Wilhelm Birkenbeul

deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Wilhelm Birkenbeul (* 14. Februar 1899 in Saarbrücken; † Oktober 1974) war ein deutscher Diplom-Ingenieur, Oberst der Wehrmacht und Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Birkenbeul, Sohn eines Schlachthof-Verwalters, trat am 30. Juli 1917 als Kanonier beim 1. Rekruten-Depot des Fußartillerie-Regiments 8 in Metz in die königlich preußische Armee ein. Im Dezember 1917 wurde er zur Flak-Ersatz-Abteilung 1 und im April 1918 zum Flak-Zug 84 versetzt. Am 4. Dezember 1918 wurde er aus den Streitkräften entlassen.

Am 22. März 1919 bestand Birkenbeul das Abitur und absolvierte von April 1919 bis März 1920 eine Ausbildung in der Maschinenfabrik Ehrhardt & Sehmer in Saarbrücken. Von April 1920 bis Dezember 1923 studierte er Maschinenbau und Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt und wurde am 19. Februar 1924 Diplom-Ingenieur. Von August bis Juni 1924 war er beim Deutschen Automobilkonzern GmbH, Generalvertretung Albert Häfner GmbH in Saarbrücken angestellt und von November 1924 bis Januar 1928 bei Siemens & Halske in Saarbrücken. Von Februar 1928 bis März 1935 war er Fachstudienrat an der Landesmittelschule Heeresfachschule für Gewerbe und Technik der Nachrichtenabteilung in Stettin.

Am 1. April 1925 wurde Birkenbeul als Regierungsbaurat in die Wehrmacht eingestellt und Abteilungsingenieur der Korps-Nachrichten-Abteilung in Stettin. Im Oktober 1937 wurde er Regiments-Ingenieur des Infanterie-Regiments 25 (motorisiert) in Stargard und am 1. August 1938 zum Leutnant der Reserve ernannt. Ab November 1938 war er Divisions-Ingenieur der 2. Infanterie-Division in Stettin, wo er am 1. August 1939 die Ernennung zum Major (Ingenieur) erhielt und mit dieser er später in Polen und Frankreich eingesetzt war. Ab Januar 1941 war er Panzergruppeningenieur der Panzergruppe 1 und ab August 1941 Erster Generalstabsoffizier (Ia), später Chef des Stabes, beim Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Oberstleutnant (Ingenieur) und am 1. April 1943 zum Oberst ernannt und war von Dezember 1943 bis Mai 1944 Gruppenleiter beim General der Motorisierung II im Oberkommando des Heeres. Nach einigen Monaten in der Führerreserve im Wehrkreis XIII wurde er mit Ablauf des Oktober 1944 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen, hatte aber bereits im Mai 1944 den Posten des Technischen Direktors der Zentralabteilung der Aluminium-Werke GmbH in Nürnberg übernommen.

Ab Mai 1945 war Birkenbeul Technischer Betriebsleiter der Brauerei und Gut Bernreuther in Pyras und war von Oktober 1948 bis Juni 1956 als freiberuflicher Ingenieur tätig.

Am 2. Juli 1956 wurde Birkenbeul als Brigadegeneral in die Bundeswehr eingestellt und Kommandeur der Feldzeug-Truppenschule in Sonthofen. Im März 1957 wechselte er nach Köln ins Truppenamt als Inspizient der Feldzeugtruppe, 1959 umbenannt in Inspizient der Instandsetzungstruppe und Instandsetzungsdienste. Mit Ablauf des März 1961 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 169–170.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 69.

Related Articles

Wikiwand AI