Wollingst

Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Wollingst (niederdeutsch Wolljes) ist eine Ortschaft der Gemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Schnelle Fakten
Wollingst
Wolljes (niederdeutsch)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Gemeinde Beverstedt
Wappen von Wollingst
Koordinaten: 53° 29′ N,  51′ O
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 14,46 km²[1]
Einwohner: 336 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04749
Wollingst (Niedersachsen)
Wollingst (Niedersachsen)
Lage von Wollingst in Niedersachsen
Wollingst in der Gemeinde Beverstedt
Wollingst in der Gemeinde Beverstedt
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Geografie

Die Ortschaften in der Einheitsgemeinde Beverstedt

Lage

Wollingst befindet sich zwischen den Städten Cuxhaven und Bremen, südöstlich von Bremerhaven. Das Dorf liegt an der Landesstraße 128 zwischen den Ortschaften Geestenseth und Beverstedt.

Nachbarorte

Wehdel
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)
Geestenseth
(Einheitsgemeinde Schiffdorf)
Frelsdorf
Heerstedt Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Ortschaft Beverstedt – Ortsteil Wehldorf Ortschaft Beverstedt – Ortsteil Osterndorf Appeln

(Quelle:[2])

Geschichte

Wollingst pflegte schon im 17. Jahrhundert eine enge Beziehung mit Beverstedt; früher hatte es zur Börde Beverstedt und zum Adeligen Gericht Beverstedt gehört. Während der Franzosenzeit um 1810 wurde der Ort von der Gemeinde Beverstedt verwaltet. Wollingst lag von 1822 bis 1859 im Amt Beverstedt und wurde 1840 eine Landgemeinde im Königreich Hannover. Später lässt sich eine Zugehörigkeit zum Amt Lehe (1859–1885), Kreis Geestemünde (1885–1932), Landkreis Wesermünde (1932–1977) beziehungsweise Landkreis Cuxhaven nachweisen. Die Gemarkung Wollingst wurde 1876 gebildet.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Wollingst zu einem Ortsteil des Fleckens Beverstedt in der Samtgemeinde Beverstedt.[3]

Mit der Neubildung der Gemeinde Beverstedt am 1. November 2011 wurde Wollingst eine Ortschaft im Sinne des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes.[4][5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr191019251933193919501956197320162021
Einwohner229298293330553468419349334
Quelle[6][7][8][9][10][1]
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Politik

Rat und Bürgermeister

Seit der Neubildung der Gemeinde Beverstedt wird die Ortschaft Wollingst vom Rat der Gemeinde Beverstedt vertreten.

Ortsvorsteher

Das Ehrenamt des Ortsvorstehers wird derzeit von Bernd Beckmann (CDU) ausgeübt.[1] Die Amtszeit läuft von 2021 bis 2026.

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Wollingst stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.[11]

Wappen von Wollingst
Wappen von Wollingst
Blasonierung: „In Blau vor einem gehobenen, silbernen Wellenbalken ein goldenes Eichendreilaub mit zwei goldenen Eicheln am Stiel.“[11]
Wappenbegründung: Der Name Wollingst (1197 – Wollingstede) ist als Waldstätte gedeutet. Das Eichendreilaub mit den Eicheln weist auf den Wald hin und der Wellenbalken auf den für das Dorf wichtigen, kleinen Ortsbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Naturschutzgebiete

Naturdenkmale, Geotope

  • Baumbestand: Hofabgrenzung (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
  • Eine Eiche (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
  • Wall aus Schmelzwassersanden (an Nordostseite des Wollingster Sees)

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen, Vereine

Verkehr

Wollingst wird mit einigen Fahrten der VBN-Linie 568 an das Busnetz im südlichen Landkreis Cuxhaven angeschlossen. Zusätzlich bietet ein Anrufsammeltaxi (AST) stündliche Verbindungen in Richtung Beverstedt und Bahnhof Stubben (Beverstedt) an. Dieses AST verkehrt an allen Tagen der Woche. Zukünftig könnte die geplante Bundesautobahn 20 nur wenige Kilometer südlich von der Ortschaft verlaufen.

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Nikolaus Tietjen (1873–1924), Landwirt, Bürgermeister von Appeln, Abgeordneter und Mitglied der Steuereinschätzungskommission des Kreistags Geestemünde, er veranlasste während der notgeprägten Inflationsjahre 1921/22 die Ausgabe der sog. „Söben-Dörper-Schiene“ (Sieben-Dörfer-Scheine) u. a. in Wollingst
  • Heinrich Julius Frey, auch Heini Frey (1903–1969), Bremerhavener Möbelunternehmer und Wandervogel, 1927 errichtete er das örtliche Naturfreundehaus

Sagen und Legenden

  • Der Richter am Wollingster See[17]
  • Die tapferen Wollingster[17]
  • Der Wiedergänger am Wollingster See[18]

Literatur

  • Christoph von Glahn: 800 Jahre Wollingst. Geschichte und Berichte – Sagen und Sagenhaftes. Hrsg.: Festausschuss 800 Jahre Wollingst. Eigenverlag, Wollingst 1997.
  • Peter Raap: Wandern, singen und Naturerlebnis. Der Wollingster See und die Wandervogelbewegung. In: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 654. Nordsee-Zeitung GmbH, Bremerhaven Juni 2004, S. 1–2 (Digitalisat [PDF; 4,2 MB; abgerufen am 18. September 2018]).
  • Peter Raap: Wandern, Volkstanz, Natur am Wollingster See. Vor vierzig Jahren starb der langjährige Vorsitzende des Vereins der Naturfreunde. In: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 719. Nordsee-Zeitung GmbH, Bremerhaven November 2009, S. 3–4 (Digitalisat [PDF; 940 kB; abgerufen am 18. September 2018]).

Einzelnachweise

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