Zehdorf
Ortsteil der Stadt Feuchtwangen
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Zehdorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Zehdorf liegt in der Gemarkung Aichenzell.[3]
Zehdorf Stadt Feuchtwangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 8′ N, 10° 21′ O |
| Höhe: | 450–469 m ü. NHN |
| Einwohner: | 53 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91555 |
| Vorwahl: | 09852 |
Geografie
Das Dorf liegt etwa 3,5 km südsüdöstlich der Feuchtwangener Stadtmitte auf den rechten Randhügeln des Sulzachtals. Durch den Ort fließt der Weitersgraben, der 200 Meter weiter östlich als rechter Zufluss in die Sulzach mündet. Südwestlich des Ortes befindet sich das Schelmholz, im Westen liegt das Mühlfeld. 0,5 km nordwestlich erhebt sich der Wacholderberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herrnschallbach (1,5 km nordwestlich) bzw. an der Hammerschmiede vorbei nach Sulzach (2,2 km südöstlich).[4]
Geschichte
Am 16. November 1334 gab Rabeno, Truchsess und Kustos zu Feuchtwangen, Gefälle von Gütern in „Cehendorf“ an die von ihm gestiftete Vikarie des Kaisers Karl IV.[5]
Zehdorf lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 13 Anwesen mit 14 Mannschaften und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Gut), das Kastenamt Feuchtwangen (1 Mahl- und Schneidemühle, 1 Gut mit doppelter Mannschaft, 6 Güter) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (4 Güter).[6][7] Von 1797 bis 1808 gehörte der Ort zum Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen. Die Zahl der Anwesen blieb unverändert.[8]
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Zehdorf dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Aichenzell zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.[19]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Zehndorf auch Zehedorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 519 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Zehrendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 388 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 144.
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 377 (Digitalisat).
Weblinks
- Zehdorf. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 1. August 2023.
- Zehdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Zehdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Zehdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.