William Hewson

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William Hewson (geb. 14. November 1739 in Hexham, Northumberland; gest. 1. Mai 1774) war ein englischer Arzt und Anatom. Er gilt als einer der Väter der Hämatologie.[1]

William Hewson (1739)

Leben

Hewson war eines von 11 Kindern eines Arztes und Apothekers. Er besuchte die Hexham Grammar School und entschloss sich zu einer medizinischen Ausbildung, statt an einer Hochschule bei einem angesehenen Chirurgen in Newcastle und setzte seine Studien in Edinburgh, Paris und London fort. 1762 ging er eine Partnerschaft mit William Hunter in London ein und unterrichtete Anatomie.[1]

1768 begann er mit seinen Forschungen zum Lymphatischen System, Blutzellen und Blutgerinnung. Er erkannte die flache Gestalt der roten Blutkörperchen und farblose Zellen, die erst mit der Entwicklung der histologischen Färbung als weiße Blutkörperchen erkannt wurden. Hewson vermutete, das Lymphozyten in Lymphknoten und Thymus entstehen und auf dem Blutweg und den Ductus thoracicus in die Milz gelangen, dort von anderen Blutzellen getrennt werden und in den Milzknötchen gespeichert werden. Diese Theorie hielt sich bis die Mitte des 19. Jahrhunderts, heute weiß man dass in den Milzknötchen B-Lymphozyten gebildet werden.[1]

Hewson erkannte, das die Blutgerinnung von einem von ihm als ‘coagulable lymph’ bezeichneten Blutplasmaanteil ausgeht und beschrieb damit erstmals das Fibrinogen. Darüber hinaus erkannte er den blutgerinnungshemmenden Effekt einiger Salze.[1] Darüber hinaus erforschte er das von Thomas Bartholin beschriebene Lymphgefäßsystem. Er erkannte, dass Fremdpartikel über Lymphbahnen aufgenommen werden und dass Metastasen in den Achsellymphknoten zu einem Rezidiv von Brustkrebs führen. Seine Forschungen zu den Lymphgefäßen führte er vergleichend-anatomisch bei einer Reihe von Wirbeltieren durch. Er erkannte zudem, dass Thymus und Milz lymphatische Organe sind.[1]

Hewson starb mit nur 34 Jahren an Tuberkulose.[1]

Commons: William Hewson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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