Willi Döring
deutscher Politiker (CDU), MdL
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Willi Döring (* 5. Dezember 1924 in Gieboldehausen, Kreis Duderstadt; † 21. Mai 1997[1] ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU). Er wirkte unter anderem als Landrat und ab 1967 als Mitglied des niedersächsischen Landtags.

Leben
Willi Döring besuchte die Volksschule und schloss hieran 1939 bis 1942 eine kaufmännische Lehre in Duderstadt an. Von 1942 bis 1946 leistete er Wehrdienst, war Soldat im Zweiten Weltkrieg und wurde zweimal verwundet. 1944 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Nach seiner Entlassung war er von 1946 bis 1948 kaufmännischer Angestellter und wurde im Anschluss 1948 selbständiger Kaufmann in Gieboldehausen.
Döring war seit 1952 Mitglied der CDU und ab 1960 siebzehn Jahre Ortsvorsitzender. 1979 wurde Döring zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zwischen 1980 und 1985 war er Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Hildesheim. Von 1980 bis 1986 war er Mitglied des Vorstandes der CDU in Niedersachsen. Er war zudem Mitglied des Kuratoriums der Harzwasserwerke. Von 1952 bis 1981 war er Ratsherr (Gemeinderat) in Gieboldehausen und hatte zwischen 1964 und 1981 das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde inne. Seit 1984 war er Ehrenbürgermeister in Gieboldehausen. Von 1956 bis 1972 war er Kreistagsabgeordneter, von 1963 bis 1972 Landrat des Landkreises Duderstadt. Nach der Gebietsreform wurde Döring 1973 Mitglied des Kreistages des Landkreises Göttingen; zwischen 1973 und 1976 und ab 1981 war er Landrat des Landkreises Göttingen.
In der 6. bis 12. Wahlperiode, von 1967 bis 1994, war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Von 1978 bis 1990 war er Vorsitzender des Ausschusses für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler sowie Fragen des Zonenrandgebietes.
Willi Döring war katholisch, verheiratet und hatte zwei Kinder.
Auszeichnungen
Döring war Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Niedersächsischen Verdienstordens 1. Klasse. Zudem war er Ehrenbürger von Gieboldehausen.[1]
Literatur
- Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 75.
- Döring, Willi. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 231.