World Music Awards

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Die World Music Awards waren ein Musikpreis, der meist in Monte Carlo (von 1989 bis 2008 jährlich, dann nur noch 2010 und 2014) an Musiker aus verschiedenen Musikkategorien bzw. aus verschiedenen Ländern oder Regionen verliehen wurde, die weltweit die höchsten Plattenverkäufe für sich verbuchen konnten.

Geschichte

Die Veranstaltung wurde 1989 in Monte Carlo unter der Schirmherrschaft von Albert von Monaco ins Leben gerufen. Sie fand dort 15 Jahre in Folge bis 2003 statt. Im Bestreben, die Show auch in den USA zu etablieren, verlegte man sie in die USA, wo sie 2004 in Las Vegas und 2005 in Los Angeles stattfand. Die World Music Awards im November 2006 fanden in London statt, um danach wieder nach Monte Carlo zurückzukehren. 2009 war das erste Jahr, in dem keine Verleihung stattfand. 2011 war Seoul als Gastgeberstadt im Gespräch. Eine kurzfristig für Dezember 2012 in Miami angekündigte Ausgabe wurde wenige Tage vor dem Event abgesagt. Im März 2013 machten wieder Nominierungslisten die Runde und Fanseiten riefen dazu auf, für die World Music Awards 2013 abzustimmen. Auch diese Ausgabe verlief im Sand und fand nicht statt. Eine letzte Ausgabe fand 2014 in Monte Carlo statt.

Melissa Corken und John Martinotti waren mit ihrer 1989 gegründeten Firma Marcor International die Executive Producers und Gründer der Awards. Mark Young (Agent von Jennifer Lopez und anderen Topstars) war Talent Producer und Claudia Lang betreute die PR.

Zurzeit wird der Markenname „World Music Awards“ auf Twitter und Facebook als Plattform für Nachrichten aus der Musikbranche benutzt. Der frühere Partner IFPI hat heutzutage mit dem 2014 eingeführten Award Global Recording Artist of the Year eine konkurrierende Auszeichnung.

Übersicht

Weitere Informationen Jahr, Datum ...
Jahr Datum Moderator Stadt Location
1989 10. Mai Bertín Osborne Monte Carlo, Monaco Salle des Etoiles,
Monte-Carlo Sporting
1990 9. Mai Don Johnson
1991 15. Mai David Hasselhoff
1992 14. Mai Olivia Newton-John & Cliff Richard
1993 12. Mai Michael Douglas
1994 4. Mai Patrick Swayze, Prinz Albert & Prinzessin Caroline
1995 3. Mai Claudia Schiffer & Luke Perry
1996 8. Mai Jean-Claude Van Damme & Natalie Cole
1997 17. April Prinzessin Stéphanie, Jon Bon Jovi & Halle Berry
1998 6. Mai Gloria Estefan, Jason Priestley & Daisy Fuentes
1999 5. Mai Damon Wayans & Pamela Anderson
2000 10. Mai Elle Macpherson & Mark McGrath
2001 2. Mai Sisqó & Carmen Electra
2002 6. März Shaggy, Jennifer Love Hewitt & Mark McGrath
2003 12. Oktober Vivica A. Fox, Rupert Everett & Anna Kournikova
2004 15. September Marc Anthony, Hilary Duff & Céline Dion Las Vegas, USA Thomas & Mack Center
2005 31. August James Denton & Carmen Electra Los Angeles, USA Kodak Theatre
2006 15. November Lindsay Lohan London, UK Earls Court Exhibition Centre
2007 4. November Julian McMahon Monte Carlo, Monaco Salle des Etoiles,
Monte-Carlo Sporting
2008 9. November Michelle Williams & Jesse Metcalfe
2010 18. Mai Hayden Panettiere & Michelle Rodriguez
2014 27. Mai Jason Derulo & Pamela Anderson
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Wohltätigkeit

Die Awards waren auch mit einem wohltätigen Zweck verbunden. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Sponsoring und Fernsehgeldern flossen in den ersten Jahren in die Princess Grace Foundation, dann alljährlich in die Monaco Aide & Presence Foundation unter dem ehrenamtlichen Vorsitz von Fürst Albert II, die auch von der monegassischen Regierung finanziell unterstützt wurde.

Seit Beginn der wohltätigen Unterstützung konnten die World Music Awards mit Hilfe der Monaco Aide & Presence Foundation mehrere Schulen, Krankenhäuser und Waisenhäuser bauen. 2006 sollten ein Krankenhaus und ein Waisenhaus in Kamerun gebaut werden.

Die Awards

Für die Awards ermittelten die einzelnen nationalen Phonoverbände die aktuellen Verkaufszahlen und meldeten diese an die Zentrale der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) in London. Diese bestimmte daraufhin die meistverkauften Künstler. Ausnahmen waren Spanien und Italien, wo jeweils ein lokales Branchenmagazin die Zahlen lieferte.

Ausgezeichnet wurden jene Musiker, die im Laufe des Jahres weltweit am meisten Umsätze machten.

Daneben gab es auch noch Auszeichnungen für die weltweit meistverkauften Künstler verschiedener Länder oder Musikmärkte.

Die bisher letzten Verleihungen fanden 2008, 2010 und 2014 statt.

Preisträger 2006

Preisträger 2007

Preisträger 2008

Preisträger 2010

Preisträger 2014

National Best-Selling Artists (Beste Nationale Künstler)

Legend Awards

Legend Award

Als Sonderauszeichnung wurde ein Legend Award (auch Award for Outstanding Contribution genannt) an einen international bekannten Musiker (oder auch Produzenten) verliehen, der mit seinem Lebenswerk die Musikindustrie stark beeinflusst hat. Dieser Sonderpreis erlaubte es, renommierte Stars für die Veranstaltung zu gewinnen, und bildete oft einen Höhepunkt der Preisverleihung.[1][2]

Chopard Diamond Award

Ein weiterer Sonderpreis der World Music Awards war der Chopard Diamond Award, auch kurz Diamond Award genannt, der seit 2001 in unregelmäßigen Abständen verliehen wurde. Bedingung für eine Nominierung war der Verkauf von mindestens 100 Millionen Alben. Insgesamt wurde nur sechs Musik-Acts dieser Preis verliehen.

Deutsche Preisträger

In der Kategorie „Meistverkaufter Künstler Deutschlands“ bei den World Music Awards war der Gewinner der deutsche Musik-Act, der im jeweiligen Wertungsjahr weltweit die meisten Tonträger verkauft hatte. In manchen Jahren wurde hier noch in Einzelkünstler und Gruppen unterteilt.

Schweizer Preisträger

Der Preis für den meistverkauften Schweizer Künstler wurde nur bis 2005 vergeben.

  • 1990 – Yello
  • 1991 –
  • 1992 – Andreas Vollenweider
  • 1993 – Stephan Eicher
  • 1994 – Stephan Eicher
  • 1995 – DJ BoBo
  • 1996 – DJ BoBo
  • 1997 – DJ BoBo
  • 1998 – DJ BoBo
  • 1999 – DJ BoBo
  • 2000 – DJ BoBo
  • 2001 – Gölä
  • 2002 – DJ BoBo
  • 2003 – DJ BoBo
  • 2004 – DJ BoBo
  • 2005 – DJ BoBo

Österreichische Preisträger

Der Preis für den meistverkauften Künstler Österreichs wurde nur bis 1993 vergeben.

Einzelnachweise

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