Wilhelm Klatte
deutscher Musiktheoretiker, Musikpädagoge, Musikjournalist und Dirigent
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Wilhelm Klatte (* 13. Februar 1870 in Bremen; † 12. September 1930 in Berlin[1]) war ein deutscher Musiktheoretiker, -pädagoge, -journalist und Dirigent.

Leben
Nach einem Studium der Musik in Leipzig begann Wilhelm Klatte seine berufliche Laufbahn als Musiker zunächst am Hoftheater Weimar bei Richard Strauss. In dieser Zeit war er auch verschiedentlich als Dirigent tätig. Im Jahr 1897 wurde er der erste Musikreferent beim Berliner Lokal-Anzeiger. Ab 1904 unterrichtete Klatte daneben als Lehrer für Musiktheorie am Stern’schen Konservatorium in Berlin und erhielt dort 1919 die Ernennung zum Professor. Seit 1925 hatte er zudem einen Lehrauftrag für Theorie an der Staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik. Zu seinen Schülern gehörte unter anderen der norwegische Pianist Birger Hammer.
Wilhelm Klatte bekleidete darüber hinaus einige Ehrenämter. So übte er Funktionen als Vorstandsmitglied im Allgemeinen deutschen Musikverein (ab 1909) und Vertreter der Tonkunst im Vorläufigen Reichswirtschaftsrat (ab 1925) aus.
Werke (Auswahl)
- Zur Geschichte der Programm-Musik. 1905.
- Franz Schubert (= Die Musik 22 und 23). Marquardt & Co., G.m.b.H., Berlin 1907 (Digitalisat).
- Aufgaben für den einfachen Kontrapunkt. 1915.
- Grundlagen des mehrstimmigen Satzes (Harmonielehre). 1922.
- Das Sternsche Konservatorium der Musik zu Berlin. 1925.
Literatur
- Hugo Riemann: Musik-Lexikon. 11. Auflage, bearbeitet von Alfred Einstein. Max Hesse Verlag, Berlin 1929, S. 899.
- Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band II, Hurka–Pallenberg. De Gruyter, Berlin [u. a.] 1960, Seite 1007. ISBN 978-3-907820-28-5 (abgerufen über De Gruyter Online).