Zschornau-Schiedel

ehemalige Gemeinde im Landkreis Bautzen, Sachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Zschornau-Schiedel (obersorbisch Čornow-Křidoł/?) ist eine ehemalige Gemeinde im sächsischen Landkreis Bautzen, heute sind beide Gemeindeteile Ortsteile der Stadt Kamenz.[3] Sie bilden die Ortschaft Zschornau-Schiedel der Stadt Kamenz. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.[4]

Schnelle Fakten Stadt Kamenz ...
Zschornau-Schiedel
Stadt Kamenz
Koordinaten: 51° 19′ N, 14° 8′ O
Höhe: 176–194 m ü. NHN
Fläche: 9,89 km²[1]
Einwohner: 337[2]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01917
Vorwahl: 03578
Zschornau-Schiedel (Sachsen)
Zschornau-Schiedel (Sachsen)
Lage von Zschornau-Schiedel in Sachsen
Luftbildaufnahme von Zschornau-Schiedel
Luftbildaufnahme von Zschornau-Schiedel
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Zschornau mit ehemaligem Windmühlenhaus (rechts im Bild, 1965)

Der Ortsteil Zschornau liegt nordöstlich von Kamenz an der S 95 angrenzend an den Flughafen Kamenz. Im Jahr 1990 lebten in der Gemeinde Zschornau-Schiedel 327 Einwohner. 1999 wurde die Landgemeinde in die Stadt Kamenz eingemeindet.

Geschichte

Die Ortsnamensformen änderten sich im Laufe der Zeit. Aus Tschorne (1225) wurde Czornaw (1419) und später Zornaw (1572). Der Name leitet sich vom sorbischen čorna („schwarz“) ab und bezieht sich vermutlich auf ein als „schwarzer Bach“ benanntes Gewässer, wahrscheinlich das Schwosdorfer Wasser.[5] Den heutigen Namen Zschornau verwendet man seit dem Jahr 1875. Der Ortsname von Schiedel änderte sich von Schildowe (1225), Schedelawe (1472), Schidlo (1542), 1866 Zschiedel (1866) nach Schiedel (1875).[6]

Die Landgemeinde Zschornau-Schiedel wurde am 1. Juli 1965 aus Zschornau und Schiedel gegründet.[7] Von den ehemals sorbischen Wurzeln finden sich nur wenige Spuren. Seit dem 1. Januar 1999 ist Zschornau-Schiedel ein Ortsteil der Stadt Kamenz.[8]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerstatistik des Ortes Zschornau 1834–1964[9]:

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1834 218
1871 243
1910 277
1939 286
1964 271
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Kulturdenkmale

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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