Wörpe

Nebenfluss der Wümme From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Wörpe ist ein 30,4 Kilometer langer, rechter Nebenfluss der Wümme in den Landkreisen Rotenburg und Osterholz in Niedersachsen.

Schnelle Fakten
Wörpe
Die Wörpe in Lilienthal (Mühlendeich)

Die Wörpe in Lilienthal (Mühlendeich)

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4946
Lage Landkreise Rotenburg und Osterholz in Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Wümme Lesum Weser Nordsee
Quelle Klärteiche bei Steinfeld (Gemeinde Bülstedt)
53° 13′ 20″ N,  11′ 51″ O
Quellhöhe 30 m[1]
Mündung bei Lilienthal in die Wümme
53° 8′ 4″ N,  53′ 51″ O
Mündungshöhe 4 m[1]
Höhenunterschied 26 m
Sohlgefälle 0,86 
Länge 30,4 km[2][1]
Einzugsgebiet 135,8 km²[3]
Abfluss am Pegel Grasberg[3]
AEo: 93,8 km²
NNQ
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ
52 l/s
251 l/s
960 l/s
10,2 l/(s km²)
5,58 m³/s
9,38 m³/s
Abfluss[4] an der Mündung
AEo: 135,8 km²
MQ
Mq
1,38 m³/s
10,2 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Hagenbruchswiesenbach, Bülstedter Mühlenbach, Mittelgraben, Ostermoorgraben, Wilstedtermoorer, Schiffgraben, Saatmoorgraben, Neuer Rautendorfer Schiffgraben, Rolandgraben
Rechte Nebenflüsse Vieh- und Heidornsbach, Westertimker Bach, Dubbengraben, Bahndammgraben, Müllersdammgraben, Tüschendorf-Worphauser Graben, Landwehrgraben
Karte der Wörpe

Karte der Wörpe

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Name

Das Gewässer wurde im Jahr 1324 als Worpena erstmals schriftlich erwähnt. Möglicherweise leitet sich der Name vom germanischen *wurpi- mit der Bedeutung „drehen, biegen“ ab.[5]

Verlauf

Das Quellgebiet der Wörpe liegt bei Steinfeld etwa zehn Kilometer südwestlich von Zeven. Von dort fließt die Wörpe über Wilstedt und Grasberg (bis hier reicht der Einfluss der Tide) und mündet schließlich bei Lilienthal in die Wümme. Im Oberlauf fließt der Bach in natürlichen Mäandern. Der Unterlauf der Wörpe wurde in der Vergangenheit kanalisiert und der Wasserstand über Sohlabstürze geregelt. Ursprünglich verlief die Wörpe durch die Truper Blänken und mündete beim Hof Gehrden in die Wümme. Zwischen 1826 und 1864 kam es zu einer ersten Ausbauphase zur Verbesserung der Torfkahnfahrt. Ab den 1990er Jahren wurden die Sohlabstürze unterhalb von Schnakenmühlen zu Sohlgleiten umgebaut.

Flora und Fauna

Die Wörpe ist ab etwas oberhalb von Wilstedtermoor als FFH-Gebiet gemeldet; der im Landkreis Osterholz liegende Teil des FFH-Gebietes ist als Naturschutzgebiet „Untere Wörpe“ ausgewiesen.

Der Fischerei- und Gewässerschutz-Verein Lilienthal und Umgebung e. V. stellt den Gewässerwart für die Wörpe und betreibt derzeit (2013) die Wiederansiedlung der Meerforelle in der Wörpe.[6]

Befahrungsregeln

Zum Schutz, dem Erhalt und der Verbesserung der Fließgewässer als Lebensraum für wild lebende Tiere und Pflanzen erließ der Landkreis Rotenburg (Wümme) 2015 eine Verordnung für sämtliche Fließgewässer. Seitdem ist das Befahren der Wörpe im Landkreis Rotenburg ganzjährig verboten.[7]

Nebenflüsse

Diagramm der größten Zuflüsse

Galerie

Commons: Wörpe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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