Wimmersberg

Ortsteil des Velberter Stadtteils Tönisheide im Stadtbezirk Neviges From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Wimmersberg ist ein Ortsteil des Velberter Stadtteils Tönisheide im Stadtbezirk Neviges. Der Ortsteil hatte am 1. Januar 2019 1132 Einwohner.[1]

Schnelle Fakten Gemeinde Velbert ...
Wimmersberg
Gemeinde Velbert
Koordinaten: 51° 18′ N,  3′ O
Einwohner: 1132 (1. Jan. 2019)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Postleitzahl: 42553
Vorwahl: 02053
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Geschichte

Der Wimmersberg wurde spätestens im 16. Jahrhundert gerodet, obwohl der Übergang der alten „Strata Coloniensis“ über die Ruhr bereits im frühen Mittelalter (7.–8. Jahrhundert) eine Besiedlung begünstigt hatte. In dieser Zeit entstanden die ersten Kotten, kleine Einzelhöfe, die aus der Mark geschnitten wurden. Während Erbhöfe über Hofgemarkung und erbliche Rechte verfügten, besaßen die Kötter ursprünglich keine eigenen Rechte und mussten Nutzungsanteile am Gemeinschaftsland erwerben.

Die Flächen gehörten zum Bereich der Bauerschaft Große Höhe und konzentrierten sich auf den südlichen Teil des Wimmersbergs. Zwischen 1715 und 1815 lassen sich mehrere neue Siedlungseinheiten nachweisen, darunter die Höfe Mutzhof, Heidorf und Wimmershof. In Urkatasterkarten des 17. und 18. Jahrhunderts sind zahlreiche Kotten erstmals namentlich verzeichnet. Bereits 1714 kam es zur ersten Markenteilung, die jedem Bauern ein Stück Wald für die Brennholznutzung zuwies. Weitere Teilungen folgten im 18. Jahrhundert. Während der napoleonischen Zeit wurde die rechtliche Stellung der Landbesitzer durch die Aufhebung der Leibeigenschaft gestärkt. Mit der Eingliederung der Region in Preußen (1815) endete die traditionelle Markenteilung.[2]

Im 20. Jahrhundert kam es zu einer grundlegenden Neubebauung. 1952 initiierte die „Deutsche Bauernsiedlungs-GmbH“ die Errichtung einer sogenannten Nebenerwerbssiedlung auf dem Gelände des ehemaligen Wimmershofs. Auf rund 80 Morgen Land entstanden 38 Ein- und Mehrfamilienhäuser, von denen die meisten von Neubürgern aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten bezogen wurden. Aufgrund dieses starken Zuzugs erhielt die Siedlung im Volksmund den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Klein-Korea“.

In den 1950er-Jahren entwickelte sich eine dörflich geprägte Gemeinschaft mit Kleintierhaltung und Selbstversorgung, die durch zwei Lebensmittelgeschäfte ergänzt wurde. Ab den 1970er-Jahren veränderte sich das Bild: immer mehr Flächen wurden zu Bauland, die Selbstversorgung trat in den Hintergrund, viele Grundstücke wurden verkleinert oder verkauft.[3]

Einzelnachweise

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