Zückshut

Ortsteil von Breitengüßbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Zückshut ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Breitengüßbach im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.[3] Die Gemarkung Zückshut hat eine Fläche von 1,544 km². Sie ist in 478 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3230 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Gemeinde Breitengüßbach ...
Zückshut
Koordinaten: 49° 58′ N, 10° 55′ O
Höhe: 273 (262–290) m ü. NHN
Fläche: 1,54 km²[1]
Einwohner: 362 (1. Jan. 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96149
Vorwahl: 09544
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Kapelle in Zückshut

Geografie

Das Kirchdorf liegt am Kesselgraben, dem linken Oberlauf des Güßbachs. Im Süden grenzt der Zückshuter Forst an. Die Kreisstraße BA 16 führt nach Laubend (1,4 km südöstlich) bzw. nach Breitengüßbach zur Bundesstraße 4 (2,9 km westlich).[5]

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zückshut aus 16 Anwesen (1 Söldenhaus, 9 Häuser mit Stadel, 2 Söldenhäuslein, 2 Tropfhäuser, 2 Halbhäuser) und einem Gemeindehirtenhäuslein. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Hallstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Hallstadt.[6] Die Viehzucht, der Obst- und Getreidebau reicht nur für die Eigenversorgung aus.[7]

Im Jahre 1802 kam Zückshut an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Zückshut gebildet, zu dem Laubend gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 entstanden die Ruralgemeinde Zückshut, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[8] Am 1. Mai 1949 wurde Laubend nach Memmelsdorf umgemeindet. Dadurch verringerte sich die Fläche der Gemeinde von 3,392 km²[9] auf 1,548 km².[10]

Am 1. Mai 1978 wurde Zückshut im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Breitengüßbach eingegliedert.[11][12]

Baudenkmäler

  • Hauptstraße 27: Katholische Kapelle Marienkrönung[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Zückshut

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 158240216223236226236242256253262273260265256261272307296453253260290325
Häuser[14] 4041444545483451
Quelle [8][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15][24][15][9][25][25][25][10][25][26][27]
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Ort Zückshut

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001799001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002020
Einwohner 6180133126132128143253290325329362
Häuser[14] 1723252527345183
Quelle [7][8][16][18][21][23][9][10][26][27][28][2]
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Religion

Zückshut ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Breitengüßbach) gepfarrt.[6][26]

Die Kirche wurde 1772 errichtet und im Jahre 1926 durch einen Blitzeinschlag zerstört, danach wieder aufgebaut und 1943 an die Gemeinde Breitengüßbach verkauft. 2006 wurde die Kirche renoviert.

Literatur

Commons: Zückshut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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