Zwei Freundinnen

Film von Claude Chabrol (1968) From Wikipedia, the free encyclopedia

Zwei Freundinnen (Originaltitel: Les Biches) ist ein 1968 erschienener Film von Claude Chabrol.

TitelZwei Freundinnen
OriginaltitelLes Biches
ProduktionslandFrankreich, Italien
OriginalspracheFranzösisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Zwei Freundinnen
Originaltitel Les Biches
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Claude Chabrol
Drehbuch Paul Gégauff,
Claude Chabrol
Produktion André Génovès
Musik Pierre Jansen
Kamera Jean Rabier
Schnitt Jacques Gaillard
Besetzung
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Handlung

Frédérique lernt in Paris die Straßenmalerin Why kennen. Sie nimmt Why in ihre Wohnung mit, gewährt ihr ein Bad und verführt sie dort anscheinend. Dies wird allerdings nur durch eine Szene angedeutet, in der Frédérique den Knopf von Whys Jeans zu öffnen versucht. Trotz der Unterschiede zwischen den beiden Frauen nimmt Frédérique sie nach Saint-Tropez mit, wo beide auch in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten austauschen. Während einer Soirée zeigt der Architekt Paul großes Interesse an Why, die ihm nach Hause folgt und die Nacht mit ihm verbringt. Daraufhin wird Frédérique eifersüchtig auf sie und macht sich nun ihrerseits daran, Paul zu umwerben. Es gelingt ihr, und die beiden werden ein Paar.

Doch lässt die reiche Frédérique die mittellose Why weiterhin bei sich in ihrer Villa wohnen, allerdings behandelt sie sie gelegentlich wie eine Hausangestellte und will von ihr bedient werden. Auch Paul zieht in die Villa ein. Er überrascht Why, wie sie sich wie Frédérique schminkt, ihre Haare wie sie trägt und Kleider von ihr anzieht. Frédérique wiederum entgeht nicht, dass Paul sich weiterhin von Why angezogen fühlt, sie achtet darauf, dass dieser nie allein mit Why ist. Diese wiederum bekennt beiden gegenüber in angetrunkenem Zustand, dass sie beide liebe. Eines Nachts belauscht sie vor der Schlafzimmertür des Paares, wie Frédérique und Paul miteinander schlafen, und leidet offenkundig darunter.

Why erklärt schließlich Frédérique, dass sie darunter leide, diese und Paul als Paar zu sehen und selbst abseits zu stehen. Sie schlägt ihr ein Liebesdreieck vor, da sie beide - sowohl Frédérique als auch Paul - unendlich liebe. Doch Frédérique weist sie brüsk zurück, beleidigt sie und fährt sie an: „Deine Liebe widert mich an! Hast du immer noch nicht begriffen, dass du störst?“ Schließlich fordert sie Why auf, das Haus für immer zu verlassen. Diese geht scheinbar darauf ein, sie gibt vor, Frédérique zum Abschied zu umarmen, und fügt ihr mit einem Jagdmesser, dessen Spitze sie vergiftet hat, eine kleine Wunde am Rücken zu. Frédérique gleitet aus ihren Armen tot zu Boden. Als Paul anruft, verstellt Why ihre Stimme, so dass dieser glaubt, Frédérique an der Leitung zu haben, und bittet ihn, entgegen einem ursprünglich verabredeten Restaurantbesuch zum Abendessen nach Hause zu kommen. Dann legt sie sich auf das Ehebett des Paares und liegt dort wie tot. In der letzten Filmszene schließt Paul die Haustür auf. Es bleibt offen, ob sich Why vergiftet hat oder sich vorstellt, nun die Geliebte Pauls zu werden.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als „Thriller, der hinter seiner vermeintlich kolportagehaften Handlung auf subtile Weise die Psychologie des reichen Bürgertums, seine Ängste und Neurosen entlarvt, sich freilich selbst nie für eine moralische Wertung entscheidet.“[1] Prisma war der Ansicht, der Regisseur erzähle „mit großem Einfühlungsvermögen […] die melodramatische Dreiecksgeschichte zwischen einer mondänen Frau, einer jungen Herumtreiberin und einem reichen Architekten im schicken Milieu von St. Tropez“ und lobte Jean Rabiers „in Pastelltönen gehaltene brillante Kameraführung“, die „zu der Atmosphäre von hohem ästhetischem Reiz“ beitrage, und kam zu dem Fazit: „Ein überzeugender, geschmackvoller und schauspielerisch bestechender Chabrol-Film.“[2]

Auszeichnungen

Literatur

  • Maurice Bessy, Raymond Chirat, André Bernard: Histoire du cinéma français. Encyclopédie des films 1966–1970. (mit Fotos zu jedem Film) Éditions Pygmalion, Paris 1992, ISBN 2-85704-379-1, S. 180.

Einzelnachweise

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