Wilhelm Blos

deutscher Journalist und Politiker, MdR, Staatspräsident von Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Josef Blos (* 5. Oktober 1849 in Wertheim; † 6. Juli 1927 in Stuttgart-Cannstatt) war ein deutscher Journalist, Historiker, Schriftsteller und Politiker. Blos war Mitglied des Reichstags für die SPD und erster Staatspräsident des Volksstaates Württemberg. Als Journalist war er u. a. erster verantwortlicher Redakteur (Sitzredakteur) der Satirezeitschrift Der Wahre Jacob. Für den Wahren Jacob schrieb er unter dem Pseudonym Hans Flux, eine Schrift erschien unter dem Pseudonym A. Titus.

Wilhelm Blos
Wilhelm Blos, fotografiert von Alfred Hirrlinger

Leben

Wilhelm war beim Tod seines Vaters, des Landarztes Aloys Blos, sieben Jahre alt. Der Stiefvater misshandelte ihn. Er lebte ab 1863 bei seinen Großeltern und besuchte das Lyzeum in Wertheim. Später verklagte er seinen Stiefvater erfolgreich wegen Erbschleicherei. Er brach eine Kaufmannslehre in Mannheim ab, holte das Abitur nach und studierte ab 1868 Geschichte und Philologie an der Universität Freiburg. Dort wurde er Mitglied im Corps Rhenania Freiburg.

Blos brach das Studium nach drei Semestern aus Geldnot ab und wurde Journalist. Bis 1875 arbeitete er bei wechselnden, teils sozialdemokratischen Zeitschriften. Die kurze Zeit beim Konstanzer Volksfreund brachte ihm eine Anklage wegen Pressevergehens ein. In Nürnberg wurde er im Jahr 1872 Mitglied der SDAP. In Eisenach lernte er August Bebel und Wilhelm Liebknecht kennen. Da Bebel, Liebknecht und Adolf Hepner verhaftet wurden, sollte Blos beim Volksstaat die Redaktionsarbeit übernehmen. Während der Arbeit am Volksstaat wurde Blos 1874 zu einer dreimonatigen Haftstrafe wegen Pressevergehens verurteilt. Nach der Verbüßung seiner Haftstrafe lernte er 1874 Karl Marx kennen.[1]

Im Jahr 1875 gründete er in Mainz den Mainzer Eulenspiegel, ein wöchentlich erscheinendes Satireblatt. Bald wurde er erneut angeklagt und inhaftiert. Auf dem Gothaer Vereinigungskongress im Mai 1875 vertrat Blos, damals in Mainz wohnend, 125 Parteimitglieder aus Mainz und Gartenfeld.[2] Bei den Reichstagswahlen 1877 und 1881 gewann er den Reichstagswahlkreis Reuß älterer Linie für die SPD.[3]

Von Herbst 1875 an arbeitete Blos in Hamburg bei dem von Wilhelm Hasselmann neu gegründeten Hamburg-Altonaer Volksblatt.[4] Die Stelle als Redakteur neben dem Arbeiterdichter Jacob Audorf (1875–1877) behielt er bis 1880. Auch an der Gerichtszeitung[5] arbeitete Blos neben Ignaz Auer. Die Verabschiedung des Sozialistengesetzes am 19. Oktober 1878 beendete das Erscheinen vieler sozialdemokratischer Zeitschriften. Im eher liberalen Hamburg zögerte sich seine Durchsetzung etwas hinaus. Im Jahr 1879 war Blos durch den Verleger Johann Heinrich Wilhelm Dietz erster „verantwortlicher“ Redakteur der monatlichen Satirezeitschrift Der wahre Jacob diese musste Ende 1879 ihr Erscheinen einstellen. Nach der Verhängung des Kleinen Belagerungszustands am 29. Oktober 1880 wurden Blos, Auer und andere Sozialdemokraten aus Hamburg und Preußen ausgewiesen.

Porträtrelief von Wilhelm Blos auf seinem Grabstein in Stuttgart

Nach Aufenthalten in Mainz und Bremen holte Dietz ihn 1883 nach Stuttgart, wo die Sozialdemokraten weniger scharf verfolgt wurden. Dort arbeitete er auch als Korrektor[6] für Die Neue Zeit. Nur 1884 schrieb er monatlich ‚quasi offiziell‘ unter dem Kürzel „W. B.“ eine „Politische Rundschau“.[7]

Beim Dampfersubventionsstreit (1884/1885) innerhalb der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion war Blos ein entschiedener Befürworter dieses Gesetzes.[8][9]

Blos war Mitglied der sogenannten „Preßgalgenkommission“, die den Züricher Sozialdemokrat inhaltlich zensieren wollte.[10] Schon 1881 hatte er im Reichstag gesagt: „daß unter uns sozusagen zwei Parteien bestehen, eine gemäßigte und eine extreme oder revolutionäre, wie er sie genannt hat. Ich möchte diese Eintheilung etwas anders machen. Es sind vielmehr die zwei Parteien eine ausländische und eine einheimische;[11] so wird die Sache wohl liegen.“[12] Der konservative Autor W. Krieter schrieb 1887: „Die Herren Geiser, Blos und Frohme, deren Geisteserzeugnisse in den Dietz'schen Zeitschriften meist zum Abdruck gelangen, haben das gleiche Interesse. […] Die vieljährige Übung dieser gemäßigten Schreibweise bleibt natürlich auch nicht ohne Einfluß auf die Denkweise selbst.“[13]

Ab 1884 wurde Der Wahre Jacob in Stuttgart neu herausgegeben. Blos schrieb einige Artikel, Satiren und Gedichte für dieses Blatt. Das Berliner Volksblatt führte ihn von 1884 bis 1890 als Sitzredakteur, der für Fälle der Anklage verantwortlich zeichnete. Am 1. Januar 1891 erschien in Berlin das zentrale Organ der SPD Berliner Volksblatt. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Chefredakteur war Wilhelm Liebknecht. Blos war für kurze Zeit Mitredakteur der Zeitung.[14]

Bei den Reichstagswahlen 1884 bis 1912 wurde er mit Unterbrechungen als Abgeordneter des Reichstagswahlkreis Herzogtum Braunschweig 1 BraunschweigBlankenburg gewählt.[15] Blos hat nach eigener Aussage „unter den parlamentarischen Gestirnen […] nicht geglänzt“. Politisch plädierte Blos ab den 1890er Jahren für ein Bündnis mit den Liberalen und bekannte sich zum Reformismus.

Im September 1890 wurde das Sozialistengesetz aufgehoben, und Blos widmete sich seinen historischen Forschungen. Seine Publikationen umfassen zwei Romane mit sozialkritischer Tendenz, Übersetzungen, Arbeiten zur Revolution 1848/49, zum Bauernkrieg und die autobiografischen Arbeiten Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten und Von der Monarchie zum Volksstaat. Horst Krause urteilte: „Seine Geschichtsschreibung wies ihn zwar nicht als großen Wissenschaftler aus […], daß ihm in historischen Fragen von bedeutenden Persönlichkeiten seiner Partei und über die Parteigrenzen hinaus nicht nur Kompetenz attestiert worden ist, sondern daß er ein breites Publikum gefunden und […] das politische Bewußtsein seiner Zeitgenossen mitgeprägt hat.“[16] Er heiratete 1905 Anna Tomasczewska, die Mitglied im Landesvorstand der SPD Württemberg war.

Blos war ein aktiver und bedingter Befürworter der Bewilligung der Kriegskredite am 4. August 1914[17] und der Burgfriedenspolitik der SPD-Reichstagsfraktion.

Wilhelm Blos, Porträt durch Oskar Obier, Öl auf Leinwand im Staatsministerium Baden-Württemberg, Villa Reitzenstein

Während der Novemberrevolution übernahm Wilhelm Blos am 9. November 1918 die Regierung als Ministerpräsident (ab 1919 mit der Amtsbezeichnung Staatspräsident) und Außenminister des freien Volksstaates Württemberg. Blos hatte das Amt des Ministerpräsidenten nie angestrebt; er hatte sich damals aus der aktiven Politik zurückgezogen und sich auf seine journalistische Tätigkeit konzentriert. Am 9. November 1918 hatte er lediglich seine Frau Anna Blos zu einer Sitzung des Landesvorstands der SPD Württemberg begleiten wollen.[18] Dass die Wahl auf Blos fiel, begründete sich wohl aus seiner moderaten politischen Haltung, die ihm in diesem Moment integrative Kraft verlieh und ihm die Zustimmung sowohl der bürgerlichen Kräfte und der Radikaldemokraten wie die der Sozialdemokratie und der Räte sicherte. Die Regierung wurde zunächst nur von der SPD und der USPD gebildet. Am 11. November traten auch Minister aus bürgerlichen Parteien in die Regierung Blos ein, nachdem der König sie von ihrem Treueid entbunden hatte. Am 30. November 1918 dankte König Wilhelm II. von Württemberg offiziell ab. Er hatte die Hauptstadt Stuttgart bereits am 9. November 1918, nach der Erstürmung seines Palais, verlassen und nahm auf die neu gebildete revolutionäre Regierung Blos keinen Einfluss. Am 12. Januar 1919 fand die Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung statt, die Blos im Amt bestätigte. Im Juni 1920 erlitten die Sozialdemokraten bei der ersten regulären Landtagswahl eine empfindliche Niederlage.

Paul Sauer schrieb dazu 1982:[19]

Bei der Wahl vom 6. Juni 1920 erlitt die SPD in Württemberg einen schweren Rückschlag. Trotz der Einwände von Blos und Keil beschloß die Landesleitung der Partei, sich an der neuzubildenden Regierung nicht zu beteiligen. Für das hohe Ansehen, das sich der bisherige Regierungschef erworben hatte, spricht, daß die bürgerlichen Parteien, nachdem sie vergeblich versucht hatten, die SPD zum Verbleib in der Regierung zu bewegen, an Blos mit der Bitte herantraten, er solle sich weiterhin für das Amt des Staatspräsidenten zur Verfügung stellen.
Blos lehnte jedoch in vornehmer Zurückhaltung und mit Rücksicht auf seine Partei ab. Er wollte nicht als „Kleber am Ministersessel“ erscheinen.
Der neue Staatspräsident, der Demokrat Johannes von Hieber, würdigte nach seiner Wahl die großen Verdienste seines Vorgängers um das württembergische Volk. Im besonderen hob er hervor, daß Blos trotz der Last des Alters sein Amt eineinhalb Jahre „mit Ruhe und Würde, mit Klugheit, Besonnenheit und Entschiedenheit“ geführt habe.
Ganz ähnlich äußerte sich die Esslinger Zeitung in einem Gedenkartikel, mit dem sie am 7. Juli 1927 den Tod des ersten württembergischen Staatspräsidenten anzeigte:
„Die gewissenhafte Pflichterfüllung, sein politisches Taktgefühl, verbunden mit gereifter Lebenserfahrung und ernstem Pflichtbewußtsein, haben ihm die schwere Aufgabe erleichtert, und seine Anschauung, daß nur Arbeit, Recht und Ordnung unser armes Land und Reich wieder aus dem Elend herausführen können, bildete eine glückliche Grundlage für den Erfolg. Man kann es mit ruhigem Gewissen sagen, daß die verhältnismäßige Stetigkeit in der Entwicklung unseres Landes seit dem November 1918 zu einem großen Teil seiner maßvoll klugen Geschäftsführung zu danken ist...“.
Blos war noch bis 1924 Landtagsabgeordneter.

Horst Krause schrieb 1980, Blos habe sich in seiner Schrift Marx oder Bakunin? Karl Marx und Friedrich Engels. Demokratie oder Diktatur? „sogar zu einer plakativen Gleichsetzung von Bolschewismus und Bakunismus“ verstiegen.[20]
Wilhelm Keils Memoiren[21] und Blos' autobiografische Erinnerungen[22] wurden zu den erwähnenswerten sozialdemokratischen Revolutionsdarstellungen für Württemberg gerechnet.[23]
Blos schrieb in seinen 1920 erschienenen Erinnerungen: „Die nun eintretende Spaltung der Sozialdemokratie war an sich zu bedauern. Sie lähmte die Aktionskraft der Partei zum guten Teil. Aber sie brachte auch den unschätzbaren Gewinn, daß alle die Hyporadikalen und mit ihnen die Krakehler, die durch lange Jahre das innere Parteileben gestört und verwirrt, nun plötzlich draußen waren. […] Das ganze unaufhörliche Gejammer über die Spaltung erschien übertrieben […]. Ich forderte dort die Ersetzung des ‚greisenhaften‘ Erfurter Parteiprogramms durch ein zeitgenössisches, was aber leider erst spät ausgeführt wurde.“[24]

Blos zog sich nach seinem Amtsende am 23. Juni 1920 ins Privatleben zurück. Er und seine Frau Anna befanden sich in schwierigen finanziellen Verhältnissen, weil er nach seiner Amtsniederlegung nur eine „kleinliche“ Pension erhielt.[25] Blos erlitt im April 1927 einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Er starb am 6. Juli 1927 im Städtischen Krankenhaus Stuttgart-Bad Cannstatt. Er wurde auf dem Stuttgarter Pragfriedhof bestattet. Die württembergische Regierung ließ ihm 1929 ein von Professor Alfred Lörcher geschaffenes Denkmal setzen.[19]

Ehrungen

Straßenschild in Hamburg-Horn

Am 15. Dezember 1929 wurde im Hamburger Stadtteil Horn der Blosweg nach ihm benannt. Im nahen Umfeld liegen auch der Audorfring und die Auersreihe. Nach einer Umbenennung in den Jahren 1934 bis 1945 (NS-Zeit) erhielt der Weg am 25. Oktober 1945 seinen alten Namen zurück und eine angrenzende Straße wurde Blostwiete benannt.

Er ist (zusammen mit seiner Frau) ferner Namensgeber der Wilhelm-Blos-Straße in Ludwigsburg und Stuttgart, sowie der Wilhelm-Blos-Straße in Wertheim am Main und in Berlin-Mahlsdorf.

Werke

Grab von Wilhelm Blos auf dem Pragfriedhof in Stuttgart

Selbständige Schriften

  • Blut und Eisen. Die Entstehung des Krieges von 1866 nach den Enthüllungen Lamarmora's und der Streit zwischen Bismarck und Lamarmora. Rübner, Chemnitz 1874.
  • Zur Geschichte der Kommune von Paris. Genossenschaftsbuchdruckerei, Nürnberg 1874. (2. Aufl. Wilhelm Bracke jr., Braunschweig 1876)
  • Unsere Preßzustände. Genossenschaftsbuchdruckerei, Nürnberg 1874.
  • Die Revolution zu Mainz 1792 und 1793. Nach Quellen dargestellt. Genossenschaftsbuchdruckerei, Nürnberg 1875.
  • A. Titus: Der König von Corsika. Eine romantische Dichtung. Kriebel, Hamburg 1881.
  • Die Französische Revolution. Volksthümliche Darstellung der Ereignisse und Zustände in Frankreich von 1789 bis 1804. J. H. W. Dietz, Stuttgart 1888. (2. Aufl. 1890; 3. Aufl. 1906; 4. Aufl. 1910; 5. Aufl. 1920; 6. Aufl. 1921; 7. Aufl. 1922; 8. Aufl. 1923)
    • Francuzskaja revoljucija. Istoriceskii obzor sobytij i obestv. sostojanija vo Francii s 1789–1804 g. Stasjulevi, S.-Peterburg 1895. (In kyrillischer Schrift, russisch)
    • Francuzskaja revoljucija. Istoriceskii obzor sobytij i obestv. sostojanija vo Francii s 1789–1804 g. Perev. G. F. L'vovia. Al'tuler.Izd. 3. S.-Peterburg 1906. (In kyrillischer Schrift, russisch)
  • W. Zimmermanns Großer deutscher Bauernkrieg, hrsg. von Wilhelm Blos. Illustriert von Victor Schivert und O. E. Lau. J. H. W. Dietz, Stuttgart 1891 (Digitalisat)
  • Rothenburger Tage. Eine Geschichte aus stürmischer Zeit. Trenkle, Rothenburg ob d. Tauber 1892.
  • Das Ende vom Lied. Sozialer Roman. Heinrich Minden, Dresden und Leipzig 1892.
  • Die Deutsche Revolution. Geschichte der deutschen Bewegung von 1848 und 1849. Illustriert von Otto E. Lau. J. H. W. Dietz, Stuttgart 1893 Google Digitalisat; (2. Aufl. 1898; 3. Aufl. 1906; 4. Aufl. 1920; 5. Aufl. 1922; 6. Aufl. 1923).
  • Philipp Buonarroti: Babeuf und die Verschwörung für die Gleichheit, mit dem durch sie veranlaßten Prozeß und den Belegstucken. Übersetzt und eingeleitete von Anna und Wilhelm Blos. J. H. W. Dietz Nachf., Stuttgart 1909. (= Internationale Bibliothek. 49). Digitalisat (dazu Rezension von Hermann Wendel.[26])
  • Denkwürdigkeiten des Generals Franz Sigel aus den Jahren 1848 und 1849. Hrsg. von Wilhelm Blos. Bensheimer, Mannheim 1902. (Digitalisat)
  • Der Prinzipienreiter. Eine Geschichte aus dem Jahre 1848. Grübel & Sommerlatte, Leipzig 1902. (Rezension.[27])
  • Pater Ambrosius. Charakterbild aus dem fränkischen Bauernkrieg. Eine historische Studie. G. Birk & Co., München 1906. Digitalisat Buchtitel offline (nicht mehr online verfügbar) (dazu Rezension von Franz Mehring[28])
  • Die Geächteten. Sozialpolitischer Roman aus der Zeit des Sozialistengesetzes. Erster Band. Buchhandlung Volksstimme G. Maier & Co., Frankfurt am Main 1907. (Reprint: Union Druckerei und Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1989)
  • Badische Revolutionsgeschichten aus den Jahren 1848 und 1849. Verlag der Parteibuchhandlung, Mannheim 1910. (Rezension.[29])
  • Die neue Aera. Verlag „Internationale Korrespondenz“ (A. Baumeister), Berlin 1916. MDZ Reader
  • Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten. Digitalisat Zeno.org
    • Erster Band. G. Birk & Co., München 1914.
    • Zweiter Band. G. Birk & Co., München 1919.
  • Marx oder Bakunin? Demokratie oder Diktatur? Eine Kampfschrift gegen den Vorläufer des Bolschewismus. Zeitgemäße Neuausgabe der Berichte an die sozialistische Internationale über Michael Bakunin von Karl Marx und Friedrich Engels. Mit einem Geleitwort und Erläuterungen herausgegeben von Wilhelm Blos. Volksverlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart 1920. (dazu Rezension von Heinrich Cunow[30])
  • Wilhelm Blos, Paul Hahn: Denkwürdigkeiten aus der Umwälzung. Bergers Literarisches Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1923.
  • Von der Monarchie zum Volksstaat. Zur Geschichte der Revolution in Deutschland insbesondere in Württemberg. 2 Bände, Bergers Literarisches Büro u. Verlagsanstalt, Stuttgart 1922–1923 Digitalisat (nur Band 1)
  • Florian Geyer. Lebens- und Charakterbild aus dem großen Bauernkrieg. J. H. W. Dietz Nachf., Berlin 1924. (=Die kleine Reihe. Band 3)
  • Der Untergang des Frankfurter Parlaments. Societäts-Druckerei, Frankfurt am Main 1924. (=Die Paulskirche. Eine Schriftenfolge 10)

Aufsätze (Auswahl)

  • Newa und Bosporus. In: Hamburg-Altonaer Volksblatt. Nr. 150 vom 16. Dezember 1877.[31]
  • W. B.: Wiener Poeten während des Jahres 1848.[32] In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 1(1883), Heft 10, S. 465–472. (Digitalisat)
  • Florian Geyer. Lebens- und Karakterbild aus dem großen Bauernkrieg.
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 2, S. 58–65. (Digitalisat)
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 3, S. 108–116. (Digitalisat)
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 4, S. 165–174. (Digitalisat)
  • Ludwig Börne. Zur Säkularfeier seiner Geburt.
    • Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 6, S. 264–270. (Digitalisat)
    • Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 7, S. 326–333. (Digitalisat)
  • Der soziale Roman. Eine kritische Plauderei. Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 4(1886), Heft 9, S. 424–428. (Digitalisat)
  • Das Frankfurter Parlament. Eine historisch-kritische Studie
    • Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 1, S. 21–28. (Digitalisat)
    • Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 2, S. 70–78. (Digitalisat)
    • Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 3, S. 114–122. (Digitalisat)
  • W. B.: Die Altersversorgung der Arbeiter. Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 5, S. 228–234. (Digitalisat)
  • W. B.: Vom alten Becker. Zur Erinnerung an einen Veteranen der Arbeiterbewegung. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 7, S. 298–306. (Digitalisat)
  • Aus einer guten alten Zeit. Arbeiter und Arbeiterleben vor vierhundert Jahren.
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 10, S. 432–442. (Digitalisat)
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 5(1887), Heft 11, S. 493–502. (Digitalisat)
  • W. B.: Dunst.[33] Zur Karakteristik unserer modernen deutschen Romanliteratur. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 6(1888), Heft 1, S. 34–41. (Digitalisat)
  • W. B.: Meister Timpe. Sozialer Roman von Max Kretzer. (Berlin 1888.). In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 6(1888), Heft 12, S. 574–576. (Digitalisat)
  • W. B.: Gold und Blut, oder wie kann die gegenwärtige Nothlage des deutschen Nährstandes, insbesondere des Landwirths, des Handwerkers, des Fabrikarbeiters, auf gesetzlichem Wege wieder abgeschafft werden? Rede, am 23. August 1885 in der Tonhalle zu Villingen gehalten von Dr. Herm. Sevin,[34] Professor am Gymnasium in Konstanz. Freiburg, Herder’sche Verlagsbuchhandlung 1885. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 6(1888), Heft 4, S. 187–189. (Digitalisat)
  • W. B.: Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. 2 Bände. Dresden und Leipzig, E. Pierson's Verlag. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 8(1890), Heft 3, S. 140–143. (Digitalisat)
  • W. B.: Friedrich Stoltze's gesammelte Werke. Frankfurt am Main 1892. Verlag von Heinrich Keller. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 10.1891-92, 2. Bd.(1892), H. 52, S. 822–824. (Digitalisat)
  • Ein Hauptquell bürgerlicher Bildung.
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 11.1892-93, 1. Band (1893), Heft 20, S. 633–637. (Digitalisat)
    • In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 11.1892-93, 1. Band (1893), Heft 22, S. 696–699. (Digitalisat)
  • Professoren als Geschichtschreiber. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 11.1892-93, 2. Band (1893), Heft 28, S. 19–23. (Digitalisat)
  • W. B.: Eine Klarstellung. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 15.1896-97, 1. Band (1897), Heft 14, S. 439–441. Digitalisat[35]
  • Eine deutsche Reichsstadt. In: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. 18.1899-1900, 1. Band (1900), Heft 17, S. 542–546. (Digitalisat)
  • Bilder aus Lübecks Vergangenheit. So betitelt sich das schön ausgestattete und ziemlich umfangreiche Werk unseres Parteigenossen Theodor Schwartz, das unlängst im Verlag von Friedrich Meyer & Co. in Lübeck erschienen ist. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 24.1905-1906, 1. Band (1906), Heft 13, S. 439–440. (Digitalisat)
  • Giuseppe Garibaldi. Zur hundertsten Wiederkehr seines Geburtstags. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 25.1906-1907, 2. Band (1907), Heft 39, S. 411–423. (Digitalisat)
  • Zur Erinnerung an Wilh. Eichhoff. In: Schwäbische Tagwacht. 29(1909). Nr. 252 vom 29.1Oktober 1909, S. 4.
  • Hans Flux: 1911. In: Der Wahre Jacob. Nr. 639 vom 17. Januar 1911, S. 6922. Digitalisat Gedicht
  • W. B.: Theodor Schwartz, Hinrich Paternostermaker. Ein dunkles Blatt aus der lübeckischen Geschichte des vierzehnten Jahrhunderts. Lübeck, Friedr. Meyer & Co. 112 Seiten. 60 Pfennig. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 31.1912-1913, 2. Bd.(1913), Heft 43, S. 612–613. (Digitalisat)
  • W. B.: Aus dem Grabe eines Achtundvierziger-Revolutionärs. Unter diesem Titel präsentiert sich uns heute ein aus dem Verlag von Gohlke in Leipzig kommendes Buch.[36] In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 32.1913-1914, 1. Band (1914), Heft 25, S. 956–958. (Digitalisat)
  • W. B.: Die Flucht des Prinzen von Preußen, nachmaligen Kaisers Wilhelm I. Nach den Aufzeichnungen des Majors O. im Stabe des Prinzen von Preußen. Stuttgart, Greiner & Pfeiffer. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 32.1913-1914, 1. Band (1914), Heft 24, S. 916–918. (Digitalisat)
  • Die Freiligrath-Legende. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 28.1909-1910, 1. Band (1910), Heft 27, S. 904–908. (Digitalisat)
  • Der neue russische Staat. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 36.1917-1918, 1. Band.(1918), Heft 17, S. 392–397. (Digitalisat)
  • Revolutions-Experimente. In: Die neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 36.1917-1918, 1. Band(1918), Heft 24, S. 553–559. (Digitalisat)
  • Zur Marxfeier. In: Sozialistische Monatshefte. Band 24, Heft 8, 1918, Ausg. vom 1. Mai 1918, S. 404–406. (Digitalisat)
  • Der Kapp-Putsch. In: Friedrich Ebert und seine Zeit. Ein Gedenkwerk über den ersten Präsidenten der Deutschen Republik. Glass, Charlottenburg 1927, S. 279–302.

Nachlass

Siehe auch

Literatur

  • Blos, Wilhelm Josef. In: Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 6. stark vermehrte Auflage, Reclam, Leipzig 1913 (Digitalisat)
  • Anna Blos: Wilhelm Blos. In: Jahrbuch des Historischen Vereins Alt-Wertheim. Wertheim 1927, S. 41–45.
  • Fritz Schenk: Kritische Studien zu den Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten von Wilhelm Blos. Salach, Kaisser 1932. (phil. Diss. Tübingen)
  • Alfred Milatz: Blos, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 2. Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 316 (deutsche-biographie.de).
  • Wilhelm Blos und Anna Blos. In: Franz Osterroth: Biographisches Lexikon des Sozialismus. Band I: Verstorbene Persönlichkeiten. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 26–27.
  • Blos, Wilhelm: In: Wilhelm Kosch: Biographisches Staatshandbuch. Lexikon der Politik, Presse und Publizistik. Fortgeführt von Eugen Kuri. Erster Band. A. Francke Verlag, Bern / München 1963, S. 127.
  • Jutta Regine Seidel: Blos, Wilhelm. In: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon. Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 48–50.
  • Georg Eckert (Hrsg.): Wilhelm Liebknecht Briefwechsel mit deutschen Sozialdemokraten. Band I. 1862–1878. (= Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. Neue Folge. Band IV). Van Gercum & Comp., Assen 1973. Enthält 11 Briefe von Wilhelm Blos an Wilhelm Liebknecht
  • Dieter Fricke: Die deutsche Arbeiterbewegung 1869–1914. Ein Handbuch über ihre Organisation und Tätigkeit im Klassenkampf. Dietz Verlag, Berlin 1976, S. 33, 66, 93, 122, 144, 148 f., 152, 368, 381, 417, 513, 556 ff., 562.
  • SPD-Landesverband Baden-Württemberg (Hrsg.): Wilhelm und Anna Blos. Stuttgart 1977.
  • Hans-Joachim Mann: Standhaft vor dem „Sumpf des Parlamentarismus“. Vor 50 Jahren starb der erste demokratische Staatspräsident Württembergs. In: Vorwärts. Nr. 27, 7. Juli 1977, S. 29.
  • Horst Krause: Wilhelm Blos. Zwischen Marxismus und demokratischem Sozialismus in Geschichtsschreibung und Politik. (= Historische Studien. Band 438). Matthiesen, Husum 1980, ISBN 3-7868-1438-4.
  • Christof Rieber: Wilhelm Blos (1849–1927). In: Siegfried Bassler (Hrsg.): Mit uns für die Freiheit. 100 Jahre SPD in Stuttgart. Stuttgart 1987, S. 170–174.
  • Konrad Ege: Karikatur und Bildsatire im Deutschen Reich. Der „Wahre Jacob“ Hamburg 1879/80, Stuttgart 1884–1914; Mediengeschichte, Mitarbeiter, Chefredakteure, Grafik. Lit, Münster / Hamburg 1992, ISBN 3-88660-807-7.
  • Angela Graf: Blos, Wilhelm. In: Manfred Asendorf, Rolf von Bockel (Hrsg.): Demokratische Wege. Deutsche Lebensläufe aus fünf Jahrhunderten. J. B. Metzler, Stuttgart, Weimar 1997, ISBN 3-476-01244-1, S. 62–64.
  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 82.
  • Reinhard Tenberg: Blos, Wilhelm Joseph: In; Wilhelm Kühlmann (Hrsg.): Killy-Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. Band 1. A-Blu. 2., vollst. überarb. Auflage. de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-018962-9, S. 591. (books.google.de, Digitalisat)
  • Angela Graf: Blos, Wilhelm. In: Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Band 5. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0640-0, S. 54–56.
  • Christoph Brodhun: Wilhelm Blos. In: Manfred Blänkner, Axel Bernd Kunze (Hrsg.): Rote Fahnen, bunte Bänder. Dietz Nachf., Bonn 2016, ISBN 978-3-8012-0481-5, S. 85–91.

Einzelnachweise und Anmerkungen

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