Éric Monnet

französischer Wirtschaftswissenschaftler und -historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Werdegang, Forschung und Lehre

Monnet studierte an der École normale supérieure de Lyon, an der er 2005 mit Bachelorabschlüssen je in Wirtschaftswissenschaft und Philosophie sowie einem Masterabschluss in Ökonometrie graduierte. Anschließend setzte er sein Wirtschaftswissenschaftsstudium an der École d’Économie de Paris und der École des hautes études en sciences sociales fort, wo er im September 2007 einem gemeinsamen Masterabschluss und im September 2012 einen gemeinsamen Ph.D.-Titel errang.

Ab 2012 war Monnet zunächst für ein Jahr als Postdoc an der Universität Gent, anschließend war er für die Banque de France tätig. Hier war er unter anderem für makroökonomische Prognosen und Analysen für Frankreich und die Eurozone zuständig. 2015 visitierte er dabei zeitweise beim Internationalen Währungsfonds. 2019 wurde er als Professor an die École d’Économie de Paris und die École des hautes études en sciences sociales berufen.

Monnet setzt sich insbesondere mit der Geldpolitik der Zentralbanken, Bankenkrisen und -reglierung bzw. weiterer staatlicher Eingriffe in Kreditmärkte sowie der Entwicklung des Finanzwesens und des internationalen Währungssystems im 20. und 21. Jahrhundert auseinander. Dabei zeichnet er sich durch eine interdisziplinäre Herangehensweise mit einer Kombination aus wirtschaftshistorischer und makroökonomischer Perspektive aus. In diesem Zusammenhang hat er auch zur Methodik der Wirtschaftsgeschichte publiziert.

Monnet gehört der Redaktion der Periodika Revue d'histoire moderne et contemporaine und Journal of Economic History an.

2022 wurde Monnet mit dem Prix du meilleur jeune économiste de France ausgezeichnet.[1] 2023 wurde er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Bücher

  • Balance of Power. Central Banks and the Fate of Democracies. University of Chicago Press, 2024
  • Hrsg. mit Antoine Vauchez: L’Europe: du marché à la puissance publique Vie des Idées, 2024
  • La Banque Providence: démocratiser les banques centrales et la monnaie. Le Seuil, 2021
  • Controlling Credit: Central Banking and the Planned Economy in Postwar France, 1948–1973. Cambridge University Press, 2018
  • Hrsg. mit Claudia Sternberg: Euro. Les années critiques. Vie des Idées, 2015
  • Hrsg. mit C. Lavergne & G. Calafat: Philosophies et sciences sociales : usages et transformations des concepts. ENS Editions, 2013
  • Hrsg. mit Clément Imbert: Les économistes au pouvoir: les usages de l’économie dans l’action publique. ENS Editions, 2011
  • Hrsg. mit Arnaud Fossier: Que faire des institutions?. ENS Editions, 2009

Einzelnachweise

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