Wölsau
Ortsteil von Marktredwitz
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Wölsau ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Wölsau hat eine Fläche von 9,948 km². Sie ist in 1443 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6894,08 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haag, Hammerberg, Manzenberg, Neu-Haag, Pfaffenreuth und Reutlas.[4]
Wölsau Große Kreisstadt Marktredwitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 12° 7′ O |
| Höhe: | 508 m ü. NHN |
| Einwohner: | 110 (Jan. 2025)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1976 |
| Postleitzahl: | 95615 |
| Vorwahl: | 09231 |
Geographie
Das Dorf liegt an der Kössein. Unmittelbar westlich verläuft die Bundesautobahn 93. Die Kreisstraße WUN 18 führt nach Wölsauerhammer (0,9 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2169, die dort eine Anschlussstelle an die A 93 hat (0,3 km westlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1322 als „Wellsaw“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war ein Lehen des Spitals zu Eger der Kreuzherren mit dem Roten Stern. Diese Lehenshoheit bestand bis 1810. 1499 gab es in Wölsau aus sieben Gütern und einem Hirtenhaus. 1787 hatte der Ort zehn Mannschaften. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Amt Arzberg aus.[6]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Wölsau dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Brand[7] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstanden mittelbaren Ruralgemeinde Haag zugewiesen. 1824 wurde die Gemeinde unmittelbar. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Wunsiedel und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). 1857/1860 wurde der Gemeindesitz nach Wölsau verlegt und die Gemeinde dementsprechend umbenannt.[6] Ab 1862 gehörte Wölsau zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Wunsiedel (1879 in das Amtsgericht Wunsiedel umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,489 km².[8] Am 1. Januar 1976 wurde Wölsau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.[9][10]
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Wölsau gibt es ein Bodendenkmal.[11]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Wölsau
| Jahr | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 224 | 193 | 175 | 184 | 178 | 204 | 230 | 288 | 237 | 254 | 287 | 277 | 275 | 261 | 247 | 285 | 298 | 285 | 439 | 438 | 416 | 328 | 298 |
| Häuser[12] | 28 | 32 | 26 | 31 | 32 | 44 | 51 | ||||||||||||||||
| Quelle | [13] | [13] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [13] | [21] | [13] | [22] | [13] | [23] | [13] | [13] | [13] | [24] | [13] | [8] | [25] |
Ort Wölsau
Religion
Wölsau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Josef (Marktredwitz) gepfarrt.[8]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 774 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 219.
Weblinks
- Informationen zu den Ortsteilen > Wölsau. In: marktredwitz.de. Abgerufen am 1. November 2025.
- Wölsau in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. November 2025.
- Wölsau in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 1. November 2025.
- Wölsau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. November 2025.