Zschepplin

Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Sachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Zschepplin ist eine Gemeinde im Landkreis Nordsachsen, Freistaat Sachsen. Sie gehört dem Verwaltungsverband Eilenburg-West an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Zschepplin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zschepplin hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 30′ N, 12° 36′ O
Bundesland:Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Verwaltungsverband: Eilenburg-West
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 68,36 km²
Einwohner: 2821 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04838
Vorwahlen: 03423, 034242 (Hohenprießnitz), 034243 (Glaucha)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TDO, DZ, EB, OZ, TG, TO
Gemeindeschlüssel: 14 7 30 360
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofsstraße 1
OT Naundorf
04838 Zschepplin
Website: www.zschepplin.org
Bürgermeister: Kay Kunath (parteilos)
Lage der Gemeinde Zschepplin im Landkreis Nordsachsen
KarteArzbergDahlenLöbnitzNaundorf
Karte
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Zschepplin mit der Mulde (von Osten gesehen)

Geographie

Lage

Die Gemeinde Zschepplin liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Eilenburg und sieben Kilometer südwestlich von Bad Düben. Der Osten der Gemeinde wird durch das Muldetal begrenzt.

Gemeindegliederung

Zschepplin besteht aus folgenden Ortsteilen:

Geschichte

Zschepplin gehörte bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.[2] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen. Er wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.[3] Bereits seit dem 19. Jahrhundert galt Noitzsch als Ortsteil von Zschepplin.[4]

Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Zschepplin dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, der 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. Am 1. Januar 1999 erfolgte der Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zur Gemeinde Zschepplin.[5] Mit der 2008 erfolgten Kreisreform im Freistaat Sachsen kam Zschepplin zum Landkreis Nordsachsen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1999 wurden Glaucha, Hohenprießnitz, Krippehna und Naundorf (mit Rödgen und Steubeln) nach Zschepplin eingemeindet.[5]

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
20023.368
20053.301
20103.079
20152.881
Jahr Einwohner
20202.872
20212.866
20222.911
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen)[6]

Politik

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 69,6 % (2019: 62,3 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,6 %
29,4 %
20,0 %
GWV Za
UWG Zc
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−12,3 %p
−7,7 %p
+20,0 %p
GWV Z
UWG Z
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Gemeinsame Wählervereinigung Zschepplin
c Unabhängige Wählervereinigung Zschepplin
Gemeinderat ab 2024
8
2
4
8 2 4 
Insgesamt 14 Sitze
  • GWV Z: 8
  • UWG Z: 2
  • CDU: 4

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 war die letzte Wahl der Gemeindevertretung von Zschepplin. Eine Übersicht über diese und vergangene Wahlen gibt die Tabelle:

Weitere Informationen Partei/Liste, % ...
Partei/Liste 2024[7] 2019[8] 2014[9]
% Sitze % Sitze % Sitze
Gemeinsame Wählervereinigung Zschepplin 50,6 8 62,9 9
CDU 29,4 4 37,1 5 47,8 8
Unabhängige Wählergemeinschaft Zschepplin (UWG) 20,0 2
FWV Hohenprießnitz 21,3 3
FWV Naundorf 17,6 2
WV Krippehna 8,2 1
Sonstige 5,1
Gesamt 100 14 100 14 100 14
Wahlbeteiligung (in %) 69,6 62,3 50,9
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Bürgermeister

  • 1994–1999: Dieter Zebrowski (CDU)[10]
  • 1999–2020: Roswitha Berkes (parteilos)[11]
  • seit 2020: Kay Kunath (parteilos)

Kunath wurde in der Bürgermeisterwahl am 8. März 2020 mit 61,7 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von sieben Jahren[12] gewählt.[13]

Weitere Informationen Wahl, Bürgermeister ...
Letzte Bürgermeisterwahlen
Wahl Bürgermeister Vorschlag Wahlergebnis (in %)
2020 Kay Kunath Kunath 61,7
2013 Roswitha Berkes Berkes 92,3
2006 78,9
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Sehenswürdigkeiten

Schloss Zschepplin (Lithographie Sammlung Duncker)

Verkehr

Die Bundesstraßen B 107 und B 2 (im Nordwesten) führen durch das Gemeindegebiet. Im Ortsteil Hohenprießnitz führt eine Fähre über die Mulde nach Gruna.
Der Bahnhof Kämmereiforst im Ortsteil Naundorf liegt an der Bahnstrecke Halle–Cottbus.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Andreas Mylius (1649–1702), Rechtswissenschaftler, in Zschepplin geboren
  • Bernhard von Leonhardi (1817–1902), königlich-sächsischer Generalleutnant, Kommandant der Festung Königstein, in Zschepplin geboren
  • Charlotte Mahler (1894–1973), Ärztin, in Krippehna geboren

Mit Zschepplin verbundene Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Zschepplin – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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