Wohnsgehaig

Gemeindeteil von Mistelgau, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Wohnsgehaig (oberfränkisch: Wonska bzw. Wohskah[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Wohnsgehaig hat eine Fläche von 3,639 km². Sie ist in 810 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4492,58 m² haben.[4] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Äußerer Graben und Schöchleins.[5]

Schnelle Fakten Gemeinde Mistelgau ...
Wohnsgehaig
Gemeinde Mistelgau
Koordinaten: 49° 53′ N, 11° 24′ O
Höhe: 512 m ü. NHN
Einwohner: 179 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 95490
Vorwahl: 09206
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Geografie

Das Dorf liegt am Fuße der Neubürg (586 m ü. NHN, 0,4 km östlich) am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Die Kreisstraße BT 2 führt an Hardt vorbei zur Kreisstraße BT 1 (3,2 km nordwestlich) bzw. nach Löhlitz (3,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Äußerer Graben und Außerleithen vorbei nach Mengersdorf (2,2 km nordwestlich). Ein Anliegerweg führt nach Schöchleins (0,7 km östlich).[6]

Geschichte

Der Ort wurde 1475 als „Wanngsgehaw“ erstmals urkundlich erwähnt und dürfte nicht viel früher entstanden sein, da seine Lage am Berghang außerordentlich ungünstig ist. Solche Gegenden wurden in der Regel erst dann urbar gemacht, wenn die günstigen Lagen schon besiedelt waren. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Wān (eine Kurzform von Wanfried), dem Gründer des Ortes. Das Grundwort „gehau“ verweist auf die vorangegangene Rodung. Wohnsgehaig lag bis zum Ende des Alten Reiches im Fraischbezirk des bambergischen Amtes Waischenfeld.[7]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth.[8] Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde die Ruralgemeinde Wohnsgehaig gebildet, zu der Äußerer Graben und Schöchleins gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hollfeld und hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,636 km².[9] 1834 wurde auf dem Gemeindegebiet die Schöchleinsmühle gegründet. 1864 wurde diese nach Volsbach umgemeindet.[10]

Am 1. Juli 1972 wurde Wohnsgehaig im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.[11][12]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Wohnsgehaig

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 389406421411457460445443428371319296288288310294283258294273243225233
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Quelle [14][14][14][15][14][16][14][14][17][14][14][18][14][14][14][19][14][14][14][20][14][9][21]
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Gemeindeteil Wohnsgehaig

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001826001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 100386436407272275249209219179
Häuser[13] 555854485155
Quelle [22][15][16][17][18][19][20][9][21][1]
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Religion

Die Protestanten sind nach St. Otto (Mengersdorf) gepfarrt, die Katholiken nach St. Martin (Nankendorf).[2][9]

Galerie

Ein Panorama von Wohnsgehaig von der Neubürg

Literatur

Fußnoten

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