinen Wikiartikel dazu gibt.
- • der erwähnte Busboykott von Baton Rouge, von dem ich noch nie gehört habe, wirft die Frage auf, warum er nicht so bekannt wurde wie der Montgomery Bus boycot; schön dargestellt hast Du im Gegensatz dazu, warum Rosa Parks und keine der anderen Frauen als Galionsfigur für den Busboykott ausgesucht wurde.
- • Es gibt im jetzigen Artikel - ich mag es überlesen haben, aber habe gerade nochmal danach gesucht und nichts gefunden - keine Beschreibung wie es von dem eintägigen Boykott zu 381 Tage währendem Boykott kam. Das war in der vorigen Version kurz beschrieben und fehlt momentan, wenn ich mich nicht irre.
- • „Farbige“ Mehrheit, „neue Neger“ Montgomerys (englisch new negro), King der Gandhi der Neger werden könne (englisch King can be a Negro Gandhi[.]): Ich weiß nicht, ob hier die Originalbegriff wirklich nützlich sind; der Begriff "Farbige" verweist mit Wiklink auf einen Artikel, wo der Begriff als problematisch dargestellt wird, was er damals nur kontextabhängig war (zumindest das englische/amerikanische "colored"), ähnliches gilt für "negroe", das ja selbstaffirmativ - wie auch in den hier genannten Beispielen - genutzt wurde. Der deutsche Begriff "Neger" hat diese (ehemals) positive Wertung aber eigentlich nie gehabt, weil es keine so große schwarze Community im deutschsprachigen Raum gab, als der Begriff noch breit genutzt wurde. Wenn Du die Begriffe weiter drinnen lässt, müsste er zumindest auch bei Gandhi in Anführungsstriche (gerade bei Gandhi ließe er sich für heute auch gut als "schwarzer/Schwarzer Gandhi" übersetzen. Kurz gesagt: der Gebrauch dieser Begriffe hilft mit der historischen Sprache nicht vertrauten Leser:innen meines Achtens nicht beim Verständnis, eine Kontextualisierung passt aber wiederum nicht wirklich in die Wikipedia als Enzyklopädie. --SimchaAzad (Diskussion) 21:49, 27. Jan. 2026 (CET)
- Habe etwas gekürzt, den Rest würde ich jedoch behalten. Der Leser sollte ein Gefühl für die Unterdrückung bekommen, unter der die Schwarzen leiden mussten.
- Ja, Copyright-Probleme. Was echt schade ist, so ein Bild wie Rosa Parks being fingerprinted by Deputy Sheriff D.H. Lackey after being arrested on February 22, 1956, during the Montgomery bus boycott oder die ganzen Polizeifotos von fast allen wichtigen Protagonisten des Boykotts hätten echt gut zum Artikel gepasst. Tja. Das Bild von Gandhi hab ich gestrichen, und danke für den Hinweis mit Parks.
- Übernommen.
- Ja, ist jedenfalls in der US-amerikanischen Rechtssprache üblich.
- Die anderen Punkte habe ich so übernommen wie von dir vorgeschlagen.
- Danke für das schnelle Review und die konstruktive Kritik!--IER (Diskussion) 22:31, 29. Jan. 2026 (CET)
Der Artikel ist jetzt ausufernd und behandelt essaymäßig vor allem King viel zu ausführlich. Das hat nichts mit dem Verständnis fürs Lemma zu tun, ist unnötig und unerwünscht. Leider wurde meine diesbezügliche Überarbeitung zurückgesetzt, deshalb bin ich raus. --Gruß, Deirdre (Diskussion) 15:00, 30. Jan. 2026 (CET)
- Hallo, das ist ein wichtiger & guter Artikel mit Potential, ich sehe aber noch viel Arbeit. Zunächst sehe ich ebenfalls den Abschnitt Hintergrund zu ausufernd. Dann würde ich sagen, dass du etwas unentschlossen zwischen allgemeiner Situation im Süden und spezifisch Montgomery schwankst. Imho würde ich mich auf Montgomery konzentrieren und die ausufernden Abschnitte zur Situation der Schwarzen & Sklaverei weglassen. Unpassend finde ich in jedem Fall auch das Foto des First White House der Konföderation ohne Gegenüberstellung der Situation der Schwarzen durch ein analoges Foto zb der ärmlichen Verhältnisse in den Vierteln der Schwarzen oder der Segregation in der Praxis, etwa durch das Foto beim Artikel Jim-Crow-Gesetze. Zudem kommt bei deiner Referenzierungstechnik evtl. der Eindruck auf, dass manches unbelegt ist. Das letzte aber nur als Warnung. Gruß--Michael G. Lind (Diskussion) 17:44, 19. Feb. 2026 (CET)
- Hm, ich hab mal was gekürzt, morgen kommt mehr. Mein Herz schmerzt, dass ich so viel streichen muss, aber da habt ihr wohl Recht. Das Foto hab ich ersetzt, danke für den Hinweis. Sind deines Erachtens abgesehen vom Hintergrund noch an anderen Stellen inhaltliche oder sprachliche Probleme vorhanden? Die Referenziertechnik werde ich mir die nächsten Tage auch nochmal anschauen und an einigen Stellen etwas verfeinern. --IER (Diskussion) 20:53, 19. Feb. 2026 (CET)
- Sprachlich solltest du noch mal gewissenhaft prüfen. Formulierungen wie Die kleine schwarze Mittelschicht Montgomerys, die vor allem aus dem Bildungsbürgertum stammte, war im Vergleich zur weißen Mittelschicht verschwindend klein finde ich unglücklich, weil das klein doppelt im Text steht. An ein oder zwei Stellen wäre es ratsam, umzuformulieren. Ich bin nun nicht der Anwalt der Stadtverwaltung Montgomerys, aber es wäre gut, wenn du das "stur" im Ersten Satz zum Kapitel Reaktion der Stadt streichst. Beharrte auf wäre besser. Stur trifft es nach meinem Sprachgefühl auch nicht, da die Stadtverwaltung ja der Goliath in der Auseinandersetzung war. Das Foto hätte ruhig bleiben können, wenn du es mit dem anderen kombinierst, um die gegensätzliche Realität beider Welten aufzuzeigen, im Sinne von "Upstairs, Downstairs", um den britischen Klassiker zu verwenden. Nur allein fand ich es unpassend. --Michael G. Lind (Diskussion) 21:45, 19. Feb. 2026 (CET)
- @Michael G. Lind: Reichen die Änderungen, die ich bisher unternommen habe, oder sollte ich noch mehr kürzen?--IER (Diskussion) 20:23, 23. Feb. 2026 (CET)
- Ich würde sagen, das reicht inzwischen. --Michael G. Lind (Diskussion) 21:46, 24. Feb. 2026 (CET)
- @Michael G. Lind: Reichen die Änderungen, die ich bisher unternommen habe, oder sollte ich noch mehr kürzen?--IER (Diskussion) 20:23, 23. Feb. 2026 (CET)
- Sprachlich solltest du noch mal gewissenhaft prüfen. Formulierungen wie Die kleine schwarze Mittelschicht Montgomerys, die vor allem aus dem Bildungsbürgertum stammte, war im Vergleich zur weißen Mittelschicht verschwindend klein finde ich unglücklich, weil das klein doppelt im Text steht. An ein oder zwei Stellen wäre es ratsam, umzuformulieren. Ich bin nun nicht der Anwalt der Stadtverwaltung Montgomerys, aber es wäre gut, wenn du das "stur" im Ersten Satz zum Kapitel Reaktion der Stadt streichst. Beharrte auf wäre besser. Stur trifft es nach meinem Sprachgefühl auch nicht, da die Stadtverwaltung ja der Goliath in der Auseinandersetzung war. Das Foto hätte ruhig bleiben können, wenn du es mit dem anderen kombinierst, um die gegensätzliche Realität beider Welten aufzuzeigen, im Sinne von "Upstairs, Downstairs", um den britischen Klassiker zu verwenden. Nur allein fand ich es unpassend. --Michael G. Lind (Diskussion) 21:45, 19. Feb. 2026 (CET)
- Hm, ich hab mal was gekürzt, morgen kommt mehr. Mein Herz schmerzt, dass ich so viel streichen muss, aber da habt ihr wohl Recht. Das Foto hab ich ersetzt, danke für den Hinweis. Sind deines Erachtens abgesehen vom Hintergrund noch an anderen Stellen inhaltliche oder sprachliche Probleme vorhanden? Die Referenziertechnik werde ich mir die nächsten Tage auch nochmal anschauen und an einigen Stellen etwas verfeinern. --IER (Diskussion) 20:53, 19. Feb. 2026 (CET)
Jemand hat vor kurzem die Möglichkeit der Subreferenzierung genutzt, um 28 separate Einzelnachweise aus dem selben Buch zusammenzufassen. Siehe dazu bitte meine Frage auf der Artikeldisk. Danke! --Nobody Perfect (Diskussion) 15:38, 6. Mär. 2026 (CET)
Deportation von Juden aus Mainz
Die Deportation von Juden aus Mainz war eine systematische Verschleppung Mainzer Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager im Osten des Reichsgebietes. Deportationen von Juden waren eine der Maßnahmen im Rahmen der „Endlösung der Judenfrage“, wie die Vernichtung des jüdischen Volkes im nationalsozialistischen Deutschland verharmlosend genannt wurde. Für Mainzer Jüdinnen und Juden – auch solche aus dem Umland, die mittlerweile nach Mainz gezogen waren – begannen diese im März 1942 mit der ersten und zahlenmäßig umfangreichsten Deportation. Weitere Transporte folgten im Herbst des Jahres und im Februar 1943.
Ein wichtiges Thema, das hier bisher nur marginär thematisiert wurde und sich aus meinem eigentlichen derzeitigen Hauptprojekt "Arisierung in Mainz" ergeben hat. Mit Gottwaldt und Schulle habe ich das maßgebliche Buch dazu eingearbeitet (leider nur die erste Auflage, die zweite soll irgendwann demnächst kommen) und lokale Literatur zu den Juden während der Zeit des Nationalsozialismus in Mainz ergänzt. Ich freue mich auf euer Feedback. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 10:26, 31. Jan. 2026 (CET)
- Erstmal vielen Dank für diesen interessanten und äußert detaillierten Artikel. Du hast nach eigenen Angaben die maßgebliche Literatur verwendet zur entsprechenden Regionalgeschichte und ausgereizt. Der Artikel ist sprachlich ansprechend, verständlich geschrieben und gut gegliedert. Ich persönlich vermisse aber noch mehr Angaben zu und Namen von den Tätern, das würde ich noch ergänzen. --Schreiben Seltsam? 12:54, 3. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Schreiben, das stimmt leider. Es gibt wenig dazu zu finden. Ich habe aber nach deinem Hinweis hier nochmal tiefer recherchiert. Ich bin fast alle Aktennotizen des jüdischen Verbindungsmannes der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland in Mainz (erst Rabbiner Sali Levi, dann Michel Oppenheim) und der Mainzer Gestapo-Außenstelle durchgegangen und konnte etwas mehr herausfinden. Dieser Kommissar Weger (nicht Weyer, Transskriptionsfehler bei der Literatur) war der Leiter der Außenstelle und damit verantwortlich für Mainz und und das direkte rheinhessisches Umland. Einige der Gestapobeamte, die in Mainz tätig waren, sind auch teilweise namentlich bekannt. Eine Aktennotiz ist jetzt auch im Artikel eingebaut. Da war ein Herr Schertel seitens der Gestapo zumindest über die Selbstmorde vor der ersten Deportation informiert. Aber dieser Herr sowie die meisten anderen Gestapoleute, bei denen Michel Oppenheim fast täglich vorsprechen musste, waren eher subalterne kleine Lichter bei der Mainzer Gestapo. Ein wenig habe ich zu Peter Eisenhauer (Kriminalsekretär, Gestapo-Beamter) finden können. Gleichen oder ähnlichen Rang dürften die in den Aktennotizen erwähnten Herren Schertel, Sommer, Schwörer, Otto Pfeiffer gehabt haben. Ich baue das ein, was davon verwendbar ist. Reichsbahn und Stadt Mainz ist komplette Fehlanzeige, da gibt es überhaupt nichts. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 18:05, 5. Feb. 2026 (CET)
- Nochmal zur Reichsbahn: Was die generelle Organisation der Deportationszüge betrifft, hatte ich schon weiter unten etwas ausgeführt. Die zuständigen Beamten in der Reichsbahndirektion Mainz lassen sich sehr wahrscheinlich über das bis 1944 alle paar Jahre neu aufgelegte "Verzeichnis der oberen Reichsbahnbeamten" ermitteln. Das findet sich mehrfach in einschlägigen Archiven und Bibliotheken und ist auch immer mal wieder antiquarisch erhältlich (wenn auch meist sehr teuer). Das ist dann alerdings schon im Bereich von WP:TF. Im archivarisch erhaltenen Amtsblatt der Rbd Mainz könnte ggf. auch etwas zu finden sein, dürfte aber ebenfalls nahe an TF sein. Leider gibt es zu den Deportationszügen nur wenige regionale Forschungen, meist enden die regionalen Arbeiten quasi an Bahnsteig bzw. der Verladerampe und springen dann zur traurigen Bilanz. Außer Alfred Gottwaldt hat sich hierzulande kaum jemand intensiver mit dem Thema der Züge selber befasst, und die Arbeiten von Lichtenstein und Hilberg sind schon etwas älter und wenig regional. --Wahldresdner (Diskussion) 13:03, 27. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Schreiben, das stimmt leider. Es gibt wenig dazu zu finden. Ich habe aber nach deinem Hinweis hier nochmal tiefer recherchiert. Ich bin fast alle Aktennotizen des jüdischen Verbindungsmannes der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland in Mainz (erst Rabbiner Sali Levi, dann Michel Oppenheim) und der Mainzer Gestapo-Außenstelle durchgegangen und konnte etwas mehr herausfinden. Dieser Kommissar Weger (nicht Weyer, Transskriptionsfehler bei der Literatur) war der Leiter der Außenstelle und damit verantwortlich für Mainz und und das direkte rheinhessisches Umland. Einige der Gestapobeamte, die in Mainz tätig waren, sind auch teilweise namentlich bekannt. Eine Aktennotiz ist jetzt auch im Artikel eingebaut. Da war ein Herr Schertel seitens der Gestapo zumindest über die Selbstmorde vor der ersten Deportation informiert. Aber dieser Herr sowie die meisten anderen Gestapoleute, bei denen Michel Oppenheim fast täglich vorsprechen musste, waren eher subalterne kleine Lichter bei der Mainzer Gestapo. Ein wenig habe ich zu Peter Eisenhauer (Kriminalsekretär, Gestapo-Beamter) finden können. Gleichen oder ähnlichen Rang dürften die in den Aktennotizen erwähnten Herren Schertel, Sommer, Schwörer, Otto Pfeiffer gehabt haben. Ich baue das ein, was davon verwendbar ist. Reichsbahn und Stadt Mainz ist komplette Fehlanzeige, da gibt es überhaupt nichts. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 18:05, 5. Feb. 2026 (CET)
Der Artikel ist sehr gut gelungen: ausführlich, aber nicht ausufernd. Abgesehen von kleinen Änderungen, die ich im Text vorgenommen habe, verbleibt mir noch eine Frage. Was ist mit »Geheimen Staatspolizei Darmstadt – Staatspolizeistelle Darmstadt« gemeint? Ich verstehe nicht, was die Bezeichnung nach dem Gedankenstrich bedeutet? Oder ist das die offizielle Schreibweise?--FWS AM (Diskussion) 09:13, 24. Feb. 2026 (CET)
- Hallo, Danke für das Lob, das freut mich sehr. Die Bezeichnung habe ich selbst aus Fachmaterial übernommen. Sie gründet auf der Strukturierung der Gestapo zur Zeit der Deportationen. In Darmstadt hatte der Sitz der Gestapo den Rang einer "Staatspolizeistelle". StaPos gab es in Großstädten (zumeist Sitz eines Regierungspräsidiums, einer Gauleitung oder eines Oberpräsidiums). Diese war Weisungsbefugt gegenüber ihren untergeordneten Außenstellen wie z.B. die Außenstelle der Gestapo Darmstadt in Mainz. Rang- aber nicht weisungsmäßig(!) war diese wiederum einer Staatspolizeileitstelle untergeordnet, hier die nächstliegende in Frankfurt. Über allen Organisationsstellen saß erst das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) in Berlin, ab September 1939 das RSHA, bei denen die Gestapo als eigenes Amt eingegliedert wurde. Für Mainz gilt ganz klar die Unterordnung zu Darmstadt während Darmstadt direkt Berlin unterstand (dies war bei StaPos und StaPoLeits unterschiedlich geregelt, mal unterstand eine StaPo einer StaPoLeit und manchmal nicht). Mehr dazu findest Du auch hier: Geheime_Staatspolizei#Regionale_Strukturen_und_Quantität. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 11:43, 24. Feb. 2026 (CET)
- Danke für die Erklärungen! Im ersten Satz definierst du die Deportationen als Verschleppungen in die Vernichtungslager. Im Text erwähnst du indes, dass eine beträchtliche Zahl nach Theresienstadt, das kein Vernichtungslager darstellte, verschleppt wurden. Oder war Theresienstadt nur Zwischenlager? --FWS AM (Diskussion) 08:34, 25. Feb. 2026 (CET)
- Ah, Danke für den Hinweis. Das habe ich in der Tat auch erst beim Schreiben des Artikels gründlich gelernt, dass das eine Ghettos (Piaski, Theresienstadt, Litzmannstadt...) und das andere Vernichtungslager (Auschwitz, Sobibor, Treblinka...) waren. Teilweise wird das manchmal nicht sauber unterschieden, auch bei commons bin ich irgendwo auf eine (falsche) Einordnung von Theresienstadt als Konzentrationslager gestoßen. Fakt ist: die Mainzer Jüdinnen und Juden wurden teils in Ghettos, teils direkt in Vernichtungslager deportiert. Wurden Sie ins Ghetto Piaski deportiert, erfolgte nach relativ kurzer Zeit (einige Monate) für alle noch Überlebenden der Weitertransport in ein Vernichtungslager. Wurden Sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, verblieben die Menschen entweder dort, manche wurden aber auch in ein Vernichtungslager weitertransportiert. Von Theresienstadt gingen immer wieder Züge zu verschiedenen Vernichtungslager ab, da dort "Platz geschaffen" werden musste für Neuankömmlinge. Ich werde das entsprechend genauer formulieren. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 10:50, 25. Feb. 2026 (CET)
- Da habe ich auch präziser formuliert. Nochmals DFanke für deine Hilfe. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 19:54, 26. Feb. 2026 (CET)
- Ah, Danke für den Hinweis. Das habe ich in der Tat auch erst beim Schreiben des Artikels gründlich gelernt, dass das eine Ghettos (Piaski, Theresienstadt, Litzmannstadt...) und das andere Vernichtungslager (Auschwitz, Sobibor, Treblinka...) waren. Teilweise wird das manchmal nicht sauber unterschieden, auch bei commons bin ich irgendwo auf eine (falsche) Einordnung von Theresienstadt als Konzentrationslager gestoßen. Fakt ist: die Mainzer Jüdinnen und Juden wurden teils in Ghettos, teils direkt in Vernichtungslager deportiert. Wurden Sie ins Ghetto Piaski deportiert, erfolgte nach relativ kurzer Zeit (einige Monate) für alle noch Überlebenden der Weitertransport in ein Vernichtungslager. Wurden Sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, verblieben die Menschen entweder dort, manche wurden aber auch in ein Vernichtungslager weitertransportiert. Von Theresienstadt gingen immer wieder Züge zu verschiedenen Vernichtungslager ab, da dort "Platz geschaffen" werden musste für Neuankömmlinge. Ich werde das entsprechend genauer formulieren. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 10:50, 25. Feb. 2026 (CET)
- Danke für die Erklärungen! Im ersten Satz definierst du die Deportationen als Verschleppungen in die Vernichtungslager. Im Text erwähnst du indes, dass eine beträchtliche Zahl nach Theresienstadt, das kein Vernichtungslager darstellte, verschleppt wurden. Oder war Theresienstadt nur Zwischenlager? --FWS AM (Diskussion) 08:34, 25. Feb. 2026 (CET)
Ein paar Anmerkungen aus einem ersten Querlesen:
- Generell schon eine sehr gute Arbeit, gut strukturiert und mit der einschlägigen Literatur untersetzt.
- Im Kapitel "Grundlage und Organisationen der Deportationen" steht u.a. ein Satz, über den ich gestolpert bin: "Dazu versendete Adolf Eichmann, der Stellvertreter von Reinhard Heydrich im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), ein Rundschreiben an alle Staatspolizeileitstellen im Altreich, in Wien sowie an Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien." Hier wäre zunächst wichtig, das Datum des Schreibens zu ergänzen. Und die Funktion von Eichmann ist mit "Stellvertreter" deutlich zu hoch gegriffen. Eichmann war "nur" Referatsleiter und stand drei Stufen unter Heydrich; über Eichmann kamen noch sein Abteilungs- und sein Amtsleiter. Wer konkret Anfang 1942 Heydrichs Stellvertreter im RSHA war, weiß ich ad hoc gar nicht, da unsere Artikelbestände nichts dazu aussagen, wer Werner Best in dieser Funktion nach dessen Ausscheiden 1940 nachfolgte. Aber Eichmann war es aufgrund seiner formal vergleichsweise subalternen Position und seines Rangs sicher nicht.
- Zum zweiten sollte der EN auf S. 228 bei Gottwaldt/Schulle führen, dort sind diese Züge mit den Nummern Da 84 nach "Izibca" (er ging wahrscheinlich direkt nach Treblinka) und Da 520 nach Theresienstadt erwähnt, letzterer ist auf S. 333/334 genauer beschrieben. Ich würde den zweiten und dritten Transport hinsichtlich der Überschrift getrennt behandeln, auch wenn beide Transporte zeitlich nahe beieinander lagen. Der im letzten Absatz beschriebene Transport ist übrigens zugleich der ursprünglich im ersten Absatz beschriebenem verschobene Transport. Das kommt nicht klar genug heraus, da solltest Du nochmal ran.
- Hinsichtlich der Beteiligung der Reichsbahn, insbesondere der Aufstellung der Fahrpläne und der Abwicklung der Transporte, findet sich bei Gottwaldt/Schulle nicht so viel, da solltest Du bei Raul Hilberg: Sonderzüge nach Auschwitz und Heiner Lichtenstein Mit der Reichsbahn in den Tod nachschauen, dort finden sich auch Hinweise, welche Funktionen die jeweils örtlichen Direktionen hatten (also hier die Reichsbahndirektion Mainz), die gerade bei den "kleineren" Transporten wie den erwähnten Transporten ab 1943 nach Theresienstadt, weitgehend selbständig tätig waren. Sieh es mir aber bitte nach, dass ich jetzt keine konkreteren Seitenangaben dazu habe.
Soweit als erste Anmerkungen... ich sehe mal zu, ob ich noch Zeit für einen zweiten Durchgang finde. Gruß, --Wahldresdner (Diskussion) 13:29, 24. Feb. 2026 (CET)
- Hallo Wahldresdner, vielen Dank für dein Lob und Feedback. Punkt 1 werde ich präzisieren, da steht einiges bei Gottwaldt und Schulle. Ich habe das dort Geschriebene arg zusammengekürzt, deshalb wahrscheinlich überarbeitungsbedürftig. Zu deinem 2. Punkt: auch da schaue ich gerne nochmal rüber. Ich habe versucht, verschiedene Literatur- und Webinfoquellen (Gottwaldt und Schulle, Statistik des Holocaust, lokale Mainzer Historiker und deren Beiträge) abzugleichen und das geht manchmal ziemlich bunt durcheinander. Zum Glück habe ich Gottwaldt und Schulle noch ausgeliehen vorliegen und kann das nochmal durchgehen und präzisieren. Nach den beiden Reichsbahnbüchern werde ich schauen wo ich die herbekomme oder ob ich das auch per Fernleihe auf einzelne Kapitel eingrenzen kann. Da bin ich auf jeden Fall gespannt, ob da noch mehr Informationen zu finden sind. Also, herzlichen Dank und ich mache mich gerne an die Arbeit. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 15:04, 24. Feb. 2026 (CET)
- Falls Du ggf. später mal noch Nachfragen hast, kann ich bei Gottwaldt/Schulle auch gerne mal nachschlagen, das Werk steht bei mir im Regal. Ich habe mir die Bücher von Hilberg und Lichtenstein seinerzeit antiquarisch besorgt, das sind Werke, mit denen man immer wieder arbeiten wird, wenn man sich in dem Bereich betätigt. Empfehlen kann ich außerdem noch ein weiteres Werk von Gottwaldt/Schulle: „Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945. Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich & Hentrich, Teetz 2007, ISBN 978-3-938485-64-4. Auch da ist der Ablauf der Fahrplanung der Deportationszüge kurz beschrieben. Aber da gibt es noch immer vieles an Unbekanntem, schon weil viele Akten des RVM gegen Kriegsende verloren gegangen sind (teils bewusst vernichtet, teils einfach Kriegsverlust). Ein Desiderat ist bspw. die Biographie von Walter Stier, der bei der Gedob federführend die Fahrpläne der Züge nach Treblinka, Auschwitz usw. bearbeitet hat... und in den 1950er Jahren dann für "Gastarbeiter"-Sonderzüge aus/nach Südeuropa zuständig war. --Wahldresdner (Diskussion) 15:26, 24. Feb. 2026 (CET)
- Gerade mal nachgeschaut: Hilbert und Lichtenstein kann ich hier ausleihen, da kommt auch Gottwaldt und Schulles Buch her. Sehr schön. Bei Reichsbahnfragen komme ich gerne auf dich zurück ;-) Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 16:18, 24. Feb. 2026 (CET)
- Falls Du ggf. später mal noch Nachfragen hast, kann ich bei Gottwaldt/Schulle auch gerne mal nachschlagen, das Werk steht bei mir im Regal. Ich habe mir die Bücher von Hilberg und Lichtenstein seinerzeit antiquarisch besorgt, das sind Werke, mit denen man immer wieder arbeiten wird, wenn man sich in dem Bereich betätigt. Empfehlen kann ich außerdem noch ein weiteres Werk von Gottwaldt/Schulle: „Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945. Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich & Hentrich, Teetz 2007, ISBN 978-3-938485-64-4. Auch da ist der Ablauf der Fahrplanung der Deportationszüge kurz beschrieben. Aber da gibt es noch immer vieles an Unbekanntem, schon weil viele Akten des RVM gegen Kriegsende verloren gegangen sind (teils bewusst vernichtet, teils einfach Kriegsverlust). Ein Desiderat ist bspw. die Biographie von Walter Stier, der bei der Gedob federführend die Fahrpläne der Züge nach Treblinka, Auschwitz usw. bearbeitet hat... und in den 1950er Jahren dann für "Gastarbeiter"-Sonderzüge aus/nach Südeuropa zuständig war. --Wahldresdner (Diskussion) 15:26, 24. Feb. 2026 (CET)
- Die ersten beiden Punkt habe ich abgearbeitet. Deportation 2 und 3 sind nun auf eigene Unterkapitel aufgeteilt und auch die chronologische Reihenfolge sollte nun klarer sein. Zur Beteiligung der Reichsbahn komme ich nächste Woche wenn ich mir die Literatur dazu beschaffen habe. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 19:54, 26. Feb. 2026 (CET)
- Zum 4. Transport noch ein Hinweis, der ist auf S. 351 bei Gottwaldt/Schulle auch erwähnt. Die 53 Personen kamen demnach aus Darmstadt, Bingen, Höchst, Mainz und Offenbach. Damit lässt sich der scheinbare Widerspruch, den Du im EN erwähnst, wohl aufklären. Zu dem unklaren weiteren Transport im Frühjahr 1943 habe ich auch bei Gottwaldt/Schulle nichts konkret gefunden. Allerdings wird dort auf S. 416 eine Veröffentlichung von Monica Kingreen speziell zum Gau Hessen-Nassau verwiesen, die in folgendem Werk enthalten ist: Alfred Gottwaldt, Norbert Kampe, Peter Klein (Hg.): NS-Gewaltherrschaft. Beiträge zur historischen Forschung und juristischen Aufarbeitung., Edition Henrtrich, Berlin 2005, ISBN-13: 9783894682781. Demnach gab es gerade aus Hessen-Nassau eine Vielzahl kleinerer Transporte. --Wahldresdner (Diskussion) 13:59, 27. Feb. 2026 (CET)
- --Wahldresdner (Diskussion) 13:59, 27. Feb. 2026 (CET)
- Genau, bei Transport Nr. 4 waren von den 53 Personen 18 aus Mainz und direkter Umgebung. Aber dann soll es nochmal einen zahlenmäßig etwas größere Deportation gegeben haben. Hedwig Brüchert, Historikerin und gute Kennerin der jüdischen Geschichte Mainz, schreibt in Magenza. 1000 Jahre jüdisches Mainz. auf Seite 92 von einer Deportation von mehr als 80 Personen. Das konnte ich bisher in keiner anderen Quelle verifizieren, auch nicht in den Notizen von Michel Oppenheim für diesen Zeitraum. Andere Stellen geben "nur" 20 Halbjuden an, das könnte evtl. über mehrere Kleintransporte geschehen und möglicherweise bei Kingreen zu finden sein. Ich schaue mal, ob ich an Monica Kingreens Buch rankomme. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 14:26, 27. Feb. 2026 (CET)
Im Artikel ist überall von "Jüdinnen und Juden" zu lesen, im Lemma steht aber ein generisches "Juden". Das passt nicht zusammen. Eigentlich nutzen wir in unseren Artikeln immer noch das Generische Maskulinum. Ja, mit dieser Aussage werde ich wohl wieder gleich in die Buh-Ecke gestellt, aber es ist doch so. --Doc Taxon (Diskussion) 22:11, 16. Mär. 2026 (CET)
„Judensau“-Relief an der Stadtkirche Lutherstadt Wittenberg
Das „Judensau“-Relief an der Stadtkirche Lutherstadt Wittenberg ist ein um 1290 entstandenes Schandmal. […] Der Prozess verstärkte eine bundesweite Debatte zum Umgang mit solchen Skulpturen und die Bemühungen um Aufklärung zu ihrer Geschichte und Rezeption.
Dieser Prozess endete letzte Woche. Auch unabhängig davon ist die Debatte um das Wittenberger Relief seit der Entscheidung der Gemeinde, es zu behalten, abgeklungen. Zu erwarten sind dazu allenfalls noch Lokalberichte zu dem innerkirchlichen Bildungsort und den zeitlich begrenzten Verfremdungsversuchen (siehe letzter Artikelteil). - Damit hat der Artikel einen gewissen Abschluss erreicht. Er bietet eine m.E. sehr gründliche, gut gegliederte, gewissenhafte und informative Darstellung der Geschichte des Reliefs und der Debatte des letzten Jahrzehnts darüber. Alle Aspekte, Argumente und prominenten Debattenteilnehmer sind drin. Ich weiß nichts mehr zu verbessern daran, darum bitte ich um einen weiteren Review. Zudem lade ich Interessierte Reviewer dazu ein, den Artikel bei Gefallen danach bei Wikipedia:Kandidaturen von Artikeln, Listen und Portalen aufzustellen. MfG, EinBeitrag (Diskussion) 11:23, 3. Mär. 2026 (CET)
- Hallo EinBeitrag,
- Du hast eine wirklich sehr große Fülle an Debattenbeiträgen u. ä. hier zusammengetragen und sie weitgehend auch sprachlich gut und gut verständlich dargestellt. Meines Erachtens ist die Darstellung der Debatte (bzw. alles unter „Neue Vorstöße“) tatsächlich zu lang und zu detailliert. Die Aufgabe eines Enzyklopädisten (sehr hoch gegriffen) wäre aus meiner Sicht hier, den Inhalt etwas mehr zu selektieren oder zusammenzufassen und zu straffen. Wenn Du die bestehende Detailfülle an Debatte etc. beibehalten möchtest, würde ich die Unterkapitel von „Neue Vorstöße“ zumindest anders strukturieren, den Abschnitt „Debatte“ zum Beispiel aufteilen in Stimmen zur Abnahme vs. Stimmen zur Beibehaltung des Reliefs an Ort und Stelle. Ich empfinde es im Moment als etwas mühsam zu lesen. Das hin und her zwischen Abnahme und Beibehaltung führt zu der Wiederholung von „Dagegen macht X (…)“. Am Ende der sehr breit beschriebenen Debatte folgt dann ein etwas lakonisches „Diese Kontroverse fand auch international Beachtung.“, das eher neugierig macht, diese Neugierde aber nicht stillen kann. Braucht es eine eigene Überschrift zum Thema Welterbe? Ich sehe das eher als Teil der allgemeinen Debatte. Die Debatte finde ich nicht sauber getrent/zu trennen von den Abnahmeforderungen. Die „Visuelle Entfremdung“ ist nur eine Idee, noch nicht beschlossen, nach der Darstellung im Artikel. Dafür würde ich nach jetzigem Stand keine eigene Überschrift machen.
- Noch etwas anderes zur Struktur des Artikels: Die Neuzeit (zu der den gängigen Definitionen nach auch die Reformationszeit gehört) ist etwas wild. Der ganze Artikel wirkt ja wie eine chronologische Darstellung der Geschichte, die Überschriften „Grafiken“, „Publikationen“ und „Konservierung“ („Die Schnauze der Sau war wohl (…) beschädigt und (…) ersetzt worden.“ – Das Plusquamperfekt passt hier nicht) beschreiben hingegen (unchronologische) Kategorien. Aufgrund der Kürze von „Grafiken“ würde ich die eher unter „Publikationen“ subsumieren (oder einfach unter der Überschrift „Neuzeit“ oder „Nach der Reformation“.
- Sowohl „Gestalt“, als auch „Aussageabsicht“ haben nur bedingt (ausschließlich) mit dem (Hoch-)Mittelalter zu tun (Epochengrenzen sind fließend, aber bei Wikipedia z.B. beginnt ab 1250 schon das Spätmittelalter), möglich wäre das unter eigener Überschrift noch vor der Darstellung der Geschichte des Reliefs als „Beschreibung“ o. ä. zu bauen. Eventuell könnte dabei auch direkt die Gedenkplatte und die Konservierung beschrieben werden. Danach könnte als „Geschichte“ Entstehung, Neuzeit (NS-Zeit könnte eigene Überschrift sein, wenn Reformation nicht zur Neuzeit gehört, würde ich NS-Zeit auch einzeln erwähnen unter 20. Jahrhundert oder als NS-Zeit, je nachdem ob die Konservierung dort bleibt oder verschoben wird) und den „Neuen Vorstößen“ (21. Jahrhundert)
- Noch etwas einfacheres: Sowohl ein Bild, das die Darstellung an der Kirche situiert (falls verfügbar) als auch eine Darstellung aus der Reformation oder Neuzeit (wie im Lemma Judensau, das Du vermutlich auch dort eingefügt hast und wie sie auch im Artikel beschrieben ist) fände ich gewinnbringend.
- Was ich sehr schön finde ist die Einleitung und die Zusammenführung von „siehe auch“, „Literatur“, „Weblinks“ und „Einzelnachweise“ zu „Weiterführende Informationen. Die Einleitung finde ich auch sehr gut. Was mir auch gut gefällt sind die gut in den Fließtext eingebauten direkten Zitate. In Ihrer Fülle sind sie für mich für einen enzyklopädischen Text zu viel, aber ich finde sie gelungen. --SimchaAzad (Diskussion) 11:06, 4. Mär. 2026 (CET)
- Auf mich macht der Artikel einen extrem aufgeblähten Eindruck. Was spricht dagegen ihn auf 60.000 zeichen zu reduzieren?
- Der Teil zur jüngeren Rezeption ist dermaßen ausladend und aufgebläht, dass man fast meinen könnte das sei Satire. --~2026-13995-52 (Diskussion) 11:13, 4. Mär. 2026 (CET)
- Auf mich wirken die Abschnitte "Neuzeit" und "Neue Vorstöße..." ebenfalls erheblich zu umfangreich, insbesondere letzterer. Dabei scheinen mir die dargestellten einzelnen Diskussionsetappen und Meinungsäußerungen größtenteils zwar zurecht erwähnt. Sie werden aber meist zu umfangreich dargestellt. Die Zitate und Transkriptionen der jeweiligen Textäußerungen sollten stark zusammengekürzt und die Kernaussagen der jeweiligen Diskussionsteilnehmer in einem oder zwei überschaubar langen Sätze zusammengefasst werden. Um mal ein Beispiel zu nennen: "Am 26. Juli 2022 empfahl der Beirat, das Relief zeitnah an einen noch zu entwickelnden Lernort bei der Kirche zu versetzen, es dort allgemein zugänglich aufzubewahren und angemessen einzuordnen. Ein Lernort bei der Kirche sei einem Muse:um vorzuziehen. Er solle die bestehende Mahnstätte mit dem Bodendenkmal ergänzen, um die Tradition des Gedenkens vor Ort lebendig zu erhalten. An der Kirchenfassade sei das Relief eine beleidigende und obszöne Zumutung, doch es dürfe nicht versteckt werden. Über die konkrete Umsetzung der Abnahme müsse man sich mit dem Denkmalschutz einigen. Ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept solle das Relief bleibend in die Geschichte christlicher Judenfeindschaft einordnen. Als Sofortmaßnahmen empfahl der Beirat, eine Broschüre zum Relief zu erstellen, einen neuen Erklärtext für die Informationsstele an der Kirche zu installieren und eine neue Dauerausstellung im Innenraum der Kirche zu konzipieren. Diese müsse Antijudaismus und Antisemitismus thematisieren und kontextualisieren." Da reichen imho der erste und eventuell noch der vorletzte Satz. Asdrubal (Diskussion) 15:14, 4. Mär. 2026 (CET)
- Es sollte versucht werden alles mit ordentlichen Belegen zu belegen. Diese Websites sind nicht wissenschaftlich und sollten durch wissenschaftliche Literatur ersetzt werden. --~2026-14056-81 (Diskussion) 21:58, 4. Mär. 2026 (CET)
- Das halte ich für Ereignisse der jüngeren Vergangenheit für nicht nötig und auch nicht möglich. Zu der politisch-gesellschaftlichen Debatte der vergangenen Jahre gibt es vermutlich keine wissenschaftliche Bearbeitung. In den Artikel gehört sie dennoch, wenn auch in kompakterer Form. --Asdrubal (Diskussion) 06:42, 5. Mär. 2026 (CET)
- Da wäre ich mir nicht so sicher. Teils sind die Beiträge ja erst in den letzten paar Jahren entstanden. Was ersetzt werden kann, sollte ersetzt werden. Was nicht ersetzt werden kann, sollte auf das Notwendigste reduziert werden. --~2026-14201-46 (Diskussion) 09:56, 5. Mär. 2026 (CET)
- Du hast etwas Entscheidendes übersehen: 1. In den ersten drei Hauptteilen wurde Deine Forderung exakt erfüllt (44 von 120 Belegen stammen aus bester Fachliteratur zum Thema). 2. Der folgende Hauptteil (ab 2016) KANN nur weitgehend auf Medienberichten beruhen, da es eine aktuelle öffentliche Debatte ist. Es ist klar, dass es dazu noch kaum Bücher gibt und geben kann. Trotzdem wurden auch dort alle verfügbaren Bücher herangezogen. 3. Was für Dich "das Notwendigste" ist, hast Du nicht definiert. Eine Benutzermeinung dazu kann per definitionem nicht "wissenschaftlich" sein und widerspricht damit zwangsläufig den Belegregeln. Deine Forderung läuft daher auf regelwidrige Löschung des gesamten Teils seit 2016 hinaus: Das ist mit Verlaub kein seriöser Reviewbeitrag. EinBeitrag (Diskussion) 10:25, 5. Mär. 2026 (CET)
- Medienberichte sind idR nicht zitierfähig, da nicht wissenschaftlich (Quellenkritik/Quellenarbeit/Literaturbezug fehlen). Entsprechend sollten solche Medien sparsam eingesetzt werden. Dass man mit Medienberichten einen ganzen Abschnitt schreiben kann, halte ich für ausgeschlossen.
- wir sind eine Enzyklopädie, kein Newsticker. --~2026-14210-29 (Diskussion) 11:04, 5. Mär. 2026 (CET)
- Die zehn Jahre währende Debatte wurde darum auch nur mit reputablen Medienberichten, bei Gerichtsurteilen mit Originalbehördenseiten, bei Tagungen mit Tagungsberichten der Akademien belegt.
- Dass solche Belege angeblich generell nicht zitierfähig seien, ist falsch. Damit bestätigst Du Deine Missachtung der Belegregeln und Deine Löschabsicht. Dazu sind Reviews nicht da.
- Melde Dich richtig an, zeige, dass Du regelorientierter Mitarbeiter sein willst und äußere Dich nur dort, wo Du ernsthafte Verbesserungen beitragen kannst und willst. EinBeitrag (Diskussion) 11:11, 5. Mär. 2026 (CET)
- Du hast etwas Entscheidendes übersehen: 1. In den ersten drei Hauptteilen wurde Deine Forderung exakt erfüllt (44 von 120 Belegen stammen aus bester Fachliteratur zum Thema). 2. Der folgende Hauptteil (ab 2016) KANN nur weitgehend auf Medienberichten beruhen, da es eine aktuelle öffentliche Debatte ist. Es ist klar, dass es dazu noch kaum Bücher gibt und geben kann. Trotzdem wurden auch dort alle verfügbaren Bücher herangezogen. 3. Was für Dich "das Notwendigste" ist, hast Du nicht definiert. Eine Benutzermeinung dazu kann per definitionem nicht "wissenschaftlich" sein und widerspricht damit zwangsläufig den Belegregeln. Deine Forderung läuft daher auf regelwidrige Löschung des gesamten Teils seit 2016 hinaus: Das ist mit Verlaub kein seriöser Reviewbeitrag. EinBeitrag (Diskussion) 10:25, 5. Mär. 2026 (CET)
- Da wäre ich mir nicht so sicher. Teils sind die Beiträge ja erst in den letzten paar Jahren entstanden. Was ersetzt werden kann, sollte ersetzt werden. Was nicht ersetzt werden kann, sollte auf das Notwendigste reduziert werden. --~2026-14201-46 (Diskussion) 09:56, 5. Mär. 2026 (CET)
- Das halte ich für Ereignisse der jüngeren Vergangenheit für nicht nötig und auch nicht möglich. Zu der politisch-gesellschaftlichen Debatte der vergangenen Jahre gibt es vermutlich keine wissenschaftliche Bearbeitung. In den Artikel gehört sie dennoch, wenn auch in kompakterer Form. --Asdrubal (Diskussion) 06:42, 5. Mär. 2026 (CET)
- Es sollte versucht werden alles mit ordentlichen Belegen zu belegen. Diese Websites sind nicht wissenschaftlich und sollten durch wissenschaftliche Literatur ersetzt werden. --~2026-14056-81 (Diskussion) 21:58, 4. Mär. 2026 (CET)
Hallo allerseits, danke für die differenzierten Rückmeldungen. Dass manche Teile zu lang erscheinen, verstehe ich sehr gut! Ich habe einiges gekürzt, aber auch ein paar wichtige Einordnungen zu Luther und der Bodenplatte 1988 ergänzt, die Neugier zur internationalen Beachtung der Debatte nun hoffentlich gestillt und weitere Einwände befolgt: .
Der Artikel ist in der Tat historisch-chronologisch angelegt.
- Luthers Deutung und die hinzugefügte Überschrift haben die judenfeindliche Wirkung des Reliefs entscheidend verschärft: Deshalb ist es m.E. richtig, den Reformationsteil von den Folgeteilen zu unterscheiden.
- Grafiken und Publikationen gingen verschieden mit dem Relief um: Erstere verstärkten und aktualisierten die Judenfeindlichkeit, letztere suchten rationalisierende Erklärungen und Entschuldigungen. Das Reduzieren von Überschriften spart auch nur wenig kB ein.
- Den Debattenteil in Pro und Contra Abnahme zu teilen verstehe ich zwar gut als Mittel für Übersichtlichkeit, gebe aber die Nachteile zu bedenken: Das würde aus beiden Teilen tendenziell reine Personenlisten machen und unkenntlich machen, wer wann warum auf wen und was reagierte. Die Dynamik der Debattenintensität, z.B. nach dem Anschlag in Halle und dem BGH-Urteil, würde verloren gehen. Manche, die ihre Haltung im Verlauf änderten, wären nicht mehr zuzuordnen. Und da es noch kein Buch für den ganzen Debattenverlauf gibt, müsste man die Argumente pro/contra aus vielen Einzelbelegen extrahieren. Das verstärkt die Gefahr der theoriebildenden Benutzerinterpretation. Will man die Stellungnahmen nach den Belegen korrekt referieren und zeitlich einordnen, dann kommt man um Redundanzen nicht herum. Ich habe die Wiederholungen aber reduziert und innerhalb des Teils Stimmen zum selben Thema, also etwa zur Bodenplatte, zu den Gerichtsurteilen etc., zueinander gerückt.
- Die letzten beiden Unterteile gehören natürlich auch irgendwie zur Debatte, aber wenn man sie mit dem Debattenteil vereint, wäre dieser ja noch umfangreicher. Und es handelt sich ja gemäß der Hauptüberschrift um "neue Vorstöße zum Umgang mit dem Relief".
Ich habe die Gliederung also kaum verändert und hoffe, ihr versteht meine Gründe dafür. Ich bitte alle angemeldeten Benutzer, sich nochmal zur aktuellen Version zu äußern. @SimchaAzad, Asdrubal: MfG, EinBeitrag (Diskussion) 10:08, 6. Mär. 2026 (CET)
- Ich finde es aktuell immer noch zu umfangreich. --Asdrubal (Diskussion) 20:16, 6. Mär. 2026 (CET)
- Ich finde es auch noch wesentlich zu lang. Ich finde selbst wenn die Debatte in etwa die Länge von der Zivilklage hätte, hätte die Debattendarstellung immer noch eine stolze Länge. Für mich ginge es eher um Diskussionslinien, weniger um die Aufzählung einzelner Meinungen, die sich eher in Nuancen entscheiden (es gibt ja im Grunde nur abnehmen, dranbehalten, modifizieren). Zum Beispiel der Abschnitt zur Abnahmeforderung: Harvevy beschreiben, weil Initiator, dann in einem Satz Piehler und Brumlik zusammenfassen, als Gegenpol AfD; dann der Zusatz zu den Entwicklungen nach Halle (dass der Anschlag in Halle die Debatte stark verändert, kommt hier nicht so stark raus, gibt hier nur Sinn wegen Biehler und AfD; Du könntest aber auch bei dem Teil bei Debatte darauf rekurrieren, beim BGH-Urteil machst Du das ja auch.) Zur Gliederung: das ist total okay, Du musst die Vorschläge ja nicht annehmen. --SimchaAzad (Diskussion) 21:44, 6. Mär. 2026 (CET)
- Ähnlich wie @SimchaAzad finde ich den Artikel gut, mit zahlreichen sehr guten Elementen, aber deutlich zu lang - so lang, dass die enzyklopädische Qualität leidet. Dass es dem Autor schwerfällt, zu kürzen, verstehe ich gut. Manches wird vielleicht mit größerem zeitlichen Abstand einfacher - mittelfristig, weil @EinBeitrag etwas Abstand gewinnt, langfristig, weil irgendwann sehr wohl wissenschaftliche Darstellungen zu erwarten sind, die dann als Leitschnur dienen können, wo gekürzt werden kann. (Wenn da nichts kommt, was ich nicht erwarte, spräche das für noch stärkeres Kürzen.) Ich danke Dir jedenfalls für Deine Arbeit, EinBeitrag, die nicht weniger verdienstvoll wird, wenn eines Tages jemand den Artikel durch kluge Kürzung noch weiter verbessert. Gruß --CRolker (Diskussion) 22:22, 6. Mär. 2026 (CET)
- Ja, wenn (falls) diese Literatur zur Debatte auftaucht, dann hätten wir eine verlässliche Grundlage für Zusammenfassungen. Vorher fehlt einfach ein objektives Kriterium dafür, welche Stimme relevant ist oder welche man weglassen kann. Das möchte ich einfach nicht eigenmächtig entscheiden.
- Nur nochmal zur Klarheit, damit wir nicht aneinander vorbeireden: Bei der jetzigen Darstellung handelt es m.E. gerade NICHT um eine bloße "Aufzählung einzelner Meinungen", sondern um den tatsächlichen Verlauf der Debatte, also auch, wer wann warum auf wen oder was reagierte. Die bloße Aufzählung würde vielmehr bei der vorgeschlagenen Teilung in Pro/Contra herauskommen. Bei der Reduktion auf "(wer ist für) abnehmen, dranbehalten, modifizieren" würden das Modifizieren und die "Nuancen" ja verlorengehen.
- Dass die Positionen sich "eher in Nuancen unterscheiden", ist ja gerade ein wichtiger Grund gegen die Pro/Contra-Einteilung. Es ist auch der Grund für die genaue Darstellung der Einzelbegründungen, inklusive Zitaten. Ich finde, diese differenzierte genaue Wiedergabe der Einzelbegründungen macht den Debattenteil doch eigentlich erst interessant, während die vorgeschlagene Reduktion ihn eher unlebendig, statisch, langweiliger zu lesen machen würde.
- Täusche ich mich da? Oder braucht es vielleicht einfach noch etwas mehr Eintauchen in die verschiedenen Sichtweisen? Die EKD-Vertreter z.B. hatten ein deutlich anderes Interesse als der Gemeinderat, obwohl beide sich jeweils um bessere historische Kontextualisierungen des Streitobjekts bemühten. Die EKD wollte einen bundesweiten Anstoß im Verhältnis zum Judentum von der Kirche der Reformation entfernen, der Gemeinderat wollte die gewachsene Gedenktradition nicht gefährden und es vielleicht auch nicht mit dem Stadtrat verscherzen, den die AfD vor sich hertrieb.
- Falls dazu tatsächlich ein Buch erscheint, bin ich der Erste, der es als Hauptbeleg auswerten wird. Bis dahin bitte ich um Verständnis für meine Argumente. EinBeitrag (Diskussion) 10:44, 7. Mär. 2026 (CET)
- Zu dem Einwand "dass der Anschlag in Halle die Debatte stark verändert, kommt hier nicht so stark raus, gibt hier nur Sinn wegen Biehler und AfD": Hier muss man erneut berücksichtigen, wer wann auf wen und was reagierte. Harveys Petition -> Abnahmebündnis vor Ort -> Gegenpetition der AfD Wittenberg und AfD-Antrag im Stadtrat -> Stadtratsbeschluss zur Infotafel -> Anschlag in Halle 2019 -> neue Mahnwache -> üble AfD-Hetze vor Ort. Das sind die besonderen lokalen Umstände in Wittenberg selbst. Die Reaktionen auf das BGH-Urteil dagegen erfolgten bundesweit und nicht wegen einer früheren Petition und den lokalen Reaktionen darauf. Darum die Einteilung.
- Bei erneuter Durchsicht von Teil 4.1 stelle ich fest, dass jeder Satz dort genau eine Info zu diesem Verlauf mitteilt, und zwar so knapp wie möglich. Ich sehe nicht, wie sich das noch mehr kürzen ließe. Unabhängig davon schaue ich nochmal bei den anderen Teilen, was sich ohne Verlust der Abfolge kürzer sagen lässt. MfG, EinBeitrag (Diskussion) 11:14, 7. Mär. 2026 (CET)
- Ich will Dich nicht überzeugen, dass Du an dem Artikel kürzen sollst. Du hast den Artikel hier in den Review gestellt und ich (und andere) haben darauf mit Ihrer Meinung reagiert. Du hast explizit noch einmal zu der veränderten Version eine Rückantwort erbeten, worauf nochmal Antwort kam. Ich habe aber kein Problem damit, wenn Du den Artikel nicht kürzst. Trotz Wiederholdungsgefahr noch einmal abschließend: Ich sehe durchaus, dass Du die Debatte darlegst, wer auf wen wann und warum reagiert (einiges davon halte ich trotzdem für Einzelmeinungen, die zumindest im Text nicht explizit auf vorige Meinungen zurückgreifen oder auf sie antworten). Ich halte das allerdings für zu detailliert für den Zweck der Wikipedia oder auch einfach für ein „packendes“ Lesen des Artikels. Die Darstellung der Debatte ist, wie CRolker schön geschrieben hat, eine verdienstvolle Arbeit. Noch besser würde der Artikel aber durch Kürzung. Die Demut, nicht selbst entscheiden zu wollen/können, welche Stimmen wichtig(er) sind, ehrt Dich und ich kann auch das nachvollziehen, insbesondere, da Dir das Thema offenbar sehr wichtig ist. Ich habe mich nicht annähernd in das Thema so reingelesen wie Du, könnte somit umso weniger auf die Schnelle sagen, welche Stimmen/Meinungen besonders wichtig, vielleicht auch prägend für die nachfolgenden Stimmen sind. Meine aus der Hüfte geschossenen Vorschläge zum Kürzen kommen rein aus dem Lesen des Artikels heraus (1. Forderung muss natürlich dargestellt werden, weitere Argumente dafür wirken dann aus der reinen Textstruktur heraus weniger bedeutsam als eine markante Gegenstimme). Das Selektieren gehört aber so oder so immer zur Arbeit bei Wikipedia. Bei Artikeln, zu denen es Massen an Literatur gibt, die gar nicht in seiner Gänze verarbeitet werden kann (z. B. Napoleon), kann man ja auch nicht alles in der Literatur dargelegte darstellen. Die Auswahl der gebrauchten Literatur, der Betonung bestimmter Argumente oder Aspekte gegenüber anderen, prägt jeden Artikel. Das ist legitim und notwendig, weil es ohne Auswahl von Informationen keine Orientierung gibt; legitim auch in diesem Artikel, auch ohne dass es (bisher) eine wissenschaftliche Aufarbeitung gibt. Von dem was Du hier schreibst lässt sich ja auch rauslesen, dass der Anschlag in Halle besonders wichtig für die Diskussion war. Also wäre dieser Wechsel zum Beispiel besonders zu betonen (oder, da der Text eben sehr lang ist: anderes zu kürzen). --SimchaAzad (Diskussion) 21:38, 7. Mär. 2026 (CET)
- Dis Diskussion hier konzentriert sich stark auf den m.E. einzigen negativen Aspekt des Artikels, eben seinen zu großen Umfang. Das liegt inder Natur der Sache (Review soll ja Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren), ich stelle es mir für den Hauptautor aber ein wenig frustrierend vor. Deshalb von mir gerne noch einmal ausdrücklich die Bekräftigung: Der Artikel bietet in der Tat eine "sehr gründliche, gut gegliederte, gewissenhafte und informative Darstellung", auch wenn er aus enzyklopädischer Sicht zu lang ist und ich persönlich ihn deshalb auch nicht als Lesenswert-Kandidat vorschlagen würde. Wenn Du nicht auch noch das Kürzen leisten kannst, schmälert das aber nicht Deine Verdienste um den Artikel; und wenn weder Du noch Leute wie ich (die eine Kürzung wünschen, ohne sie leisten zu können) es schaffen, das Ganze zu kürzen, dann haben wir eben einige Jahre lang eine zu ausführliche, aber gründliche und ausgewogene Darstellung eines komplexen Themas. Da hat Wikipedia schlimmere Mängel als diesen. Gruß --CRolker (Diskussion) 11:43, 9. Mär. 2026 (CET)
Investiturstreit
Hallo ihr Lieben,
ich habe den Artikel (und auch den Artikel Morgenländisches Schisma) damals verfasst, als ich noch in der Schule war und noch kein Geschichtsstudium begonnen hatte. Das Thema ist ja extrem groß. Zu groß für mich damals und eigentlich auch heute. Der ursprüngliche Beitrag war nicht besonders gut ausgearbeitet. Beim Ausbau des Artikels habe ich zudem keine systematische Quellenarbeit betrieben. Viele der Werke, die ich damals verwendet habe, würde ich heute nicht mehr heranziehen.
Gut war der Artikel nie. Mein Plan wäre es, den Artikel zusammen mit euch mal auf einen ordentlichen Stand zu bringen. Das hat das Thema sicherlich verdient.
Könnt ihr mir vielleicht Hinweise zur Methode sowie zu geeigneten Quellen und zur Literatur geben?
Mit vielen Grüßen.
B.
Angesprochen sind insbes.
@Tolanor @Tusculum @Armin P. @CRolker @Benowar @Hans-Jürgen Hübner @Ktiv --~2026-16677-59 (Diskussion) 10:30, 16. Mär. 2026 (CET)
Staatsfeiertag (Österreich)
Vor sechs Jahren hatte ich während der COVID-Pandemie viel freie Zeit am Computer und habe dabei die Lücke geschlossen, dass Österreichs Staatsfeiertag noch keinen Artikel hatte (was den Verwechselungen mit dem Nationalfeiertag zusätzlich Nahrung gab...). Seither habe ich ihn Jahr um Jahr weiter verbessert und ausgebaut. Diesbezüglich habe ich auch noch ein bisschen in petto, aber trotzdem scheint mir langsam ein Review angebracht zu sein als Vorbereitung einer Baustein-Kandidatur. Passt das so, oder welche großen Baustellen gibt es noch? --KnightMove (Diskussion) 17:53, 16. Mär. 2026 (CET)