Zuheros
Gemeinde in Spanien
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Zuheros ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz Córdoba im südlichen Andalusien. Sie liegt im von der UNESCO anerkannten Geopark Sierras Subbéticas, dem Parque Natural de las Sierras Subbéticas.[4]
| Gemeinde Zuheros | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Córdoba | |
| Comarca: | Subbética | |
| Gerichtsbezirk: | Cabra | |
| Koordinaten: | 37° 33′ N, 4° 19′ W | |
| Höhe: | 654 msnm[1] | |
| Fläche: | 42,21 km²[2] | |
| Einwohner: | 596 (Stand: 2025)[3] | |
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 14870 | |
| Gemeindenummer (INE): | 14075 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeisterin: | Manuela Romero Camacho | |
| Website: | www.zuheros.es | |
| Lage des Ortes | ||
Zuheros hatte 2025 596 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 42 km². Der Ort liegt in 656 m Höhe und wird von einer Burg überragt, die aus der Zeit der maurischen Herrschaft stammt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche Nuestra Senora de los Remedios aus dem 16. Jahrhundert, das Historische Museum und ein rund 4 km entferntes Höhlensystem und seit 2001 auch Naturdenkmal, die Cueva de los Murciélagos, aus dem die beeindruckenden archäologischen Funde aus dem Neolithikum im Museum stammen.[5]
Geschichte
Die Region wird seit der Mittelsteinzeit von Menschen bewohnt. Die Iberer besiedelten den Ort, um die historische Straße Camino de los Metedores (Schmuggler-Route) zu schützen. Unter der römischen Herrschaft bis etwa 450 n. Chr. wurde Andalusien zu einer urbanen Region, und viele Bewohner dieses Landstriches erhielten sogar die römische Staatsbürgerschaft. Um 711 überschritten die Mauren die Meerenge von Gibraltar und eroberten binnen weniger Jahre den Süden Spaniens. Im 10. Jahrhundert gründeten sie den Ort Zuheros und errichteten die Burg zu seinem Schutz. Im Verlauf der Reconquista wurde das Gebiet von Ferdinand III. 1241 erobert. Im 14. und 15. Jahrhundert diente die Burg zur Verteidigung gegen ihre einstigen Herren, bis die letzten Mauren 1492 aus Spanien vertrieben worden waren.[6]
Die Bevölkerung Zuheros wuchs von 90 Bewohnern 1530 auf 195 im Jahr 1694 und verdoppelte sich ein Jahrhundert später. Der Bevölkerungszuwachs wurde durch den Bau eines Renaissance-Palastes Ende des 16. Jahrhunderts verursacht. Die längere Abwesenheit der Schlossbesitzer führte später zu dessen Zerfall und seine Steine dienten im 18. Jahrhundert als Baumaterial für die Häuser der wachsenden Bevölkerung.[6]
Gegenüber der Burg liegt die Kirche des Ortes, die der Schutzpatronin Nuestra Senora de los Remedios geweiht ist. Sie wurde im 16. Jahrhundert errichtet, 1696 völlig umgebaut und bekam schließlich 1795 ihren Glockenturm.[6]
Sehenswürdigkeiten
Neben der Burg, die auch Castillo de Zuheros oder Palacio de Zuheros genannt wird, und der Feldermaushöhle (Cueva de los Murciélagos) hat der Ort weitere Attraktionen zu bieten. Dazu gehört der Parque Periurbano de Zuheros mit seinen circa 2,8 Kilometer langen periurbanen Wanderwegen. Die Route verläuft über Treppen, Holzstege und Aussichtsplattformen und ermöglicht immer wieder Ausblicke über die Umgebung. Ein Höhepunkt ist die Hängebrücke zwischen steil aufragenden Felsformationen unterhalb der Burg.[7]
Bei Zuheros bahnt sich der Río Bailón den Weg durch die Schlucht „Hoz del Bailón“. Vom Aussichtspunkt La Atalaya aus hat man einen Tiefblick in die Schlucht und über den Ort. Auf dem Wanderweg „Sendero Cañón del Río Bailón“ können die Karsterscheinungen in Augenschein genommen werden.
Ein weiteres Ausflugsziel ist der Radwanderweg Vía Verde de la Subbética. Er ist Teil des Vía Verde del Aceite, der durch die Provinzen Córdoba und Jaén führt. Die Eisenbahnstrecke wurde früher vom „Tren del Aceite“ (Olivenölzug) befahren wurde und wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt.[8]

