Wilhelm Kaffl

deutscher Journalist und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Wilhelm Kaffl wurde als Sohn eines Bankteilhabers und Konsuls geboren und ging auf ein Humanistisches Gymnasium in München.

Seit 1927 engagierte er sich für den Nationalsozialismus. Er machte eine kaufmännische Ausbildung und ging im Anschluss zum Franz-Eher-Verlag, dem Zentralverlag der NSDAP, wo er den Journalismus erlernte. Zum 1. April 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 929.635).[1]

Kaffl studierte von 1932 bis 1935 Rechts- und Staatswissenschaften, sein Staatsexamen legte er in München ab. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Kameradschaft Planetta und 1938 von deren Altherrenschaft. Als Student gründete er den Motorsturm J.V.M./68 im NSKK, den er von 1934 bis 1937 als Sturm- und Staffelführer, dann als Standartenführer leitete. Ehrenamtlich war er als Stellvertretender Leiter und Justiziar des Landesverbandes Bayern des Reichsverbandes der Deutschen Presse (RDP) tätig. 1935 trat er in die Reichsstudentenführung ein und wurde Leiter des Amtes Presse und Propaganda. Seit 1936 arbeitete er wieder beim Zentralverlag der NSDAP und wurde Hauptschriftleiter der Zeitschrift Die Bewegung. 1937 wurde er in München zum Dr. iur. promoviert.

1938 ging er nach Wien, wo er an der Gründung der Wiener Ausgabe des Völkischen Beobachters beteiligt war. Er wurde Hauptschriftleiter der Zeitung Grenzmark Burgenland.

1939 wurde er nach München zurückberufen und wurde Hauptschriftleiter der Sonntag Morgen Post und Münchner Korrespondent des Völkischen Beobachters. Er war für die Bündelung der bisherigen Sonntagszeitungen des Verlages in ein neues Zentralblatt verantwortlich. Kaffl wurde Leiter des Vertraulichen Zeitschriften-Dienstes des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) und zum Reichshauptstellenleiter befördert. Als Publizist wirkte er in den Bereichen Innenpolitik und nationalsozialistische Weltanschauung. Er trat als Redner auf und war seit 1943 auch als Gauschulungsredner tätig.

Am 8. November 1939 blieb Kaffl beim Attentat im Bürgerbräukeller unverletzt.

Am 1. Mai 1944 wurde er Kreisstabsamtsleiter der NSDAP und Erster Bürgermeister von Miesbach. Wenige Wochen später starb er in Tegernsee.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Pressefreiheit im Nationalsozialistischen Staat. Dissertation Universität München 1937.
  • als Herausgeber: Wille und Weg der nationalsozialistischen Studenten. Bericht von der 1. Reichsarbeitstagung des NSD-Studentenbundes und der Deutschen Studentenschaft, Heidelberg, 22.–25. Juni 1937, Marburg 1937.
  • Verratener Sozialismus. 1941 als Manuskript gedruckt.

Literatur

Einzelnachweise

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