Winden am Aign

Ortsteil des Marktes Reichertshofen im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen From Wikipedia, the free encyclopedia

Winden am Aign ist ein Gemeindeteil des Marktes Reichertshofen im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Schnelle Fakten Markt Reichertshofen ...
Winden am Aign
Koordinaten: 48° 39′ N, 11° 31′ O
Einwohner: 902 (31. Mai 2022)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 85084
Vorwahl: 08453
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Geschichte

Die Gemeinde Winden am Aign bestand aus dem Hauptort sowie den Dörfern Agelsberg und Au am Aign. Im Zuge der Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte wurden die Gemeinden Hög, Langenbruck und Winden am Aign am 1. Juli 1972 als neue Ortsteile von Reichertshofen eingemeindet.[1]

Als Bindeglied zwischen diesen Gemeindeteilen und dem Zentrum der Gesamtgemeinde Reichertshofen liegen, östlich des Industrie- und Gewerbegebietes „Reichertshofen‑Ost“ drei Ortsteile aus der ehemaligen Gemeinde Winden am Aign. Um 1200 erstmals urkundlich genannt, ist der Name dieses Ortsteiles 1276 „Winden auf dem acigen“ und erinnert daran, dass ursprünglich die Siedlung von fremden, neuzugezogenen Siedlern gegründet wurde.

Geographie und Verkehrsanbindung

Winden am Aign liegt östlich des Kernortes Reichertshofen, im Westen der A 9 und nördlich der B 300. Winden ist circa einmal pro Stunde über die Buslinie 18 mit Reichertshofen verbunden.[2] Im Norden verläuft die Bahnstrecke IngolstadtPfaffenhofen. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich etwa 4 Kilometer nordöstlich in Baar-Ebenhausen.

Am westlichen Ortsrand fließt der Langenbrucker Bach und am östlichen Ortsrand der Auer Bach.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Entwicklung
(2000–2009)[3]
JahrEinwohner
2000744
2001841
2002784
2003756
2004770
2005781
2006776
2007784
2008799
2009778
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Sehenswürdigkeiten

Katholische Ortskapelle Winden am Aign

In der Liste der Baudenkmäler in Reichertshofen ist für Winden am Aign die katholische Ortskapelle als Baudenkmal aufgeführt. Der verputzte Satteldachbau wurde um das Jahr 1900 errichtet.

Kontroversen

Mitte März 2015 wurde bekannt, dass der Landrat des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm die Unterbringung von circa 130 Asylbewerber in einer ehemaligen Gaststätte plane.[4] Nach Bürgerprotesten, Gründung einer Bürgerinitiative und Start einer Onlinepetition,[5] verständigten sich die Zuständigen auf eine Unterbringung von ca. 70 Personen.[6] Am 8. Juli 2015 wurde bekannt gegeben, dass der Reichertshofener Bauausschuss den Umbaumaßnahmen zu 22 Zimmern mit insgesamt 67 Betten zugestimmt habe.[7] In der Nacht zum 16. Juli 2015 wurde auf das vorgesehene Gebäudeensemble ein Brandanschlag verübt, bei dem das als Lager vorgesehene Gebäude ausbrannte und das Unterkunftsgebäude beschädigt wurde.[8][9]

Einzelnachweise

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