Wimpashof
Ortsteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth
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Wimpashof (fränkisch: Wimbeas[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Wimpashof liegt in der Gemarkung Weitersdorf.[4]
Wimpashof Markt Roßtal | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 23′ N, 10° 54′ O |
| Höhe: | 401 m ü. NHN |
| Einwohner: | 15 (1. Jan. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 90574 |
| Vorwahl: | 09127 |
Luftbild von Wimpashof | |
Geographie
Der Weiler Wimpashof ist von Acker- und Grünland und kleineren Waldgebieten umgeben. Im Südwesten heißt die Flur Stückäcker, im Norden Im Wimpaser Boden. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Roßtal (1,6 km nordwestlich) bzw. zur Bundesstraße 14 (1 km südlich), eine weitere führt nach Oedenreuth (1,2 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1413 als „Weinposs“ erstmals urkundlich erwähnt.[6] 1804 wurde der Ort erstmals als „Wimpeshof“ bezeichnet.[7] Wie die im altbayerischen Raum vorzufindenden Orte Wimpasing, Wimpassing oder Windpassing leitet sich der Ortsname vom althochdeutschen Wort „Wintpoz“ ab (= stoßender Wind, windige Gegend).[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wimpashof ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherr des Hofes war der Nürnberger Eigenherr von Kreß.[8]
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wimpashof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buchschwabach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Weitersdorf zugeordnet.[9] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Wimpashof am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.[20][23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wimbas. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 254 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Wimpeshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 255 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 189 (Digitalisat). Ebd. S. 235 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Wimbas. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 544 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1963, DNB 455524629, S. 104.
Weblinks
- Wimpashof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Wimpashof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 21. September 2019.
- Wimpashof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.
