Cetylalkoniumchlorid

organische Verbindung, Konservierungsmittel From Wikipedia, the free encyclopedia

Cetylalkoniumchlorid (synonym 16-Benzyldimethylhexadecylammoniumchlorid, 16-BAC) ist ein kationisches Tensid, das im Jahr 1934 von der I.G. Farben patentiert wurde.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 16-BAC
Allgemeines
Name Cetylalkoniumchlorid
Andere Namen
  • 16-BAC
  • Benzylhexadecyldimethylammoniumchlorid
  • Cetalkoniumchlorid (INN)
  • Cetyldimethylbenzylammoniumchlorid
  • CETALKONIUM CHLORIDE (INCI)[1]
Summenformel C25H46ClN
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 122-18-9
EG-Nummer 204-526-3
ECHA-InfoCard 100.004.116
PubChem 31202
ChemSpider 28943
Wikidata Q18345315
Eigenschaften
Molare Masse 396,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[3]

Schmelzpunkt

55–65 °C[3]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (8,5 g·l−1)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302314410
P: 280301+330+331303+361+353305+351+338310[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Synthese

Zur Synthese von Cetyalkoniumchlorid wird zuerst Hexadecylamin mit Benzylchlorid in einem Massenverhältnis von 185 zu 126,5 für 8 Stunden bei 100 °C gerührt. Nach Abkühlung wird das kristalline Produkt mit Methylchlorid umgesetzt.[5]

Eigenschaften

Cetylalkoniumchlorid besitzt als quartäre Ammoniumverbindung antibakterielle Eigenschaften.[6] Die antibakteriell wirksame Einsatzkonzentration liegt zwischen 0,01 und 0,1 % (m/V).

Verwendung

Cetylalkoniumchlorid wird in der Biochemie im Zuge einer BAC-PAGE zur Trennung von stark positiv geladenen Proteinen und glykosylierten Membranproteinen[7] und zur 2D-Gelelektrophorese von Membranproteinen eingesetzt,[8][9][10][11][12] darunter auch zur Trennung mitochondrialer Membranproteine.[13]

In der Augenheilkunde wird Cetylalkoniumchlorid verwendet, um Emulsionen mit positiven Ladungen zu versehen, wodurch sich die Micellen gegenseitig abstoßen.[14][15]

In den USA und Großbritannien wird es unter anderem in Mundspülungen verwendet. Es ist in den USA seit 2010 als OTC-Zutat für Arzneimittel gelistet.[16] In Großbritannien befindet sich Cetylalkoniumchlorid seit 2012 auf der Consolidated list of substances which are present in authorized medicines for general sale, mit einer maximalen Einsatzkonzentration von 0,1 % (m/V) auf der Haut oder Mundschleimhaut.[17]

Einzelnachweise

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