Wrist
Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein
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Wrist ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 56′ N, 9° 45′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Steinburg | |
| Amt: | Kellinghusen | |
| Höhe: | 2 m ü. NHN | |
| Fläche: | 10,12 km² | |
| Einwohner: | 2347 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 232 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25563 | |
| Vorwahl: | 04822 | |
| Kfz-Kennzeichen: | IZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 61 116 | |
| LOCODE: | DE WRI | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Am Markt 9 25548 Kellinghusen | |
| Website: | wrist.de | |
| Bürgermeister: | Manfred Bube (Wählergemeinschaft Wrist) | |
| Lage der Gemeinde Wrist im Kreis Steinburg | ||
Geografie
Lage
Die Gemeinde Wrist liegt am Fluss Bramau im ländlichen Bereich des Naturraumes Schleswig-Holsteinische Geest am südwestlichen Rand der Haupteinheit Holsteinische Vorgeest (Haupteinhei Nr. 698).[2][3]
Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehören die Wohnplätze Dammhof, Freudental, Heidrehm, Stellau, Weidenhof, Wittenkamp und Wurth.[4]
Nachbargemeinden
Das Gemeindegebiet von Wrist wird umgrenzt von:[2]
| Kellinghusen | Quarnstedt | |
| Auufer, Wulfsmoor |
Hingstheide | Föhrden-Barl |
Geschichte
Im Jahre 1201 hat in der Schlacht bei Stellau Waldemar II. (gemeinsam mit seinem Bruder König Knuth VI. von Dänemark) Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein besiegt. Im Jahre 1230 hat der Erzbischof Gebhard II. von Bremen in der Nähe dieses Schlachtfeldes eine romanische Feldsteinkirche, nämlich die bis heute erhaltene Kirche Stellau (siehe Bild), eingeweiht. Im Jahr 1938 erfolgte die Eingemeindung von Stellau nach Wrist. Von 1889 bis 1995 zweigt am Bahnhof die Bahnstrecke Wrist–Itzehoe ab.
Politik
Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt 13 Sitze vergeben. Von diesen erhielt die Wählergemeinschaft Wrist sieben Sitze und die CDU erhielt sechs Sitze.
Wappen
Blasonierung: „In Rot über silbernem Wellenbalken eine silberne Feldsteinkirche des 13. Jahrhunderts in Seitenansicht mit Eingangstor und drei Fenstern, ohne Turm.“[6]
Kultur und Freizeit

Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Stellauer Kirche aus dem 13. Jahrhundert, im Wappen in der ursprünglichen Erscheinungsform als Feldsteinbau dargestellt.
Im Sommer kann man in der Bramau baden; Kanufahrer nutzen die Bramau auf der Strecke Bad Bramstedt–Kellinghusen.
Verkehr

Die Gemeinde Wrist wird im Individualverkehr auf der Bundesstraße 206 erreicht.[2]
Die Gemeinde hat mit dem Bahnhof Wrist direkten Zugang zum SPNV auf der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Kiel. Hier halten die Züge des RE 7. Zudem ist die Station Endhaltestelle der Linie RB 71 im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein. Hier zweigt die aktuell nicht in Betrieb befindliche Bahnstrecke Wrist–Itzehoe ab. Nach Angaben der Deutschen Bahn AG soll die Teilstrecke bis Kellinghusen in den kommenden Jahren wieder in Betrieb genommen werden.[7]
Persönlichkeiten
In Stellau geboren:
- 1672 Johann Heinrich Feustking (1672–1713), ev. Theologe, Professor und Prorektor der Universität Leucorea in Wittenberg, Oberhofprediger in Gotha, Schloss Friedenstein, Verfasser zahlreicher theologischer Schriften
- 1674 Sebastian Dethleff Feustking (1674–1722), Steuer- und Hofkommissarius am Fürstl. Sächs. Hof von Herzog Friedrich II. (Sachsen-Gotha-Altenburg) in Gotha, Bruder von Johann Heinrich Feustking
- 1678 Friedrich Christian Feustking (1678–1739), Schriftsteller (u. a. Librettist von Händels Oper Almira), Lehrer in Hamburg, Pastor in Tolk, Bruder von Johann Heinrich Feustking
Trivia
In seinem Gedichtband "Wrist" hat Heinrich Detering dem Ort, insbesondere dem Bahnhof, ein literarisches Denkmal gesetzt (Wallstein, Göttingen 2009).
Literatur
Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 10: Timmaspe – Ziethen. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2008, ISBN 978-3-926055-92-7, S. 374–376.
