Ödland-Aster
Art der Gattung Astern (Aster)
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Die Ödland-Aster (Galatella sedifolia (L.) Greuter, Syn.: Aster sedifolius L.), auch Rhone-Aster und Mauerpfefferblättrige Aster genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Steppenastern (Galatella) innerhalb der Familie Korbblütler (Asteraceae). Sie ist von Südeuropa über Südosteuropa bis in das zentrale Sibirien verbreitet und wird als Zierpflanze verwendet.
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Ödland-Aster (Galatella sedifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Galatella sedifolia | ||||||||||||
| (L.) Greuter |
Beschreibung

Vegetative Merkmale
Die Ödland-Aster wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie bildet aufrechte, oben verzweigte Stängel aus.
Die sitzenden, blaugrünen Laubblätter sind bei einer Länge von bis 4 Zentimetern linealisch bis lanzettlich, ganzrandig und mehr oder weniger rau behaart. Die unteren Laubblätter sind gewöhnlich dreinervig, die oberen meist nur einnervig und mehr oder weniger drüsig punktiert.
Generative Merkmale
Die Blütezeit dauert etwa einen Monat und reicht meist von Mitte September bis Mitte Oktober. In den dicht beblätterten Doldenrispen Gesamtblütenständen befinden sich körbchenförmige Teilblütenstände mit einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern. Die ovalen Hüllblätter sind in drei bis fünf Reihen angeordnet, die äußeren stachelspitzig, die inneren mehr oder weniger stumpf bis abgerundet. Der Blütenkorb besitzt nur wenige (null bis zehn), ungleichmäßige, sterile, blauviolette Zungenblüten und 5 bis 15 gelbe, später rötlich-braune Röhrenblüten. Die 2,5 mm langen, hell-braunen Achänen besitzen weißliche, bis 6 mm lange Pappusborsten.
Chromosomensatz
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9; es liegt meist Diploidie vor, also 2n = 18.[1]
Vorkommen
Die Ödland-Aster ist im nördlichen Spanien und Südfrankreich über Italien, Österreich, Ungarn, Rumänien und den Balkan bis Osteuropa, Iran, Zentralsibirien und Xinjiang verbreitet.[2]
Die Ödland-Aster besiedelt stickstoffarme, basen- und kalkreiche, submediterrane Trockenrasen, Trespen-Halbtrockenrasen, Felshänge und Magerwiesen von den Küsten bis in montane Höhenstufe von 1200 Metern. Die Ödland-Aster gedeiht meist auf warmen, sonnigen und sommertrockenen Standorten.
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Aster sedifolius erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum. S. 874.[3] Diese Art wurde 2003 aus der Gattung Aster ausgegliedert und es erfolgte eine Neukombination unter dem Namen Galatella sedifolia (L.) Greuter durch Werner Greuter in The Euro+Med treatment of Astereae (Compositae) – generic concepts and required new names. in Willdenowia, Band 33, Nr. 1, S. 45–47,[4] um die Gattungen monophyletisch zu machen. Weitere Synonyme für Galatella sedifolia (L.) Greuter sind: Aster hyssopifolius L., Aster punctatus Waldst. & Kit., Galatella hyssopifolia (L.) Nees, Galatella insculpta Nees, Galatella punctata (Waldst. & Kit.) Nees und Galatella rossica Novopokr.
Von der sehr formenreichen Art gibt es je nach Autor einige Unterarten:[5][6][2]
- Galatella sedifolia (L.) Greuter subsp. sedifolia (Gewöhnliche Ödland-Aster): Sie kommt im gesamten Verbreitungsgebiet der Art vor. Der Blütenkopf hat 5 bis 10 Zungenblüten und 5 bis 15 Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind kahl und meist etwas klebrig und glänzend, die Stängel rau, die Laubblätter drüsig punktiert.
- Galatella sedifolia subsp. biflora (L.) Sennikov (Zweiblütige Ödland-Aster): Sie kommt in Osteuropa bis zum zentralen Sibirien und Xinjiang vor.
- Galatella sedifolia subsp. dracunculoides (Lam.) Greuter (Russische Ödland-Aster): Sie kommt in Russland und Rumänien vor. Der Blütenkopf hat keine oder nur wenige (bis 6) Zungenblüten und 5 bis 15 Röhrenblüten. Die Laubblätter sind mehr oder weniger drüsig punktiert.
- Galatella sedifolia subsp. illyrica (Murb.) Greuter (Illyrische Ödland-Aster): Sie kommt im nordwestlichen Balkan vor. Der Blütenkopf hat keine oder nur wenige Zungenblüten und 5 bis 15 Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind klebrig glänzend, die Laubblätter sind nicht drüsig punktiert.
- Galatella sedifolia subsp. rigida (DC.) Greuter (Dreinervige Ödland-Aster): Sie kommt im nördlichen Spanien, in Südfrankreich und in der Schweiz vor. Der Blütenkopf hat 8 bis 10 Zungenblüten und 5 bis 15 Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind kahl, die Laubblätter sind unbehaart und nicht drüsig punktiert.
Nutzung
Die Ödland-Aster lässt sich gut in mäßig trockenen, naturnahen Heidegärten, Steppenanlagen und Kiesgärten auf mageren, leichten Böden verwenden. Sie passt gut zu spät blühenden Stauden (z. B. Bergminze, Gold-Aster) und strukturstarken, niedrigeren bis mittelhohen Gräsern (z. B. Silberährengras). Die Pflanze ist winterhart bis −23 °C (Zone 6) und gilt als robust und langlebig.