Ziegelerden

Gemeindeteil von Kronach From Wikipedia, the free encyclopedia

Ziegelerden ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.[2]

Schnelle Fakten Kreisstadt Kronach ...
Ziegelerden
Kreisstadt Kronach
Koordinaten: 50° 14′ N, 11° 18′ O
Höhe: 431 m ü. NHN
Einwohner: 743 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96317
Vorwahl: 09261
Bild von Ziegelerden
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St. Michael

Geographie

Das Kirchdorf besteht aus der Kernsiedlung, die in Hanglage zu einer Hochebene liegt, und daran anschließenden Neubausiedlungen, die gegen Westen weiter in die Hochebene bzw. östlich bis zum rechten Ufer der Haßlach reichen. Im Norden fällt das Gelände ins Tal des Dobersgrundbaches ab. Die den Ort tangierende Bundesstraße 85 führt nach Kronach (1,1 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 173 (0,4 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls nach Kronach zur B 85 (1,2 km nordöstlich) bzw. nach Zollbrunn (1,8 km westlich). Ein Anliegerweg verbindet mit Poppenhof (0,3 km nördlich).[3]

Geschichte

Der Ort wurde 1686 als „Uff der Ziegel-Erden“ erstmals urkundlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ziegelerden aus 27 Anwesen (1 Fronsölde, 1 Gütlein, 23 Häuser, 2 halbe Häuser). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Küps-Theisenort inne.[4]

Ziegelerden kam durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Ziegelerden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neuses zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) entstand die Ruralgemeinde Ziegelerden, zu der Kuhberg gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach, 1919 in Finanzamt Kronach umbenannt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden einige Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Gemeindegebiet Breitenschrot gegründet. Ab 1862 gehörte Ziegelerden zum Bezirksamt Kronach, 1939 in Landkreis Kronach umbenannt. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach, 1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt.[5] Die Gemeinde hatte eine Fläche von 1,012 km².[6]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Ziegelerden am 1. Januar 1972 nach Kronach eingegliedert.[7]

Baudenkmäler

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Ziegelerden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 277307312322345362346344372367355416413470510558610655697696689683664
Häuser[8] 525354557190119
Quelle [9][9][9][10][11][12][13][14][15][16][9][17][9][18][9][19][9][9][9][20][9][6][21]
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Ort Ziegelerden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 221305344356394550685674655743
Häuser[8] 3851526988117188
Quelle [5][10][12][15][17][19][20][6][21][1]
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Religion

Bis 1848 stand Ziegelerden unter der evangelischen Herrschaft von Redwitz. Die Einwohner waren jedoch mehrheitlich katholischer Konfession und in die katholische Kuratie Schmölz gepfarrt.[4] Da aber der Weg dorthin sehr weit war, besuchten die Gläubigen aus Ziegelerden stattdessen das Franziskanerkloster in Kronach. 1829 wurde der Ort der Pfarrei Kronach angeschlossen.

Im Jahr 1947 wurde ein Kirchenbauverein gegründet. 1949 folgte die Grundsteinlegung des Sandsteinbaus. Das Baumaterial stammte aus einem Sandsteinbruch im Dobersgrund. Am 12. November 1950 konsekrierte der Bamberger Erzbischof Joseph Otto Kolb die Filialkirche St. Michael.

Verkehr

Ziegelerden wird vom Kronacher Stadtbus angefahren, welcher einige Stadtteile Kronachs miteinander verbindet.

Literatur

Commons: Ziegelerden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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